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Produktinformation
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Gekümmert hat sich Bremer schon damals, im Winter, als der Fall begann. Damals war Klein-Roda ganz unter einer beschaulichen Schneedecke versunken gewesen, und auf den Straßen des Örtchens stritten sich die Leute mit ihren Schneeschaufeln über den rechten Umgang mit den Naturgewalten. Aber der Schnee verbirgt vor allem einen berühmten Kriegsreporter, der ermordet auf der Schotterstraße liegt. Ein neuer Fall für Bremer und Staatsanwältin Karen Stark, der gelöst zu sein scheint, bevor er überhaupt beginnt. Denn es gibt ein Geständnis, das allerdings in der Hauptverhandlung deutlich hörbar platzt. Wie so vieles diente auch diese Selbstbezichtigung offenbar dem Versuch, die Wahrheit möglichst lange zu verbergen.
Schneesterben ist der fünfte Roman Chaplets mit Stark und Bremer -- und es ist zugleich ihr bester. Für Nichts als die Wahrheit erhielt die Autorin den deutschen Krimi-Preis, für Die Fotografin den Radio-Bremen-Krimipreis. Für Schneesterben hat sie jede Auszeichnung verdient. --Stefan Kellerer -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
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Zum Inhalt des Buches: Kinderarzt Thomas Regler ist in die Kritik geraten, nachdem ein Kind bei einer Operation gestorben ist. Als dann auch noch seine Frau halb erfroren im Wald aufgefunden wird und gesteht, ihren Geliebten überfahren zu haben, kocht die Gerüchteküche in Klein-Roda, wo die Reglers ein Ferienhaus haben, fast über. Für Karen Stark, Staatsanwältin im Fall Regler, ist die Sache klar. Doch die Verteidigerin von Krista Regler ist mit ihrer verstockten Mandantin höchst unzufrieden und provoziert schließlich während der Gerichtsverhandlung ein aufsehenerregendes Geständnis, wodurch der Fall sich ganz neu darstellt. Dazu Einsichten in die manchmal archaisch anmutenden Funktionsweisen einer Dorfgemeinschaft, ein lange zurückliegender Mord an einem Kind und ein Tunnel, in dem nicht nur die Nazis ihr Unwesen trieben.
Schon seit "Caruso singt nicht mehr" bin ich ein Fan von Anne Chaplet, die meiner Meinung nach die derzeit besten deutschen Krimis schreibt. Das neue Buch wurde daher schon sehnsüchtig erwartet und zog mich von Anfang an in seinen Bann. Ein Grund dafür war sicherlich, dass diesmal wieder größere Teile der Handlung in Klein-Roda spielen, dem Dorf in der Rhön, dessen kauzige Bewohner in den letzten zwei Bänden ("Nichts als die Wahrheit" und "Die Fotografin") zumindest von mir schmerzlich vermisst wurden. Doch es ist nicht nur das. "Schneesterben" ist düsterer als die bisherigen Bände und zeichnet sich durch eine größere Intensität aus. Es ist eines dieser Bücher, bei denen man ab und zu eine Pause machen muss, um das Gelesene zu verdauen, und doch schon nach wenigen Minuten wieder nach dem Buch greift, da man unbedingt wissen muss, wie es weiter geht. Liebe, Trauer, Schuld, alles große Themen, die Anne Chaplet hier überzeugend und mit viel Fingerspitzengefühl handhabt.
"Schneesterben" ist Unterhaltung auf höchstem Niveau. Vielen Dank dafür, Frau Chaplet, und bitte schreiben Sie noch lange weiter !
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