Aus der Amazon.de-Redaktion
Burkhard Röwekamps Crashkurs huldigt weder Glamour noch Stars, sondern beleuchtet kompakt und unterhaltsam die Strukturen einer Megaindustrie und ihrer legendären Mogule. Er liefert einen ökonomischen und filmhistorischen Abriss und behandelt schließlich die Entwicklungen in Stil und Technik. Der Leser wird durch Hollywoods goldene Jahre 19301960 geleitet, erlebt das Aufkommen des Filmkillers Fernsehens und schließlich die filmische Renaissance in den 70er-Jahren, eingeleitet durch die jungen Wilden und ihre Blockbuster-Kultur.
Unübersehbares Lieblingskind Röwekamps ist der Film noir. Im gleichnamigen Kapitel widmet er sich den expressiven Schattenspielen, die plötzlich mehr verbargen als preisgaben und das bisherige, üppig-langweilige Ausleuchtungsprinzip ablösten. Beispielhaft hierfür, Die Nacht des Jägers, ein düsteres Meisterwerk und einzige Regiearbeit des großen englischen Mimen Charles Laughton, sowie Orson Welles' Klassiker Im Zeichen des Bösen, ein dämonisches Schlüsselwerk der Schwarzen Serie. Ironischerweise fand dieser künstlerische Umbruch in Hollywoods düsterster Periode statt, den 50er-Jahren und ihrer Kommunistenhatz unter McCarthy.
Übersichtliche, zum schnellen Auffinden farbig abgesetzte Kapitel dienen als Wegweiser; der Seitenrand ist klassischen Filmpostern, Szenenfotos und edlen historischen Company-Logos vorbehalten. Ein Extrakästchen enthält die komplette Riege oscargekrönter Filme seit 1929. Röwekamps Buch erhebt aufgrund seiner Kürze natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, alle erwähnten Filme und Personen markieren lediglich einen repräsentativen Querschnitt durch Hollywoods Filmschaffen. Jede Menge Lust und Anregung auf weiterführende Lektüre macht dieser Schnellkurs aber allemal! --Ravi Unger
Kurzbeschreibung
Von einem großen Publikum geliebt, von Kritikern beargwöhnt das Kino, wie wir es heute kennen, verdankt seine Popularität in erster Linie den Produzenten, Stars, Regisseuren und Drehbüchern aus Hollywood. Wie kam es dazu und was ist typisch für das Filmemachen à la Hollywood? Die Geschichte der Traumfabrik beginnt um 1930. Damals entstand all das, was Hollywood bis heute prägt: das Studiosystem, die Industrialisierung der Filmproduktion, stetige technische Weiterentwicklung und natürlich nicht zuletzt der Starkult. Jahrzehntelang führte der Weg steil nach oben ein Erfolg, der erst in den sechziger Jahren in Frage gestellt wurde, nicht zuletzt durch das Konkurrenzmedium Fernsehen. Doch Hollywood wäre nicht Hollywood, wenn es nicht auch diese Krise überstanden hätte. Und auch heute, da die Entwicklung der digitalen Technik Einzug hält in die Welt des Films, spielt Hollywood eine Vorreiterrolle. So erzählt der Schnellkurs Hollywood eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht: spannend geschrieben und mit vielen Abbildungen der großen Stars und Szenen aus berühmten Filmen.