... kommt der Schnellkurs "Kunst der Gegenwart" daher. Ohne umständliche Verwendung von umstrittenen Kunstbegriffen und mit klarer, einfacher Sprache gelingt es Stephan Trescher das "Unfassbare" der zeitgenössischen Kunst auf seine Art fassbar zu machen. Das Vorwort sollte man auf jeden Fall lesen, bevor man sich an das Buch macht, da dort wichtige Parameter und Einschränkungen erläutert werden. So nimmt Trescher dort gleich zu Anfang Kritiken wie "wie kann man das nur auslassen!" den Wind aus den Segeln. Der Laie und Amateur, der sich ohne Vorkenntnisse in der Kunst bzw. Kunstgeschichte an die Lektüre wagt, wird eventuell etwas Schwierigkeiten haben sich einzufinden. Die Mühe lohnt sich allerdings! Selten findet man ein Buch zur zeitgenössischen Kunst, das NICHT in hochtrabenden philosophisch abgehobenen und abstrakten Ebenen vom Leser wegdriftet, sondern sich traut unvoreingenommen auf Tuchfühlung zu gehen.(Auch wenn es Einen, als klassischen Kunsthistoriker, doch öfter in den Fingern juckt, etwas hinzufügen zu wollen und tiefer zu gehen.) Absolut gelungen - und dann auch noch im Pockeformat!