Als Kriminalkommissar Merkel seine Frau beim Seitensprung überrascht, erschießt er deren Liebhaber. Dafür muss er für 18 Jahre ins Gefängnis. Seine Frau heiratet einen reichen Anwalt und erzieht die gemeinsame Tochter Irene in dem Glauben, dass ihr leiblicher Vater gestorben sei. Doch in ihr wird er immer ihr Held bleiben, den sie vermisst. Jahre später erzählt ihr Stiefvater ihr von ihrem Vater und über Freunde von Merkel schreibt sie ihm viele Briefe. Um das Kind nicht zu verletzen und in dem Bewusstsein, dass Merkel ihr nicht antworten würde, antwortet die Frau von Merkels gutem Freund.
Als Merkel entlassen wird, nimmt er einen Job als Nachtwächter an und hat mit seinem Leben eigentlich schon abgeschlossen. Doch immer wieder wird er von Irene aufgesucht. Innerlich weigert er sich, Vatergefühle zuzulassen, doch über die Monate entsteht ein immer besseres Verhältnis zu ihr, die so gar nicht seiner Exfrau ähnelt. Doch seine Gefühle kann er nach wie vor nicht zeigen. Endlich nimmt er sich vor, bei einem seiner wöchentlichen Besuche ihr all das zu sagen, doch dann findet er sie tot auf. Brutal erstochen. Merkel versucht auf eigene Faust herauszubekommen, wer der Täter war. Doch das Ende ist wieder mal überraschend anders.
Ein spannendes und wie ich fand sehr tiefgründiges Buch diesmal von Petra Hammesfahr. Es machte die Gefühle von Merkel deutlich, die Angst, wieder jemanden in sein Leben zu lassen. Spannend geschrieben und doch auf eine ruhige besinnliche Art, so dass man mit dem Ende gut leben kann, auch, wenn es kein Happy End sein kann.