Die junge Heldin des Romans macht sich gemeinsam mit dem kleinen Bruder in einem geliehenen, klapprigen Auto von London aus auf den Weg, um den großen Bruder in Schottland aufzuspüren. Wie schon der Titel verheißt, geraten sie kurz vor dem Ziel in einen Schneesturm und müssen Zuflucht in dem Haus des Titelhelden suchen, der sie verwundert aber herzlich aufnimmt. Ob der Bruder nun gefunden wird und nach Hause zurückkehrt, oder nicht ist für die Geschichte relativ nebensächlich...bei Rosamunde Pilcher geht es im Grunde immer gut aus. Der vorliegende Roman allerdings bleibt hinter ihren anderen Werken in Spannung und Komplexität der Charaktere zurück. Weder große Hindernisse, noch geheimnisvolle Familienfehden stehen der jungen Liebe im Weg und so blieb zumindest bei mir ein Gefühl der Enttäuschung zurück. Rosamunde Pilcher kann deutlich bessere Geschichten spinnen als diese; deswegen wirkt der Roman so, als sollte er noch schnell auf der Pilcher-Welle zu guten Einnahmen führen. Dafür läßt sich der dünne Band gut an einem verregneten Herbst-Nachmittag in einem Zug durchlesen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)