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Kundenrezensionen

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TOP 500 REZENSENTam 26. Mai 2012
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Eine Zäsur in seinem bisherigen Leben erfährt der 11jährige Gabriel durch eine fürchterliche Entdeckung, die er im Keller des elterlichen Hauses macht. Es erfolgt ein nachhaltiger Einschnitt in sein Leben und in seine kindliche Seele, der alles bisher Dagewesene verändert - und das wahrlich nicht zum Vorteil. Seine Eltern werden am selben Abend ermordet - möglicherweise von ihm selbst. Gabriel wird von seinem kleinen Bruder David getrennt, kommt in eine psychatrische Klinik, später dann wird er rausgeholt von Juri, dem Inhaber eines Sicherheitsdienstes, der bis zu seiner Volljährigkeit seine Vormundschaft übernimmt und ihm Arbeit in der Firma verschafft, die er über Jahre ausübt.

Doch was hat Gabriel eigentlich gesehen? Er hat nicht den Hauch einer Erinnerung, auch nicht daran, was mit seinen Eltern geschah. Er wächst zu einem verhärteten Mann heran, erst die Journalistin Liz findet - wenn auch nur langsam - Zugang zu ihm. Sie erwarten ein gemeinsames, zunächst von Gabriel ungewolltes Kind... doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Es finden Entführungen, Verhaftungen und Jagden durch das ganze Land statt.

Ein saftiger Thriller mit allem Drum und Dran? Nun, für mich leider nicht. Die Figuren sind zwar eindringlich, aber doch sehr bemüht gezeichnet. Der Autor hat aus meiner Sicht nicht die sprachliche Ausdruckskraft, die Vorgänge mitreißend zu schildern und flüchtet sich allzu oft in Schilderungen von Brutalität und Gefühlskälte, die - zumindest für mich - auch bei einem Psychothriller nicht in einem solchen Ausmaß vorhanden sein müssen. Überhaupt, zum Thema Psycho - ich finde, die Psyche sowohl der Romanfiguren als auch des Lesers wird in diesem Buch gar schmählich vernachlässigt - plakativ, ja fast roboterhaft agieren die Figuren, reiht sich Ereignis an Ereignis. Für Liebhaber des eher harten Psychothrillers mag es hier Neues geben - für mich war es leider kein Lesevergnügen.
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am 7. Juni 2012
"Schnitt" ist Marc Raabes Debüt in Sachen Psychothriller. Hätte ich dies nicht gewusst, würde ich mich wahrscheinlich noch immer auf der Suche nach weiteren Büchern des Autoren befinden, denn wie ein Debüt, ein erster Versuch, liest sich dieses Buch ganz sicher nicht!
Ich muss allen Leuten davon abraten, das Buch zu lesen, die nur wenig Zeit zur Verfügung haben, denn einmal begonnen, ist es fast unmöglich, es wieder aus der Hand zu legen, ich weiß, wovon ich spreche.

Gabriel, der Hauptprotagonist ist ein Mensch mit viel Vergangenheit, vielen Problemen und einem klitzekleinen Problem in Sachen Impulskontrolle. Liz, seine Freundin, ein Paradebeispiel in Sachen Stärke und Selbstbewusstsein - doch wieviel Stärke bleibt, wenn man überfallen und verschleppt wird und in den Händen eines Psychopathen aufwacht?

