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Schneeblind - Ein Patientenroman : Roman
 
 

Schneeblind - Ein Patientenroman : Roman [Kindle Edition]

Andreas Keck
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Dem Autor geht es um Selbsterkenntnis, Resignation, Stillstand und Entwicklung. Diese großen Themen des Lebens bündelt er in der kurzweiligen Geschichte, die mit einem unerwarteten Ende überrascht." Music Supporter, Ausgabe 4/2008,

Magazin Leonart, Petra Schneider, Juni 2008

Doch trotz der Schwere des Themas, trotz der Schwermut und Apathie der Figuren, ist der Roman leicht und keineswegs trist: Viel zu interessant sind die anregenden Gedanken des Protagonisten,seine spitzzüngigen Reflexionen über das Wesen und die Grenzen des Normalen und die wunderbar zarte Liebesgeschichte,die sich zwischen ihm und der ebenfalls scheinbar völlig „gesunden“ Anna anbahnt. Die Welt, die der Leser kennen lernt, ist die Welt von Matthias, es ist seine Wirklichkeit und seine Wahrnehmung. Die personale Erzählhaltung des Ich-Erzählers lässt keine Distanz zu.

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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Ist es dunkel, so tut es gut, wenn es wieder heller wird, man kann seine Umwelt wieder wahrnehmen. Doch zu viel Licht erzeugt genau das Gegenteil: es macht blind. Die Krankheit, die Schädigung der Hornhaut durch zu viel Strahlung, wird als Schneeblindheit bezeichnet. Sie bekommt feine Risse, die Augen tränen, sind extrem lichtempfindlich und schmerzen.
Mit Licht verbindet der Mensch außerdem von jeher das Gute und Schöne. Es war schon immer ein Symbol von Transzendenz, Reinheit und Erkenntnis und so bezieht sich der Titel Schneeblind nicht nur auf den rein medizinischen Aspekt. Der Roman von Andreas Keck befasst sich in einer fesselnden Geschichte mit den Auswirkungen des "Lichts der Erkenntnis" und der Erleuchtung.

Matthias ist ein Schnösel, einer, der immer alles von seinen Eltern bekommen hat; er ist arrogant und engstirnig. Also nicht gerade ein durch und durch sympathischer Protagonist. Er hat gerade sein Studium abgebrochen und ist wieder zu seinen Eltern gezogen. Und eigentlich wäre das ja auch alles in Ordnung wenn er nur nicht immer wieder scheinbar grundlos weinend zusammenbrechen würde. Durch einen Trick lockt ihn sein Vater in die Psychiatrische Klinik, damit die Ursache gefunden und er geheilt wird.

Wir sehen den recht seltsamen Klinikalltag in der Geschlossenen durch Matthias analytische Augen. Er empfindet sich als stillen Beobachter, fast schon als Fremdkörper, aber nicht als Menschen, der Hilfe benötigt. Denn selbstverliebt wie er ist, weiß er, dass er eigentlich gar nicht hierher gehört. Der einzige, der unter all den kranken Psychos noch normal ist, ist er selbst. Und Anna, eine Mitpatientin, scheint auch normal zu sein. So bahnt sich langsam eine zarte Liebesgeschichte zwischen den beiden an. Sie überschreiten Grenzen, die der Klinikpforte und ihre eigenen, und so wächst in Matthias langsam eine Erkenntnis.
Sprachlich ausgefeilt nimmt uns Matthias mit in seine Gedankenwelt. Geradezu stolz präsentiert er uns seinen überaus wachen, hellen Verstand und gewinnt durch seinen feinen Humor und seine Phantasie schließlich auch den Leser für sich.

Andreas Kecks Debütroman Schneeblind hat Größe; was gewiss nicht an seinem recht unheldenhaften Protagonisten liegt, der hier 'das Licht der Welt' erblickt. Dem Münchner Autor geht es um Selbsterkenntnis, das Verleugnen der eigenen Existenz, um Entwicklung und Stagnation. Diese großen Themen verpackt Keck, der in Philosophie promoviert hat, in eine zarte, lebendige Geschichte, die mit einem großartigen Ende aufwarten kann.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Erfrischend unverbraucht! 31. März 2008
Format:Broschiert
Dieser Erstlingsroman von Andreas Keck fesselt von der ersten Seite an durch seine unverbrauchte Art und das Thema "Psychiatrie", das in unserer Gesellschaft immer noch tabuisiert wird und von Stigmatas gekennzeichnet ist.
Absolut empfehlenswert! Man darf gespannt sein, welchem Thema sich der Autor als nächstes widmet.
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Einfach gelungen!!! 24. Oktober 2011
Format:Kindle Edition
Der Roman "Schneeblind" von Andreas Keck ist wahrlich ein Patientenroman, wie es der Untertitel schon sagt.
Das scheinbar normale und bisher erfolgreich verwöhnte Leben des jungen Studenten Matthias bricht zusammen. Er findet sich als depressiver Patient in der Psychatrie wieder. Doch keine Angst, der Roman selbst ist ganz und gar nicht depressiv oder trist - ganz im Gegenteil! Andreas Keck hat seinen Ich-Erzähler mit viel Sinn für Zynismus und Galgenhumor ausgestattet - ganz zur Freude des Lesers.

Matthias hält sich selbst natürlich nicht für verrückt und daher ist es schwierig bei den ganzen "Irren" seinen Platz zu finden. Er beobachtet jedoch mit wachsendem Interesse seine Mitinsassen. Während sich Matthias dem Alltag der Psychatrie hingibt und sich immer mehr eingewöhnt, wichtige Erkenntnisse gewinnt - und sich sogar verliebt -, wird der Leser immer wieder mit Zusammenhängen und Konflikten konfrontiert, die er auf sein eigenes Dasein übertragen kann.
Daher möchte ich dieses Buch mit großer Überzeugung weiterempfehlen, da es etwas Großartiges vermag: Man denkt nach. Über das, was einen selbst beschäftigt. Über das "Ver-rückt-" und "Normal"-Sein. Über die Möglichkeiten mit Anforderungen und Erwartungen klarzukommen. Über die vielen Wege, die man im Leben gehen kann. Man beschäftigt sich mit der eigenen Entwicklung und den Fragen nach einem Konzept, nach dem Sinn.
Und wenn ein Roman dies anstößt, sollte er unbedingt von möglichst vielen Menschen gelesen werden!
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