Jetzt eintauschen
und EUR 0,15 Gutschein erhalten
Eintausch
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Schnee, der auf Zedern fällt: Roman [Taschenbuch]

David Guterson , Christa Krüger
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (51 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


‹  Zurück zur Artikelübersicht

Produktbeschreibungen

Amazon.de

David Guterson ist ein junger amerikanischer Autor, der gleich mit seinem ersten Roman einen Volltreffer gelandet hat. Schauplatz der Handlung ist eine kleine Insel im Puget Sound, an der Nordwestküste der USA. Ganz nebenbei bemerkt, auch David Guterson lebt dort mit seiner Familie.

Den Rahmen des Romans bildet eine Gerichtsverhandlung. Es ist das Jahr 1954 und der Lachsfischer Kabuo, japanischer Abstammung, ist des Mordes angeklagt. Er soll seinen früheren Freund Carl Heine umgebracht haben. Der Journalist Ishmael Chambers ist Beobachter und Berichterstatter des Prozeßverlaufs. Er kennt die beiden Hauptpersonen schon sein ganzes Leben.

Mit der heutigen Frau des Angeklagten verbindet ihn eine Jugendliebe, doch der Zweite Weltkrieg hat die ehemaligen Freunde auseinandergerissen. Die Japaner auf der Insel, die sich als Amerikaner fühlten und auf der Seite der Amerikaner in den Krieg ziehen wollten, wurden von diesen zurückgewiesen und in Internierungslager gebracht. Auch neun Jahre nach Kriegsende sind die damals geschlagenen Wunden noch nicht vernarbt.

David Guterson beschreibt das schwierige Verhältnis zwischen Amerikanern und Japanern mit sehr leisen Tönen, bedächtig, behutsam und informativ. Der Roman ist kein Reißer und verlangt das Zuhören, das genaue Hinhören. Das Erzähltempo gleicht den Schneeflocken, die langsam auf die Zedern außerhalb des Gerichtssaals herabgleiten. --Manuela Haselberger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

Im Jahr 1954 wird Kabuo Miyamoto, ein Fischer japanischer Herkunft, zu Hause auf der Insel San Piedro im Nordwesten der USA, wegen Mordes vor Gericht gestellt. Er soll seinen Jugendfreund Carl Heine umgebracht haben. Der Zweite Weltkrieg hatte die ehemaligen Freunde in erbitterte Feinde verwandelt. Ishmael Chambers, Redakteur der Insel-Zeitung, bemüht sich, die Hintergründe des Verbrechens zu erhellen. "Ein tiefer, poetischer erster Roman... voller wunderbarer Momente und so dicht wie ein Haiku - und zugleich ein unwiderstehlich spannendes Buch voller überraschender Wendungen." (Kirkus Review.) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Schnee, der auf Zedern fällt
OT Snow Falling on Cedars OA 1994 DE 1996Form Roman Epoche Moderne
Der atmosphärisch dichte Kriminal- und Sozialroman spielt an der Westküste Washingtons. David Gutersons sinnlich-komplexes Werk handelt von der Magie und vom Verlust der Jugend, von zerbrechender Liebe und Freundschaft sowie vom Hassen und Verzeihen.
Inhalt: Die Bewohner von San Piedro an der Nordwestküste der USA verfolgen gebannt den Prozess gegen den japanischstämmigen Fischer Kabuo, der des Mordes an seinem Kollegen Carl Heine angeklagt ist. Früher waren die Männer Freunde und besuchten gemeinsam die Schule – ebenso wie der Redakteur Ishmael Chambers, der über den Prozess berichtet. Das Mordmotiv sei Rache, behauptet die Anklage, Vergeltung für den Betrug um ein Stück Land, das Carl Heines Vater dem Vater Kabuos verkauft hatte.
In seiner Gefängniszelle erinnert sich Kabuo an seinen Kriegseinsatz, bei dem er in Italien einen jungen deutschen Soldaten erschossen hat. Chambers trifft im Gerichtsaal seine Jugendliebe Hatsue wieder, die inzwischen mit Kabuo verheiratet ist. Bei der Beschäftigung mit diesem Verlust und dem Mordfall erkennt Chambers den verborgenen Rassismus zwischen Amerikanern und Japanern, der das Zusammenleben nach wie vor prägt. Am Schluss kann er beweisen, dass es sich bei Heines Tod um einen Unfall handelte.
Wirkung: Mit zahlreichen Preisen geehrt und in viele Sprachen übersetzt, wurde Schnee, der auf Zedern fällt ein Welterfolg. Scott Hicks (* 1953) verfilmte die Vorlage 1999. D. M. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

David Guterson lebt mit seiner Frau und seinen Kindern auf Bainbridge Island im Puget Sound westlich von Seattle. Sein erster Roman "Schnee, der auf Zedern fällt" machte ihn weltberühmt.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Kabuo Miyamoto saß mit Würde auf der Anklagebank, sehr aufrecht und stolz, seine Handflächen ruhten leicht auf der Tischplatte; er wirkte fast unbeteiligt - soweit ein Mann unbeteiligt sein kann, dem der Prozeß gemacht wird. Manche Zuschauer sagten später, seine Reglosigkeit habe ausgesehen wie Verachtung für das ganze Verfahren; andere meinten, er habe nur seine Angst vor der drohenden Verurteilung überspielt. Jedenfalls verzog Kabuo keine Miene. Er trug ein weißes, bis zum Hals zugeknöpftes Hemd und graue Hosen mit Bügelfalten. Sein Körperbau, besonders in der Gegend von Hals und Schultern, verriet gebaute Kraft; seine Haltung ließ auf ein Höchstmaß an Körperbeherrschung schließen. Kabuo hatte ein glattes, eckiges Gesicht; die Haare trug er so kurz geschoren, daß Schädelform und Halsmuskulatur sich deutlich abzeichneten. Als die Anklage verlesen wurde, blickten seine dunklen Augen starr geradeaus, und er schien ganz ungerührt.

Die Zuschauertribüne war bis auf den letzten Platz besetzt, aber der Gerichtssaal hatte nichts von der Karnevalsstimmung, die sonst manchmal bei Mordprozessen auf dem Lande herrschte. Im Gegenteil: die fünfundachtzig Bürger, die hier zusammengekommen waren, wirkten seltsam bedrückt und nachdenklich. Die meisten hatten den Lachsfischer Carl Heine gekannt, der jetzt oben am Indian Knob Hill auf dem lutherischen Friedhof begraben lag und Frau und drei Kinder hinterließ. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

‹  Zurück zur Artikelübersicht