Ein rasanter Thriller, der immer, wenn man denkt, man könne etwas durchatmen, das Tempo anzieht, ein Buch, für das der Begriff Pageturner erfunden zu sein scheint - definitiv eines der besten Bücher, die ich in diesem Jahr gelesen habe und ich hoffe, wir dürfen uns auf weiteren Lesestoff von Marc Raabe freuen.
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am 12. September 2012
Was geschah in der Nacht des 13. Oktobers 1979, an deren Ende zwei schwer traumatisierte minderjährigen Waisen, vor den Leichen ihrer Eltern und dem abgebrannten Haus stehen?
29 Jahre später kann sich der Ältere, Gabriel, immer noch nicht an diese schreckliche Nacht erinnern. Er hat in den vergangen Jahren eine wahre Odyssee, vom Kinderheim über die geschlossene Psychiatrie, bis ihn sein jetziger Chef dort rausholt. Seit 20 Jahren arbeitet er nun für ein Sicherheitsunternehmen, das Alarmanlagen baut und wartet. Zu seinem jüngeren Bruder David hat er keinen Kontakt, nur ein Lichtblick gibt es seit ein paar Monaten. Durch Zufall lernt er die Journalistin Liz kennen und lieben. Diesem Glück steht nur etwas im Wege: Der Person, die über die Ereignisse von vor 29 Jahren genauestens Bescheid weiß, und er hat was dagegen. Die dramatischen Ereignisse beginnen mit einer Alarmauslösung in einer alten Villa und enden mit der Entführung von Liz. Gabriel muss sich seiner Vergangenheit stellen um Liz zu retten.

Warum geht eine junge, schwangere Frau nachts, ohne Begleitung, durch den nahegelegenen Stadtpark spazieren? Das war der erste kleine Wermutstropfen der mir auffiel, denn wie in einem Horrorfilm möchte man jetzt die Protagonistin warnen sich nicht allzu sicher zu fühlen. Trotzdem verfügt dieses Debüt, um gut gesetzte Spannungsbögen, interessante Wendungen, zwielichtige und vielschichtige Persönlichkeiten. Zwischendurch weiß man nicht wer Feind oder Freund ist. Wichtig ist auch, dass ein Thriller, trotz einiger Schwächen, zu fesseln vermag. Das schafft der Autor zweifelsohne. Eine Sache ist mir neben ein paar kleinen Ungereimtheiten i n der Story noch negativ aufgefallen: Der Autor ist permanent am Vergleichen. Ein bildhafter Schreibstil ist durchaus abwechslungsreich und lockert das Ganze auf, wenn ich aber Sätze wie diesen lese: „… als berste ein trockener Holzstamm.“ oder „Der Himmel kotzt sich aus“, tja dann finde ich die eher gesagt missglückt.

Fazit: Ein rasantes Thriller Debüt mit einer wirklich fesselnden Story und einigen wenigen Wiedersprüchlichkeiten.
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TOP 1000 REZENSENTam 6. Mai 2012
Format: Broschiert|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Gabriel muss sich an die Nacht vor über 30 Jahren erinnern, als er trotz eines Verbots in den Keller seines Vaters stieg und dort eine grausige Entdeckung machte. In der gleichen Nacht wurden seine Eltern ermordet. Jetzt zwingt ihn ein Psychopath, der Gabriels Freundin entführt hat, dazu, sich der Vergangenheit zu stellen.

Die ersten Kapitel von "Schnitt" haben nicht wirklich dafür gesorgt, dass mein Unwohlsein beim Betreten eines Kellers verschwinden wird. Geschickt baut Marc Raabe Spannung auf und bringt die Phantasie des Lesers auf Hochtouren. Wozu wird der Keller wirklich genutzt? Was hat Gabriel entdeckt?

Was ist überhaupt die Wahrheit und was womöglich die Wahnvorstellung eines psychisch Kranken? Immer häufiger führt Gabriel Zwiegespräche mit dem Helden seiner Jugend, Luke Skywalker. Immer wieder schleichen sich beim Leser Zweifel ein, ob Gabriel wirklich alles das erlebt, was im Buch beschrieben wird.

