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Schmutzige Havanna Trilogie: Roman Gebundene Ausgabe – Februar 2002


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 414 Seiten
  • Verlag: Hoffmann und Campe; Auflage: 4. (Februar 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3455025439
  • ISBN-13: 978-3455025439
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,9 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 196.405 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Würde Hemingways alter Mann heute mit seinem Fang den abendlichen Heimathafen anlaufen, ihm würde wahrscheinlich der Schwertfisch von der Jolle kullern angesichts dessen, was er inzwischen dort zu sehen bekäme. "Wenn es in Castros Kuba in jener chaotischen Zeit etwas im Überfluss gibt, sind es herrliche, schamlose und selbstbewusste Frauen," tropft es bereits aus dem Klappentext.

Von der chaotischen politischen Lage wenig, stellt uns der Autor dafür umso mehr von Havannas herrlich schamlosen Frauen zur freien Verfügung. Mal findet man sie auf Kaimauern, den Koitus vollziehend, während Zukurzgekommene onanierend kiebitzen; andere wieder lassen sich von "Deckhengsten mit Prachtausstattung" (das stolze Kingsize-Format scheint in Castro-Land zur sozialistischen Normgröße erhoben), schon mal lustvoll die Fresse polieren. Angesichts der Massenflucht aus Kuba Anfang der 90er-Jahre des 20. Jahrhunderts und dem desolaten Zustand seines Heimatlandes, hat Senior Gutiérrez für sich beschlossen, das Prinzip Hedonismus bis zum letzten orgiastischen Seufzer auszuleben. Gegen seine nun folgende Scheiß-, Sperma-, Misshandlungs- und Kakerlakenoper, nimmt sich selbst Fellinis Satyricon wie ein Orff'sches Singspiel aus.

Laissez-faire, das zunehmend angestrengt wirkt -- schlimmer noch -- das hier transportierte Frauenbild (übelste Misshandlungen werden süffisant schmunzelnd en passant geschildert), wird mit zunehmender Lektüre problematischer. Erstaunlich, dass selbst ein gestandener Spiegel-Kritiker wie Matthias Matussek, von der erotischen Speisenfolge offensichtlich aphrodisiert, von "einem Fest des Lebens" jubelt, von einem "Dionysos der Gosse" gar. Dem dionysischen Dauerrrammler Gutiérrez indes scheint kein noch so abgegriffenes Bild zu schade, noch einmal aufgewärmt zu werden. Der glutrote Sonnenball, der hinter kopulierenden Pärchen im Golf versinkt, die halb geöffneten Lippen der erwartungsvollen Latino-Beauty, die Schweißperlen zwischen bronzefarbenen Brüsten -- nur einige Kostproben aus dem literarisch hoch geschraubten Schreckensvokabular einschlägiger Softpornos.

Verdächtig häufige Erwähnungen von Graham Greene, Bukowski und Hemingway, geben eine Ahnung der privaten schriftstellerischen Hitliste des Autors. Ein frommer Wunsch. Pornofreunde jedoch kommen voll auf ihre Kosten. Hemingway, Buk und Co. glänzen trotz heftigst bemühter Schmutzprosa dankenswerter Weise mit Abwesenheit. --Ravi Unger

Pressestimmen

"Eine der interessantesten kubanischen Neuerscheinungen seit langem." (FAZ )

"Ein ungezügelter, ketzerischer, einfach brillanter Roman über das Kuba unserer Tage." (New York Times )

