Nach meiner ersten Bekanntschaft mit dem sympathischen Wiener Polizei-Hilfs-Ermittler (Pierre Emme, "Pastetenlust") namens Mario Palinski, hatte ich Lust auf mehr.
Meine Erwartungen wurden erfüllt, jedoch wirkt der zweite Fall von Mario Palinski ein klein wenig als politisch motivierte Abrechnung, was andererseits auch nicht schadet und im speziellen dem einen oder anderen Österreicher wohl ein fasziniertes Schmunzeln abringen sollte.
Schaden tun einem beim Lesen immer nur die klitzekleinen Fehler. Vor allem die Sache mit den Anführungszeichen sollte man doch irgendwann in den Griff beommen können? >;-]
In dem Krimi "Schnitzelfarce" erhält Mario Palinsiks Beruf endlich einen Namen. Er avanciert zum ( Tataaa!) Krimiliteranalogen. Er gründet jedenfalls, nicht zuletzt auf Anraten seines fast-schon-Freundes Josef (Innenministers Dr. Josef Fuscheé), (s)ein "Institut für Krimiliteranalogie". Damit er seitens des Innenministeriums, oder der Polizei offiziell mit Studien - auf jeden Fall aber offiziell beauftragt arbeiten kann - und in monetärer Hinsicht auch nicht ganz leer ausgeht für seine Tätigkeiten. Aussprechen kann dieses Wort - KRIMILITERANOLOGIE - ohne zungenbrecherische Übungen so schnell keiner. Geschweige denn etwas damit anfangen.
Wenigstens können die Kuratoren eines Schnitzelwettbewerbes, der von einer Fast-Food-Kette ausgeschrieben wurde, etwas mit Palinskis Schnitzelrezept (der Leser findet das Rezept für das "Palinski-Schnitzel" im Buch vor!) anfangen. Palinski erstreitet damit immerhin den 2. Platz. Doch ehe er den Preis entgegennehmen kann, passiert so allerhand. Ein Mord, der vielleicht gar nicht dem Opfer, einer Rollstuhlfahrerin und Gattin eines ambitionierten Stadtrates, galt. Eine Entführung, die erst sehr viel später offenkundig wird.
Warum das alles den Wahlkampf um das Bürgermeisteramt in Wien betrifft, und wie sensibel die Österreicher auf Europäische Schnitzel-Gesetze reagieren...
...das lesen Sie besser selbst.
Ich für meinen Teil kann mich an dem charmanten Stil des Autors nicht sattlesen. Und es gibt ja glücklicherweise schon etliche weitere Palinsiks.