"Schnitt" ist rasant, spannend und blutig. Zu keiner Zeit kommt Langeweile auf. Nur manchmal wirkte der Fall etwas zu konstruiert. Insgesamt aber ein ziemlich gelungenes Erstlingswerk.
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TOP 500 REZENSENTam 19. Mai 2012
Selten habe ich einen so spannenden Psychothriller gelesen, wie das Debüt von Marc Raabe "Schnitt".Ging ich zu Anfang noch davon aus, dass man Spannung auch ohne viel Brutalität erzeugen kann, so musste ich dann doch leider am Ende des Buches feststellen, dass auch Herr Raabe sich solcher Mittel bedient, was ich sehr schade fand.Deshalb auch nur 4 1/2 Sterne.Warum ich trotzdem so begeistert war? Weil ich finde, dass der Autor es sehr gut verstanden hat, seine Charaktere so herauszustellen, dass man sich der Handlung nicht entziehen konnte.Gabriel war für mich eine so geheimnisumwobene Person,die mich Seite um Seite umblättern lies, weil ich wissen wollte, was er nun gesehen hatte damals im Keller und ob seine Gefühle für Liz, seine Freundin, so tief sind, dass er sie retten will und kann. Aber auch Val, ein Psychopath wie er im Buche steht, fand ich sehr interessant und wenn man erfährt , was ihm zugestoßen ist, kann man sich auch vieles erklären.Kinderseelen sollte man pfleglich behandeln, sonst darf man sich nicht wundern, wenn man Monster heranzieht, die man dann nicht mehr beherrschen kann.

Die Idee zu diesem Buch fand ich sehr gelungen.Ein 6 jähriger Junge, der, während die Eltern sich streiten , in den Keller des Elternhauses steigt und dort im Arbeitszimmer seines Vaters Schreckliches entdeckt.Doch dieses traumatische Erlebnis, dass durch den Tod der Eltern, die an diesem Tag zu Tode kommen und deren Leichen in den Flammen des Hauses bis zur Unkenntlichkeit verbrennen, hat eine Amnesie zur Folge. Erst 30 Jahre später, soll bzw. muss Gabriel sich erinnern,denn sonst wird seine schwangere Freundin, die von einem Psychopathen erführt wurde, sterben.Ein Wettlauf mit der Zeit und mit seiner Erinnerung beginnt.

