"Schneegestöber" ist ein historischer Roman, in dem die beiden Freundinnen Kitty und Mary Ann im Mittelpunkt stehen. Die beiden Töchter aus adligem Hause fliehen mit ihrem Kutscher Al aus dem Mädcheninternat. Denn Kitty soll in Schottland ihr Temperament gezügelt werden und Mary soll im Internat versauern bis sie eine alte Jungfer ist.
In London angekommen wollen sie die Unterstützung von Kittys Vormund, dem Earl of St. James erlangen, dieser jedoch will sie nicht einmal empfangen. Daraufhin gehen sie zu seinem Stadthaus und stolpern in ein großes Abenteuer.
Der Earl, der eine Detektivin erwartet, die seine verschwundene Braut aufspüren soll, verwechselt Mary mit dieser. Mary spielt das Spiel mit und gibt sich als Detektivin aus und Kitty als ihre Gehilfin. Da der Earl sein Mündel noch nie zu Gesicht gekriegt hat, ahnt er nichts Böses.
Kitty jedoch ist dem Earl einst zufällig über den Weg gelaufen und seither verliebt in ihn, wusste sie ja nicht, dass dies ihr Onkel ist.
So begeben die drei sich inkognito auf die Suche nach der verschollenen Braut, mit dabei der Kutscher Al, der auch nicht der ist, der er vorgibt zu sein....
Dieser Plot hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte um die beiden Mädchen mit allen Verwechslungen und Täuschungen klang sehr viel versprechend. Jedoch hat das Buch auch einige Schwächen.
Zum einen ist es am Anfang so die ersten 100 Seiten eher langweilig. Bis sich die beiden Frauen auf den Weg machen kommt die Geschichte nur langsam in Fahrt. Die lustigen Situationen und Momente gitb es - die hätten aber noch viel unterhaltsamer formuliert werden können, man hätte einfach noch viel mehr aus diesem super Plot herausholen können.
Gefallen hat mir, dass man nicht nach drei Seiten wusste, wohin das Ganze führt, praktisch bis zum Schluss weiß man nicht, wer jetzt mit wem das perfekte Paar abgeben wird. Dass es ein Happy End gibt, ist allerdings sehr früh ersichtlich. Wirklich spannend ist dieser Roman nicht, auch die Auflösung der Geschichte, also den Grund warum die Braut des Earls abgehauen ist, fand ich doch etwas weit hergeholt.
Alles in allem ist das ein ganz netter Roman, der mich aber auch zeitweise etwas gelangweilt hat.