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Schoßgebete: Roman Broschiert – 10. August 2011

2.8 von 5 Sternen 485 Kundenrezensionen

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Mehr über den Autor

Körpergerüche, Intimrasuren, Hämorrhoiden - es sind nicht gerade die klassischen literarischen Themen, mit denen Charlotte Roche der Durchbruch als Autorin gelang. Aber sie traf einen Nerv, und der gigantische Erfolg ihres Debüts "Feuchtgebiete" dürfte selbst sie als Medienprofi überrascht haben. Wie es sich im Rampenlicht lebt, dazu konnte sie schon als TV-Moderatorin Erfahrungen sammeln. Für Viva, arte und das ZDF stand sie vor der Kamera, für ihre Arbeit wurde sie mit dem Bayerischen Fernsehpreis und dem Grimme-Preis geehrt. Geboren wurde die Autorin 1978 im englischen High Wycombe. Sie lebt in Köln, ist verheiratet und hat eine Tochter.

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Eine ehrliche, differenzierte und packende Auseinandersetzung mit der Frage, was eine gute Ehe ausmacht (…). ›Schoßgebete‹ wird jene, die den Bestseller ›Feuchtgebiete‹ als Schocker ablehnten, positiv überraschen und die Fans des früheren Buches nicht enttäuschen.«, FAZ, 01.08.2011

»Natürlich hat Charlotte Roche nicht die Sprache, mit der Jean Genet oder Josef Winkler über den Zusammenhang von Sex und Tod schreiben. Doch es gibt in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur keinen Autor, der so anschaulich und letztlich liebevoll über Sex schreiben kann. (…) Die umgangssprachliche Lässigkeit ihrer Rollenprosa setzt sie dabei mit hoher Präzision ein. (…) Nach diesem verflixten zweiten Buch muss Charlotte Roche niemandem mehr etwas beweisen – höchstens, ob sie, wenn sie denn weiterschreiben will, in der Lage ist, auch einen nichtautobiographischen Stoff zu bewältigen.«, Der Tagesspiegel, 08.08.2011

»Wer den erwachsenen Nachfolger der ›Feuchtgebiete‹ erwartete, wird enttäuscht sein, im positiven Sinn. (…) So ist Sex für die Protagonistin vor allem die Flucht vor den Dämonen im Kopf – aber keinesfalls der Grund, warum Roche ihr zweites und wesentlich reiferes Buch verfaßt hat.«, Abendzeitung, 10.08.2011

»… ein verstörend schonungsloses Buch. (…) Das Buch der erst 33- Jährigen ist überraschend lebensweise. Bittere Wahrheiten und saftige Stellen im Wechsel. Manchmal könnte man das Buch sogar für den Beginn einer neuen sexuellen Revolution halten.«, Stern, 18.08.2011

»Mit ›Schoßgebete‹ hat Charlotte Roche einen erstaunlich konservativen Sex-Roman geschrieben.(…) ›Feuchtgebiete‹ hatte etwas Pubertäres, Schoßgebete ist ein erwachsenes Buch, das der klassischen Tragödiendefintition gerecht wird. ›Furcht und Mitleid‹ zu erregen. «, Die Zeit, 11.08.2011

»Ein schreckliches Buch. Man muss es lesen.«, FAS, 14.08.2011

»Aber das Buch ist kein Roman. Es ist ein Manifest. Es richtet sich hauptsächlich an Frauen und fordert sie auf: Befreit euch von falschen Idealen! Und vor allem: Geh in Therapie!«, NZZ am Sonntag

»Weshalb die ›Schoßgebete‹ mehr sind, als eine Fortsetzung der ›Feuchtgebiete‹, weshalb sie ein ernstzunehmendes, heutiges Buch sind, liegt an Charlotte Roches Fähigkeit, das eigentliche Drama, das hinter dem Alltagsfilm läuft, einzublenden. «, Deutschlandradio Kultur, 10.08.2011

»Mit gnadenloser Genauigkeit schildert sie Schock, Schmerz, ihre Lust, Mitleid und- angesichts der Zudringlichkeit von Boulevard-Medien- ihre Rachefantasien und Selbstmordpläne. Das Buch wird zu einem Seelenstriptease von beängstigender Radikalität.(...) Roches Roman ist ein erschütternder Beitrag zur Bekenntnis- Literatur.«, Focus, 13.08.2011

»Der neue Roman der Fernsehmoderatorin Charlotte Roche lässt den Leser nach Luft ringen, so weit öffnet ›Schoßgebete‹ den Blick in die kalten Abgründe der modernen menschlichen Existenz.«, Handelsblatt, 12.08.2011

