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Aber nicht nur finanzielle Gewinne bewegen Politiker und Strafverfolger dazu, ein Auge zuzudrücken, oft ist es auch die Staatsräson. Jürgen Roth beschreibt ausführlich den Fall des Drogenhändlers Monzer Al Kassar, der wegen seiner guten Beziehungen im Nahen Osten von deutschen und französischen Behörden mit Glacéhandschuhen angefasst wurde, obwohl er laut Bundeskriminalamt "einer der gefährlichsten Männer der Welt" ist. So sind laut Roth "die großen Drogendeals Teil der Außen- und Sicherheitspolitik westlicher wie östlicher Staaten" geworden.
Die von Roth als "Drogenstaat" bezeichnete Türkei steht exemplarisch für das Dilemma westlicher Politiker: Man weiß um die unlauteren Geschäfte bestimmter Kreise, braucht das Land aber als politischen und militärischen Verbündeten. Hier zeigen sich die Grenzen politischer Leistungsfähigkeit, aber auch die Grenzen von Roths Buch. Der Autor kann für diesen Konflikt keine Lösung anbieten, er kann nur Sachverhalte aufzeigen.
Provozierende Erkenntnisse über Staaten rund um den Globus präsentiert Jürgen Roth hier. Was er Land für Land ausführlich darstellt, ähnelt sich letztlich jedoch sehr. Mögen zwar der Grad und die Beweggründe für die Kooperation mit Verbrechern unterschiedlich sein, so ist das Endergebnis immer dasselbe: die erschreckende Verquickung von Politik, Geschäft und Verbrechen. Und die Beweisführung seiner Aussagen bleibt -- typisch Enthüllungsjournalismus -- schwammig, denn allzu viel von seinen Quellen offenbart Roth nicht. --Joachim Hohwieler -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Explosiver Tatsachenkrimi,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Schmutzige Hände. Wie die westlichen Staaten mit der Drogenmafia kooperieren (Gebundene Ausgabe)
Die demokratischen Staaten bekämpfen lautstark und mit immer neuen Gesetzen des sogenannte Organisierte Verbrechen, warnen vor der Mafia. Bürgerrechte werden systematisch eingeschränkt. In seinem neuen Buch enthüllt Jürgen Roth, der seit langem über die Mafia berichtet, als einer der wenigen Experten gilt, das diese Warnungen leeres Geschwätz der Politiker ist. Im Gegenteil. Demokratische Regierungen arbeiten heimlich mit hochkarätigen Mafiagrössen, die Roth mit Namen benennt, zusammen, kooperieren mit ihnen. Er weiss wovon er redet, denn er hat mit führenden Mafiabossen geredet und die erklären munter das sie im Auftrage von westlichen und östlichen Nachrichtendiensten agieren. Einer ist der weltweit berüchtigte Monzer Al Kassar, bei dem sich Roth mehrere Tage aufgehalten hate. Und was der vielbeschworene Krieg gegen die Drogen angeht? Jürgen Roth beweist das es die amerikanischen Dienste waren, die für die schreckliche Crackepidemie in den USA verantwortlich zeichnen. Also aufgepasst, hier werden Tabus gebrochen, kriminelle Akteure beim Namen genannt und das alles spannend geschrieben, auch wenn man glaubt von den Namen und Fakten erdrückt zu werden. Über dieses Buch und seine Thesen muss bei uns diskutiert werden.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Lassen Sie sich die Augen öffnen,
Von Christian von Montfort (Barcelona, Katalonien) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (HALL OF FAME REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Schmutzige Hände. Wie die westlichen Staaten mit der Drogenmafia kooperieren. (Taschenbuch)
