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Schneetage
 
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Schneetage [Gebundene Ausgabe]

Jan Christophersen
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
  • Verlag: Mare Verlag; Auflage: 2. (17. Februar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866481063
  • ISBN-13: 978-3866481060
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,6 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 99.491 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Jan Christophersen
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Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Siegfried Lenz reloaded: Der 35-jährige Jan Christophersen legt einen durch und durch norddeutschen Debütroman vor und setzt dem legendären Schneewinter von 1978/79 ein literarisches Denkmal. Inmitten des übelsten Schneetreibens bricht Paul Tamm, der Wirt des Grenzkrugs, zusammen und muss ins Krankenhaus gebracht werden. Pauls Ziehsohn Jannis erinnert sich an die zurückliegenden Jahrzehnte, die er in dem deutsch-dänischen Grenzdorf verbracht hat: wie er selbst als Flüchtlingskind von der Familie aufgenommen wurde, wie Paul nach Ende des Krieges aus dem Gefangenenlager zu seiner Familie zurückkehrte und wie die beiden in den folgenden Jahren im Watt auf archäologische Spurensuche gingen. Während Paul die Suche nach Fundstücken aus dem 1362 im Meer versunkenen Inselort Rungholt im Laufe der Zeit immer verbissener betreibt und sich dadurch von seiner Familie entfernt, verknüpft sich für Ich-Erzähler Jannis die Suche mit den Fragen nach seiner eigenen Herkunft. So gelingen Christophersen nicht nur ein vielschichtiger, spannender Plot und ein überzeugendes Porträt schrulliger Norddeutscher in den Nachkriegsjahren. Dank seines knappen Stils, der die graue Küstenregion und die Wortkargheit ihrer Bewohner spiegelt, legt er mit "Schneetage" vor allem einem eine Coming-of-Age-Geschichte mit ganz eigenem Sound vor. (cs)

Pressestimmen

»Dieser Debütroman braucht den Vergleich mit großen Vorbildern nicht zu scheuen. Jan Christophersen ist ein großer Norddeutschlandroman gelungen: ruhig, authentisch - und sehr stimmungsvoll.« (NDR Kulturjournal)

»Das Dorf Vidtoft an der deutsch-dänischen Grenze im Winter 1978 ist Ort eines Familiendramas und Ausgangspunkt eines Abenteuerromans. Jan Christophersen ist ein außerordentlich packendes Debüt geglückt.« (Hessischer Rundfunk)

»Jan Christophersen erzählt eine packende Familiengeschichte, in einer Sprache, die eine wunderbar ruhige Kraft entfaltet. Immer wieder fühlte ich mich an Siegfried Lenz erinnert.« (Kristof Magnusson)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gelungenes Romandebüt 24. Februar 2009
Format:Gebundene Ausgabe
In diversen Kritiken wird Jan Christophersen mit Siegfried Lenz und Theodor Storm verglichen. Das mag recht pompös und übertrieben klingen - dieser Vergleich drängt sich aber tatsächlich unweigerlich beim Lesen von "Schneetage" auf.

Im Mittelpunkt des Romans steht Paul Tamm, der gemeinsam mit seiner Familie eine Gaststätte in einem kleinen Kaff direkt an der dänischen Grenze betreibt. Dessen große Leidenschaft ist die Suche nach Überresten aus der sagenumwobenen Stadt Rungholt, die 1362 bei einer großen Sturmflut vor der nordfriesischen Küste im Meer versank. Bei dieser Suche ist stets sein Ziehsohn Jannis, der auch der Ich-Erzähler des Romans ist, mit von der Partie.

Der Roman ist geschickt eingeteilt in eine Rahmenhandlung, die rund um den Jahreswechsel 1978/79 während in ganz Norddeutschland eine Schneekatastrophe wütet, spielt und eine dreiteilige Rückblende, die ungefähr den Zeitraum von 1948 bis 1956 erfasst.