»In der Tragikomik, mit der sie das macht, und vor allem, indem sie die Schraube unseres täglichen Wahnsinns von politisch korrekter Ernährung über die Ersatzreligion Umwelt, vom Alleswissen aus flachen Sachbüchern und Internet, von Ich-Zentriertheit und daraus abgeleiteten Formen des Zusammenlebens nur einen Tick weiterdreht, ist dieser Text ein Indikator für viel mehr als nur das, was explizit in ihm steht.«, Freie Presse, 12.08.2011

»Dieses Buch kann einen nicht unberührt lassen. Es plätschert nicht so vorbei, es zieht einen hinein. Mit einer Wucht, die selten ist. (…) Seine Sprache ist ebenso sensibel wie brutal, lakonisch wie kunstvoll komponiert. (…) Charlotte Roche gelingt es mit Schoßgebete, was selten geworden ist: Sie liefert nach dem Kommerzerfolg ihres Debüts ein viel wichtigeres, schöneres Buch. Allein schon das ist eine Kunst für sich.«, Nürnberger Nachrichten, 09.08.2011

»›Schoßgebete‹ ist keine bloße Aneinanderreihung von Provokationen, sondern das hervorragend geschriebene Porträt einer jungen Frau, die vor allem eins will: gefallen.«, dpa, 08.08.2011

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Charlotte Roche, 1978 im englischen High Wycombe geboren, war Moderatorin u.a. für VIVA, 3sat und das ZDF und wurde mit dem Grimme-Preis sowie dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet. Ihr erster Roman »Feuchtgebiete« löste 2008 mit seiner radikalen Offenheit eine gesellschaftliche Debatte aus und avancierte mit mehr als zwei Millionen verkauften Exemplaren zum erfolgreichsten Buch des Jahres. 2011 folgte ihr zweiter Roman »Schoßgebete«, der vom ehelichen Sex einer traumatisierten jungen Frau erzählt und monatelang auf der Bestsellerliste stand. Beide Romane wurden erfolgreich verfilmt. Charlotte Roche lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Köln.

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Von Minnimaus am 14. Januar 2015
Format: Broschiert
Dieses Buch finde ich sehr gut. Der Sex nimmt natürlich einen großen Teil des Buches ein, aber ein noch größerer Teil ist die Bewältigung des dramatischen Schicksalsschlags Elizabeths. Detailiert wird ihr Leiden an diesem Ereignis erzählt, das sie grundlegend beeinflusst hat. Dieser Strang nimmt einen großen Teil des Buches ein und ist sehr, sehr eindringlich geschildert.

Die sehr ausführlich beschriebenen Therapiesitzungen kann sich kein Mensch ausdenken, der das nicht selber erlebt hat. Und damit stoßen wir schon auf das, was ich am Ganzen, nicht am Text selbst, aber doch am ganzen Buch bedenklich finde: Kannte ich Charlotte Roche bisher nur vom Hörensagen und von den "Feuchtgebieten", so kenne ich jetzt diese Person gänzlich innig, wie es nie sein sollte. Eine junge Schriftstellerin erzählt IHRE Geschichte als Buch, das keine Biografie sein soll. Das macht kein Schriftsteller. Schriftsteller denken sich Bücher aus, sie erfinden sie.
Da ist Charlotte Roche noch sehr unerfahren und ganz und gar keine Schriftstellerin.
Vielleicht möchte sie ja aber auch gar keine sein und nur Geld verdienen mit Texten.