Das Tempo dieses Thrillers ist hoch und die Spannung schraubt sich einer Spirale gleich, immer weiter nach oben.Aber auch die Sprache, derer sich der Autor bedient hat,hat mir gut gefallen.Bis auf die am Ende etwas überbordende Brutalität, war "Schnitt" für mich ein spannende Leseerlebnis und ich werde den Namen des Autors im Gedächtnis behalten.
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am 25. Juni 2012
Um es kurz zu machen: Da bin ich auf die Ankündigung von Amazon hereingefallen. Es wird eine Empfehlung abgegeben und man lässt sich verführen, dieses Buch dann auch zu kaufen und zu lesen.Aber was für eine Enttäuschung, dieses Buch ist einfach nur ein Schundroman, schlecht geschrieben, langatmig, unglaubwürdig. Das Buch liest sich wie ein schlechtes Drehbuch für eine schwülstige RTL-Produktion.Der Plot ist ja durchaus interessant, Kind erleidet Trauma oder um es eben wissenschaftlich zu formulieren, eine PTBS, also eine posttraumatische Belastungsstörung und kann sich an die schrecklichen Ereignisse seiner Kindheit nicht mehr erinnern und lebt das Leben eines zurückgezogenen Securitymannes ohne irgendwelche gesellschaftlichen Kontakte bis auf seinen täglichen inneren Monolog mit seinem Helden der Jugend, Luke Skywalker aus Starwars. Ja, bis er dann eines Tages eine toughe Journalistin kennenlernt und sich verliebt und langsam auch anfängt, seine alltägliche Paranoia zu überwinden, wobei es schon eigentlich ziemlich unglaubwürdig ist, wie die beiden zusammenkommen, aber so sei es, Papier ist geduldig.
Bis dann diese Frau entführt wird und er sich seiner Vergangenheit stellen muss und soll, weil es eben der Entführer eigentlich auf ihn abgesehen hat, weil sie beide ein dunkles Geheimnis umgibt. Es folgen dann gut 400 Seiten teilweise sehr unglaubwürdiger Schilderungen von Verfolgungsjagden, Verrat durch den eigenen Bruder, Verrat durch den Chef seiner Securityfirma und so weiter. Der Autor schreckt auch nicht vor Schilderung roher Gewalt zurück, die Polizei ist einfach nur dumm und ignorant und der Held und seine Freundin bestehen dann alle Abenteuer einschliesslich auch eines Ausfluges in die Schweiz, wo die Kantonspolizei eigentlich noch dämlicher dargestellt wird als die deutsche Polizei. Am Schluss kommt es dann zu einem grossen Shoot-down in der Villa eines Filmmoguls (Herr Kirch lässt grüssen)und die Szenerie dabei ist grotesk schwülstig. Anbei enthält der Roman noch einige nette Anmerkungen zu Abläufen beim privaten Fernsehen, eben wie Lieschen Müller sich das so vorstellt. Nichts als eine Anreihung von Klischees. Achtung, sparen Sie sich Ihr Geld für wirklich gute Bücher. Ich hoffe, dass der Autor es zukünftig bei der Leitung seiner Fernsehproduktionsgesellschaft belässt und uns mit weiteren literarischen Ergüssen verschont. Schuster bleib bei Deinen Leisten.
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am 23. November 2013
Zum Inhalt möchte ich mich nicht weiter äußern, der ist hier schon zur Genüge geschildert worden. Ich war bei der Lektüre etwas hin und her gerissen, wie das so bei "Spiegel Bestsellern" ist und habe mich ab und an gefragt, warum das eigentlich ein Bestseller ist. Die Sprache ist sehr blumig und reich an ausschmückenden Adjektiven, die Charaktere haben eigentlich gar keinen richtigen Charakter, aber ich habe mich nach den ersten verwirrenden Seiten doch entschlossen, das Buch zu Ende zu lesen. Es ist kurzweilig und für meine minimalen Ansprüche an eine leichte Lektüre während der Bahnfahrt ins Büro angemessen. Dennoch, es hat mich nicht vom Sitz gerissen. Erwarten Sie also nicht zu viel und nicht mehr als leichte, schnell durchschaubare Kost.
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am 30. November 2012
Inhalt

Im Prolog, der 1979 spielt, begibt sich ein Junge in den verbotenen Bereich im Keller seines Wohnhauses. Er wurde nachts durch einen lauten Streit seiner Eltern geweckt und begibt sich in seinem Lieblingsschlafanzug mit Luke Skywalker auf der Brust ins „Labor“. Ein Raum im Keller, in den nur sein Vater Zutritt hat. Was der kleine Gabriel da sieht, prägt ihn für sein ganzes Leben. Sein Vater hat in seinem Labor eine für den damaligen Stand sehr fortgeschrittene Video/Fernseh-Ausstattung. Die Bilder, die Gabriel in einem Video sieht, sind für die Seele des kleinen Jungen sehr verstörend. Noch schrecklicher ist die Szene, die er kurz danach in seinem Elternhaus erleben muss, so dass er eine Amnesie erleidet und anstelle der Erinnerungen die Stimme von Luke Skywalker tritt, die ihn von da an fortwährend begleitet. In der alles verändernden Nacht verliert er seine Eltern und kann nur knapp mit seinem kleinen Bruder David aus seinem brennenden Elternhaus fliegen. Gabriel führt kein einfaches Leben. Er ist schwer traumatisiert und muss jahrelang in der Psychiatrie behandelt werden. Erst mit 40 Jahren führt er ein relativ normales Leben. Er arbeitet in einer Security-Firma in der Objektbewachung und wohnt zusammen mit seiner Freundin Liz, einer erfolgreichen Filmjournalistin. Zu seinem Bruder David, der bei einem Fernsehsender arbeitet und ein Kollege von Liz ist, ist der Kontakt abgebrochen.