Die Rückblende beginnt mit der Rückkehr von Paul Tamm nach dem Krieg aus britischer Kriegsgefangenschaft. Gemeinsam mit seiner Frau baut er den Gasthof seiner Schwiegereltern wieder auf. Sie sind zwar immer knapp bei Kasse und leben von der Hand in den Mund, aber Paul hat die Vision einer gut gehenden Pension, die für Touristen aus ganz Deutschland attraktiv sein soll. Nach und nach verliert er aber das Interesse an dem Gasthof und widmet sich verstärkt seinen Untersuchungen hinsichtlich der Überreste der versunkenen Stadt Rungholt, die er versucht, im Wattenmeer zu finden. Gleichzeitig entfremdet er sich immer mehr von seiner Familie - seine Frau ist bei der Bewirtschaftung des Gasthofs weitestgehend auf sich allein gestellt, und auch seine beiden Kinder Nils und Nane können nicht wirklich nachvollziehen, was ihren Vater so treibt, dass er das wenige Geld, das sie haben, in teure Ausrüstungsgegenstände für seine Expeditionen und Untersuchungen steckt.

Allein sein Ziehsohn Jannis, dessen Mutter im Krieg verstarb und der als Kleinkind von Paul in dessen Familie aufgenommen wurde, ist sein Verbündeter, dem er sich mitteilt und der verstehen kann, was Rungholt für Paul bedeutet.

Die Rahmenhandlung beschreibt das Ende von Pauls Forschungen über Rungholt und auch eine wichtige Entscheidung, die Jannis bezüglich der Klärung seiner eigenen Herkunft trifft.

An "Schneetage" begeistert mich vor allem die Erzählweise: Christophersen gelingt es auf sehr eindrucksvolle Art und Weise, Situationen darzustellen und Stimmungen zu schildern. Vor allem die Beschreibungen des Wattenmeers mit seinen Gezeiten, der Halligen, der Natur und nicht zuletzt der wortkargen Menschen und den Konflikten zwischen Deutschen und Dänen sind ungemein plastisch und real. Beim Lesen konnte ich förmlich das Kreischen der Möwen hören, die feuchte Meeresluft riechen und den schlickigen Wattboden unter meinen nackten Füßen fühlen.

Darüber hinaus vermag es der Autor aber auch, eine durchaus spannende Geschichte zu erzählen. Durch den steten Wechsel zwischen Rückblenden und Rahmenhandlung wird gekonnt ein Spannungsbogen erzeugt, durch den beim Leser die Neugier geweckt wird zu erfahren, wohin die Forschungen und Entdeckungen von Paul noch führen werden und auch die Klärung von Jannis' Schicksal bzw. dessen Herkunft rückt immer mehr in den Vordergrund.

Leider kann das Ende des Romans nicht mit dem hohen Niveau der übrigen Geschichte mithalten. Hier hätte ich irgendwie mehr erwartet - eine klare Auflösung bleibt aber aus, irgendwie versandet alles ein wenig und vieles bleibt offen.

Aber dennoch: Lieber Jan Christophersen, bitte schreiben Sie bald einen neuen Roman, ich möchte gerne noch mehr von Ihnen lesen!

Schneetage
War diese Rezension für Sie hilfreich?
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von LucyWeston TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Das sind, vordergründig betrachtet, die Zutaten für diesen Roman.

Wie niemandem, der in Schleswig-Holstein lebt entgangen sein kann, jährte sich diesen Winter der sogenannte "Schneewinter" zum 30. mal. Und auch Jan Christophersen bedient sich der Schneekatastrophe als Aufhänger für seine Geschichte.
Er erzählt von der Familie Tamm und ihrem "Grenzkrug" im fiktivem Örtchen Vidtoft, unmittelbar an Nordsee und dänischer Grenze gelegen. Die späten 70er Jahre bilden das "jetzt" dieser Geschichte; Ziehsohn Jannis erzählt uns -sehr subjektiv- die Geschichte der Familie von Nachkriegstagen an, beginnend mit der Rückkehr Paul Tamms aus der Gefangenschaft.

Ich will jetzt gar nicht großartig auf die Handlung eingehen, nur soviel: sie ist spannend genug erzählt, und in den eingekapselten Rückblenden offenbart sich auch die sprachliche Brillanz, die im Klappentext so vehement angepriesen wird.