Es mag den einen oder anderen überraschen, oder auch nicht: der CIA verdient am Drogenschmuggel und hat nachweislich sogar die Flugzeuge für den Schmuggel bereitgestellt. Das wird in diesem Buch nach umfangreichen, gefährlichen Recherchen nachgewiesen. Argumentiert wird mit der Abwägung politischer Ziele, so wurden mit den Erlösen aus diesem Schmuggel in dern 80ern anscheinend Waffen für die nicaraguensischen Contras gekauft. Nebeneffekt: in der Folge wanderten 1000e meist jugendliche Dealer in den USA auf Jahre in den Knast - weil sie das CIA-Koks weitervertickten. Hier werden zwei Maßstäbe angesetzt, und diese Doppelmoral ist gegenüber dem kleinen Bürger eine Frechheit. Auch die Abwägungen sind sonderbar: ist die Bedrohung durch eine möglicherweise kommunistische Regierung in Nicaragua größer als das zerstörte Leben der 1000en Abhängigen und jetzt Kriminellen? Oder laufen da Milliardenerlöse einfach in die richtigen Taschen? Roth zeigt in seiner fundierten Recherche die Wege insbesondere des Kokain-Schmuggels angefangen bei den Medellín- und Calí-Kartellen in Kolumbien über Zentralamerika in die USA und über Rotterdam/ Marbella nach Europa auf. Für Haschisch gibt es ähnliche Wege aus Asien über die Türkei. Überall wird verdient, und zwar auf höchstem Niveau. Die Köpfe dieses Handels sind bekannt - und wohnen gemütlich und sicher im Fall von Europa u.a. im spanischen Marbella, wo sie beste Kontakte zur lokalen Politik unterhalten. Problemlos können sie auch in Deutschland reisen - wiederum gedeckt von Innenministerium oder dem einen oder anderen Ministerpräsidenten. Leider hält sich Roth in Deutschland aus rechtlichen Gründen mit der Namensnennung zurück - und die (von den Justizministern gesteuerten) Staatsanwaltschaften blockieren die Überprüfung von dringenden Indizien. Die Bemühungen einer DEA, der amerikanischen Drogenbehörde, oder auch der deutschen Polizei, des BKAs usw. werden unterwandert und sind wirkungslos, soweit diese Behörden nicht sogar selbst beteiligt sind. Der internationale Kampf gegen Drogen verkommt damit zur Farce, ein Medienaufschrei wie im Fall von Michael Friedmann wirkt lächerlich. In diesem Buch sind die Zusammenhänge, die unsere Welt so stark beeinflussen und unterwandern, mit Fakten belegt - Sie werden auf jedem Fall ein großes Stück schlauer werden. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Arms, Drugs & Dirty Deals - Exzellentes Buch,
Rezension bezieht sich auf: Schmutzige Hände. Wie die westlichen Staaten mit der Drogenmafia kooperieren. (Taschenbuch)
Einerseits machen Politiker jagt auf Drogenkriminelle, Konsumenten werden vorbestraft, süchtige Kleindealer landen jahrelang im Knast, wo sie noch süchtiger werden. Drogensüchtigen wird nicht geholfen, bestenfalls sollen sie mit Hilfe von Beruhigungsmittel und Methadon von ihren illegalen Suchtmittel geheilt werden. Andererseits machen die Herrn Regierenden Geschäft mit den größten Drogen- und Waffenschieber der Welt. Sie verdienen sich Privat eine goldene Nase mit ihnen, sorgen im Gegenzug dafür, dass sie nicht ausgeliefert werden oder verhindern jeden polizeiliche Ermittlung, die gegen ihre "Freunde aus der Unterwelt" geführt werden.Aber der „Drogenhandel im großen Stil" füllt nicht nur die privaten Taschen der Regierenden, denn viele Geheimdienste arbeiteten (bzw arbeiten) eng mit Guerillas und Konterrevolutionären zusammen, die ihren „Freiheitskampf" mit Drogengeld finanzieren. Unter dem Deckmantel „Kampf gegen den Kommunismus" organisierte die CIA Drogenlieferungen in reiche Industrieländer um mit dem dort erwirtschafteten Gewinn Waffenlieferungen nach Südamerika zu bezahlt. Mit der Zeit machte die CIA, Spötter sagen die Abkürzung steht für „Cocain Import Agency", nicht einmal mehr den Umweg über die Juntas und Kartelle sondern fingen selbst an Kokain zu produzieren und zu verkaufen. Aber nicht nur am amerikanischen Kontinent ist die Spezies der korrupten Politiker und Wirtschaftsbonzen beheimatet, sie lebt auch in allen anderen Ländern dieser Erde. Lesen sie alles über die Drogen-, Waffen- und Mafia-Hochburgen dieser Welt und ihrer Handlanger aus Politik und Wirtschaft. Erschreckend und glaubenswürdig dokumentiert der Autor unfassbare Verbindungen zwischen Mafia und Politik. Wen diese Thematik interessiert, der wird von diesem Buch begeistert sein. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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