Während eines Einsatzes nachts erreicht ihn ein verzweifelter Anruf seiner Freundin, die gerade in einem Park überfallen wurde. Sie scheint schwer verletzt zu sein. Gabriel ruft Notrufzentrale an und rast so schnell er kann zum Ort des Geschehens. Dort ist bereits die Polizei mit einer Leiche, aber es handelt sich um einen unbekannten Mann. Liz ist verschwunden. Aufgrund seiner schwierigen Vergangenheit wird Gabriel verdächtigt, den Mann umgebracht zu haben. Gabriel nimmt Kontakt zu seinem Bruder David auf, der die Krankenhäuser nach Liz absucht. Keine Spur. Liz wurde entführt. Damit beginnt eine rasante Jagd, bei der klar wird, dass Gabriel seiner Freundin nur helfen kann, wenn er sich an die Schreckensnacht vor 29 Jahren erinnert.

Meine Meinung

„Schnitt“ war für mich der Herbstschocker dieses Jahres. Ich habe diesen beklemmenden und spannenden Thriller innert weniger Tage gelesen. Er ist in einer sehr eingängigen, angenehm zu lesenden Sprache verfasst. Marc Raabe erzählt seinen Thriller in der Gegenwart, was einen als Leser direkt am Geschehen teilnehmen lässt. Die handelnden Personen, die in einer überschaubaren Zahl vorkommen, sind anschaulich beschrieben. Die Hauptfiguren sind glaubhaft charakterisiert. Mit Gabriel, der von der inneren Stimme von Luke Skywalker getrieben wird, ist ihm eine ganz tolle Figur gelungen.
Die einzelnen, anfangs noch verworrenen Handlungsstränge sind sorgfältig angelegt und werden im Laufe der Geschichte entwirrt und aufgelöst. Es gibt kaum Nebenschauplätze, die am Ende nicht eine Rolle spielen würden und ich denke, dass man das Buch nach ein paar Jahren auch gut ein zweites Mal lesen kann, weil es nicht nur von der Frage des Täters getrieben wird, sondern viele Details, die man vielleicht überliest, am Ende doch eine Bedeutung haben.

Mein Fazit

Marc Raabe ist ein Autor, von dem wir bestimmt noch mehr zu lesen bekommen. Vielleicht ist es noch zu früh von einem neuen Stern am deutschten Thrillerfirmament zu sprechen. Aber zumindest eine Sternschnuppe ist da aufgegangen und ich hoffe, dass sie nicht zu schnell verglühen wird. Ich hätte gerne mehr davon.

Von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung für Thrillerfans mit einer Vorliebe für psychologische Feinheiten.
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TOP 1000 REZENSENTam 19. November 2012
1979 muss der junge Gabriel ein traumatisches Ereignis miterleben. Heute, 30 Jahre später, kann er sich selbst nicht an diese Nacht erinnern, nach der seine Eltern tot waren und die dazu geführt haben, dass er einige Zeit später in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen wurde. Inzwischen arbeitet er in einer Sicherheitsfirma. Eines Abends wird er zu einem Alarm in einer verlassenen Villa gerufen, während gleichzeitig seine Freundin überfallen und verschleppt wird. Der Entführer verlangt von Gabriel, sich zu erinnern – es scheint die einzige Möglichkeit zu sein, um seine Freundin zu retten…

Die Geschichte wird dem Genre des Psychothrillers voll gerecht. Es beginnt mit der Beschreibung des 13. Oktobers, lässt den Leser jedoch im Dunkeln darüber, was in jener Nacht tatsächlich geschah. Anschließend folgt der Sprung in die Gegenwart, in welcher sich die Ereignisse bald überschlagen. Durch recht kurze Kapitel wird die Geschichte der Entführung und Gabriels verzweifelte Versuche, seine Freundin zu finden, mit hoher Dynamik erzählt. Da am vermeintlichen Entführungsort ein ganz anderes Verbrechen vorgefunden wird, bei dem Gabriel durch unglückliche Umstände zum Hauptverdächtigen wird, wird er gleichzeitig zum Jäger und Gejagten und muss sich fragen, wem er noch vertrauen kann.