Dieses Buch stellt viele Fragen - einige werden beantwortet, andere eher nicht. Warum interessiert sich Paul Tamm so brennend für Rungholt, wo er doch anscheinend nicht mal aus der Gegend kommt? Und: woher kommt er überhaupt, und warum hat er alle Verbindungen zur Vergangenheit gekappt?
Warum verehrt Dauergast und Kunstmaler Bonatz Emil Nolde so göttergleich und wagt doch zeitlebens keine Annäherung?

Ungefähr in der Mitte des Buches mußte ich dringend mal ins Autorenportrait schauen: der Mann ist tatsächlich 2 Jahre jünger als ich und schreibt doch über Ereigneisse vor unserer Geburt, als ob er dabei gewesen wäre.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Elke
Format:Gebundene Ausgabe
Mir hat dieses Buch ausgesprochen gut gefallen. Jan Christophersen könnte einer der großen Erzähler dieses Jahrhunderts werden. Man wird zwar noch die Folgeromane, die hoffentlich nicht allzu lang auf sich warten lassen werden, abwarten müssen, aber schon dieses erste Buch beweist großes schriftstellerisches Können.
Besonders fasziniert hat mich, dass der Autor keiner großen Handlung bedarf, um das Buch fesselnd zu machen, sondern diese Anziehungskraft allein schon durch seine wunderbare Art zu erzählen entsteht. Der Autor wurde viel mit Storm und Lenz verglichen, weshalb ich erwartet hatte, dass Beschreibungen der nordischen, rauhen Landschaft auch in diesem Buch zu finden sein werden. Dies ist weniger der Fall, was mich allerdings nicht enttäuschte. Christophersen zeichnet seine Charaktere und die Lebensart der Gegend im deutsch-dänischen Grenzgebiet, indem er hauptsächlich die Handlungen der Personen bis ins kleinste und scheinbar nebensächlichste Detail beschreibt. Sehr schön. Ich hätte nicht gedacht, dass man auch so tiefgründige Charaktere erschaffen kann.
Einen Punkt muss ich leider abziehen, weil eine der Hauptfragen, die mir bei der Lektüre gekommen sind, nicht beantwortet wurde, was ich sehr schade finde. So weiß ich noch immer nicht, was die motivation von Paul Tamm zu alldem war.
Dies ist allerdings ein stilles Buch. Eine Genusslektüre, besonders mit einer Tasse Kaffee und Lebkuchen und einem ordentlichen nordischen Shitwetter vor der Tür. Empfohlen auch als Weihnachtsgeschenk.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
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Vor 7 Monaten von Turmbläser veröffentlicht
Langweilig
Wer Nordfriesland mit seinem Wattenmeer und den wortkargen Menschen mag, wird auch 'Schneetage' mögen. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Andreas Schröter veröffentlicht
Enttäuschend
Ich kann mich den positiven Bewertungen nicht anschliessen.
Mir blieben viele Dinge unklar, so zum Beispiel die Obsession mit Rungholt. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Baudouin veröffentlicht
Tiefgründig und nachdenklich
Ich kann mich noch sehr gut an den Winter 1978/79 erinnern, den ich in Norddeutschland erlebt habe. Was jetzt gerade als 'Schneechaos' bezeichnet wird, ist gar nichts im Vergleich... Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Gospelsinger veröffentlicht
Unbedingt Lesen!
Einstilles Buch in dem eigentlich nicht wirklich viel passiert - und dennoch spannend bis auf die letzte Minute. Schade, dass es nur 5 Punkte gibt... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Leseratte veröffentlicht
Norddeutsche Geschichte leise und sehr schön erzählt
Da ich selbst ein Nordlicht bin und mich noch an das "Schul-schneefrei" in 1978/1979 erinnern kann, war ich ganz gespannt auf dieses Buch. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. April 2010 von sunshine
Ein stilles, großes Buch
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Veröffentlicht am 21. September 2009 von AncientRomeFreak
Hat mir sehr gut gefallen
Gut geschrieben - und v.a. auch gut be-schrieben. Ich habe ein paar Urlaube an der Nordsee verbracht, davon einen ganz in der Gegend, in der der Roman spielt (Nordstrand,... Lesen Sie weiter...
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Veröffentlicht am 27. August 2009 von dreizwoeinsheinz
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