Genau das ist es, das Buch. Schrecklich und witzig.
Der Ich-Erzähler, ein ehemaliger Mafia-Killer, arbeitet "geschützt" durch das Zeugenschutzprogramm als Arzt in einem New Yorker Krankenhaus. Er glaubt sich sicher und irrt sich selbstverständlich dabei.
Nun lässt Bazell jedes zweite Kapitel seinen Helden den Alltag im Krankenhaus schildern, SEINEN total verrückten Alltag. Mit zynischem Humor, Sarkasmus, großem Wissen und oft genug mit herrlich mit Sternchen versehenen Erläuterungen am Ende der Seite, beschreibt er uns seine "Gegenwart" die sich immer mehr in eine tödliche Falle verwandelt.
In der anderen Handlungsebene, nicht weniger spannend, zynisch, sarkastisch, mit nicht weniger großem Wissen erzählt, beschreibt Bazells Held uns seine Lebensgeschichte, seinen Weg vom Kind zum Killer, vom Killer zum Arzt, vom Arzt zum... nein, mehr wird hier nicht verraten.
Für diese neue Form des Kriminalromans, für die Spannung, für den intelligenten Plot, für den Spaß und das Grausen beim Lesen, (ja, beides ist möglich, auch gleichzeitig), gebe ich gerne fünf Punkte.