Als Nebenhandlung begleitet die Annäherung zwischen Gabriel und seinem Bruder David, den dieser das letzte Mal in der Psychiatrie gesehen hat, den Leser. Als einzige Anlaufstelle, die Gabriel bleibt, gewinnt David über den Roman immer stärker an Bedeutung und bringt mit seinen Erfahrungen der Nacht des 13. Oktober eine weitere Perspektive ein. Und auch die Erlebnisse von Liz, Gabriels Freundin, werden während Gabriels Suche nach ihr geschildert. Diese ist nicht bereit, sich mit ihrer Rolle als Opfer abzufinden und sorgt für zahlreiche spannende und nervenaufreibende Szenen.

Insgesamt ist „Schnitt“ ein starker Psychothriller, der zwischenzeitlich jedoch mehr auf Action und weniger auf untergründige Spannung setzt. Starke Charaktere, die Suche nach einer verlorenen Erinnerung und die zentrale Frage, wem man vertrauen kann, haben mich unterhalten können. Fans von Psychothrillern kann ich dieses Buch daher weiterempfehlen!
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am 16. Juli 2012
Im Oktober 1979 macht der 11jährige Gabriel im Keller seines Elternhauses eine dramatische Entdeckung. Seine Eltern sterben und das Haus brennt ab.

Schnitt

29 Jahre später arbeitet Gabriel bei einer Sicherheitsfirma. Privat hat er sein Glück mit seiner schwangeren Freundin Liz gefunden. Eines Abends wird er zu einer Villa gerufen, bei der der Alarm losgegangen ist. In den Akten der Sicherheitsfirma ist sie nicht vermerkt. Sein Kollege findet jedoch bei seinen Nachforschungen heraus, dass sie nur kurz bewohnt war und seit fast 30 Jahren leer steht. Gabriel macht sich auf den Weg, um zu überprüfen, wer den Alarm ausgelöst hat. Noch am selben Abend erhält er von seiner Freundin Liz, die verwundet in dem Park nahe ihrer Wohnung liegt und ihn um Hilfe bittet, einen Anruf. Doch leider kommt er zu spät und Liz gerät in der Gewalt eines Psychopathen.

Schnitt

Gleich zu Beginn des Buches fragt man sich, was in der Nacht vor 29 Jahren geschehen sein mag und daraus bezieht das Buch auch durchgehend seine Spannung. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Einerseits aus der Sicht von Gabriel, der auf der verzweifelten Suche nach Liz ist und auf der Flucht von der Polizei. Andererseits aus der Sicht von Liz, die sich in Gefangenschaft des Psychopathen befindet. Stück für Stück kommt man der Auflösung näher, wobei der Autor einen lange zappeln lässt.

Die Protagonisten waren alle nicht gerade Sympathieträger. Gabriel, der so wie in seiner Kindheit immer noch mit Luke Skywalker spricht, ist sehr deutlich durch die Ereignisse in besagter Nacht traumatisiert und muss nach wie vor mit den Flashbacks von damals leben. Man merkt, dass er psychische Schäden davon getragen hat, die wohl nie so ganz geheilt werden können. Sein Bruder, der ihn zunächst deutlich ablehnt, kommt ihm zum Schluss zwar näher, aber bleibt trotz allem distanziert. Noch am besten hat mir Liz gefallen, die eine starke und selbstbewusste Frau verkörpert, die bereit ist für sich, ihre Liebe und ihr Kind zu kämpfen.

Das Finale hat für mich genau die richtige Länge und besonders gut hat mir gefallen, dass alle offenen Fragen geklärt wurden.

Marc Raabe hat mit seinem Debüt einen spannenden, flüssigen und unterhaltsamen Psychothriller geschrieben, den ich jederzeit weiter empfehlen würde.
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