Oft spricht sie mir mit Aussagen aus der Seele und sagt Dinge, die man nie sagen darf z.B. als Eltern, aber doch dauernd denkt. Das finde ich tröstlich. Schon allein deshalb finde ich das Buch gut.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Verstehe nicht, warum dieses Buch so hoch angepriesen wird. Das mehr verklemmte und biedere Leben, das beschrieben wird, passt absolut nicht zu den beschriebenen sexuellen Aktivitäten. Sehr unrealistisch.
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Format: Broschiert Verifizierter Kauf
Ich bin hin und wieder mal so ein bisschen voyeuristisch veranlagt, ich lese gerne Ekliges, auch gerne mal was über ganz schlimme Schicksale. Allerdings habe ich mich an "Feuchtgebiete" nie herangetraut, da reichten mir die in der Presse zu findenden Zitate völlig aus. Das war mir eine Spur zu heftig, und ich möchte bei aller Sensationsgier und gewisser Freude am Ekel nicht brechen müssen, während ich lese.
Schoßgebiete sollte ja nun angeblich irgendwie anspruchsvoller sein als "Feuchtgebiete", und zudem hatte mich der furchtbare Unfall, bei dem Charlotte Roche ihre drei Brüder verloren hatte, bewegt, mir tat das einfach sehr leid, und außerdem wollte ich genau wissen, was da passiert war - da zeigt sich dann auch wieder ein bisschen die Sensationslust bei mir.
Ich muss sagen, dass mir ganz und gar klar ist, wie die Protagonistin tickt, was das Drama ihres Leben in ihr ausgelöst hat. Das ist Charlotte schon recht gut gelungen, ich finde es hierbei auch nicht schlimm, dass sie sich einer meist sehr einfachen Sprache bedient. Diesen schrecklichen Verlust und dessen Folgen zu beschreiben, ist quasi unmöglich. Es ist ihr aber gelungen, den Irrsinn, der mit einem solchen Schlag in das Leben tritt, recht anschaulich zu schildern und auch die Gefühle darzustellen, die verwirrend und ambivalent sind. Dafür gibt es 2 Sterne.
Was mich aber nicht sonderlich für den Roman einnimmt, ist die gewisse Nicht-Handlung, die bei mir - da schriftstellerisch hier nicht viel geboten wird - zu Nicht-Interesse führt. Nur der wirklich gute Autor ist in der Lage, mit Banalem, Alltäglichem wirklich zu fesseln und nicht nur mit Drama und großen Gefühlen. Ein Stuart O`Nan z.B. kann das, Roche jedoch nicht.
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Von Strohhut am 17. November 2014
Format: Kindle Edition Verifizierter Kauf
Dieses Buch ist mit Abstand das Langweiligste was ich jemals gelesen habe.
Ich dachte wirklich, dass es so spannend wie "Feuchtgebiete" ist, aber leider wird man enttäuscht.
Würde ich auf keinen Fall weiterempfehlen
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Format: Broschiert
Die komplexbehaftete Protagonistin Elisabeth erzählt aus ihrem Leben. Von ihren sexuellen Handlungen, ihren Ängsten, sowie ihren teilweise völlig gestörten Ansichten über verschiedenste Dinge wird ebenso berichtet, wie auch über ihre Therapiesitzungen. Ein gewisser Ekelanteil, darf hier, wie schon bei "Feutgebiete" wahrscheinlich auch nicht fehlen und so müssen diverse Sachen detailgenau wiedergegeben werden. Zwar gab es auch Stellen, wo ich Schmunzeln musste, doch im Großen und Ganzen ist es nicht wirklich spannend. Man hat es einmal gelesen und damit wars das dann auch schon. Charlotte Roche schafft es mit ihrem, manchmal recht eigensinnigen Schreibstil nicht, den Leser in ihren Bann zu ziehen.
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Von Spaddl TOP 500 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 12. August 2011
Format: Broschiert
Mit Sex verdient man Geld. Der Film hat dieses Kredo längst verinnerlicht und auch am Buchmarkt ist dieser Umstand nicht vorbeigegangen. Erst jüngst gewann ein junger Autor auf der Leipziger Buchmesse mit einer Kurzgeschichtensammlung, die Sex, Obsession, Gewalt als Themen verband, den Messe-Preis. Bereits vor ein paar Jahren wurde das Feuilleton und die breite Lesergemeinde Deutschlands auf Charlotte Roche aufmerksam. Ich habe mich ebenfalls an ihrem "Feuchtgebiet" probiert, aber enerviert das Buch der Leihgeberin zurückgebracht.

Auch "Schoßgebete" beackert thematisch das gleiche Land: Sex, Körperausscheidungen und eine perfide Form von Liebe. Mit dem Vorgängerbuch hatte ich meine Schwierigkeiten: zu eintönig und vorhersehbar war der Ekel und zu unsympathisch die Hauptfigur. Mit Elizabeth Kiehl instruiert Mrs. Roche erneut einen Charakter, der mit seiner ungeschönten, direkten Sprache überzeugen soll.

Erzählt wird aus dem Leben besagter Protagonistin, die in einer Patchworkfamilie lebend, Probleme mit sich, dem Kind, dem neuen Mann und - natürlich - der Sexualität bewältigen muss. Punkt. Darüber schreibt Charlotte Roche knappe 300 Seiten lang. Hinzu kommen jedoch diverse, mehr oder weniger aktuelle Themen: sei es der Einfluss der Eltern auf die Entwicklung der Kinder, die verschiedenen Ansichten von einer gesunden Sexualität und der Verlust geliebter Menschen. Wie bereits in der Presse kommuniziert, wollte die Autorin mit diesem Machwerk ihre eigene schicksalshafte Geschichte um den Tod ihrer Brüder, die auf dem Weg zu ihrer Hochzeit verstarben, verarbeiten. Ambitioniert. Tragisch. Könnte man meinen.
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69 Kommentare 640 von 792 haben dies hilfreich gefunden. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
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