"Keine Frage, hier stürmt einer (...) die Bühne der Weltliteratur, begierig, einer satten, empfindungslosen Welt die geballte Leidenschaft seiner Existenz ins Gesicht zu schreien." (Die Welt ) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 3. Mai 2002
Format: Gebundene Ausgabe
Die in Kuba allgegenwärtigen Mittel zur Flucht aus der Tristesse, nämlich Sex, Rum, Rauchen und Essen und die damit verbundene leidige Beschaffung des Geldes dafür, bilden den Rahmen zu einem Sittengemälde des Kubas der Neunziger.
Den Anschauungen und Verhaltensmustern der Protagonisten begegnet man auch heute noch tagtäglich. Viele Details, die für den europäischen Geschmack trivial, prall und kitschig anmuten sind in Kuba real und Teil der Überlebensstrategie.
Mir verschaffte die Lektüre etliche Aha-Erlebnisse. Verhaltensmuster, zu denen ich bisher keinen Zugang hatte, haben sich mir erschlossen.
Fazit: Handfeste Kurzgeschichten, in denen Gutierrez ohne Sentimentalität das kubanische Dilemma auf den Punkt bringt.
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43 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Teusianu am 19. Februar 2002
Format: Gebundene Ausgabe
Gutiérrez schreibt in sein episodenhaft aufgebautes Buch über die Welt am Abgrund der Verzweiflung, über Menschen, die am Rande der sozialen Kollision stehen und über Sex. Seine Beschreibungen des alltäglichen Wahnsinns im Havanna der 90er Jahre sind so lebensnah und ungeschminkt verfasst, dass man fast Glauben möchte, man befände sich tatsächlich in diesem Moloch aus Frustration, Perspektivenlosigkeit und Dreck. Die Atmosphäre, die Gutiérrez dabei schafft, ist beklemmend und faszinierend zugleich, weil man einerseits erkennt, wozu der Sozialismus in der Realität tatsächlich führen kann, andererseits aber auch feststellt, dass die Spezies Mensch jeder noch so desolaten Lage etwas positives abgewinnen kann.
Das Buch ist in vielen kleinen Episoden aufgeteilt, die jeweils die Geschichte einer bestimmten Person oder eines bestimmten Personenkreises erzählen. Ein immer wiederkehrendes Motiv ist zum Beispiel der Sex, der vom Autor als etwas "schmutziges" beschrieben wird und der eine starke Persönlichkeit ohne jedes Schamgefühl voraussetzt. Gutiérrez bildet sozusagen den Vermittler zwischen dieser eigenartigen, von Prostitution, Armut, Gewalt und Betrug geprägten Welt und dem "westlichen" Leser, der in seinem hiesigen, realen Leben wohl kaum mit dieser Realität konfrontiert werden dürfte.
Ich hatte das Glück und die Voraussetzung das Buch im spanischen Original zu lesen und kann es jedem empfehlen, der sich für ein äußerst realitätsnahes, nicht verschönertes und manchmal auch verstörend wirkendes Porträt der ehemaligen Kolonialstadt Havanna interessiert.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von the perfect fit am 30. Juli 2003
Format: Gebundene Ausgabe
Ich habe das Buch von einem Freund geliehen bekommen und habe es innerhalb von 2 Tagen ausgelesen. Gutierrez hat in meinen Augen einen recht flüssigen Schreibstil, der keine Minute langweilig wird. Ich würde den Autor als "Straßenphilosoph" bezeichnen, der über ein paar Jahre in seinem Leben in Kubas Hauptstadt Havanna seinen täglichen Überlebenskampf beschreibt. Mitunter ist das Buch sehr traurig und beschreibt unbeschönigt das Leben des Pöbels auf den Strassen Havannas. Die Menschen dort leben schier hauptsächlich von Rum und Sex. Objektiv betrachtet ist das Buch vielleicht zuweilen etwas abstoßend, da der Autor teilweise eine sehr vulgäre Sprache verwendet. Mir hat es sehr gut gefallen, ich finde es ist ein toller Blick "hinter die Kulissen" Castros Kuba. Auch wie Pedro Juan (= Alter ego des Autor) seine Umwelt beschreibt, ist sehr beeindruckend. Man kann sich sehr gut in die Situationen Gutierrez' hineinversetzen.
LESEN!!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Horst Werner am 6. September 2006
Format: Taschenbuch
Wer Kuba kennengelernt hat, seine Geschichte und Gegenwart zur Kenntnis genommen hat, wird von diesem Buch zunächst geschockt sein. Seine kubanischen Mitbürger stellt der Autor allesamt als beschädigte Menschen in einem beschädigten Land dar.

Er suhlt sich mit ihnen in Schmutz, Rum und Sperma.

Die Erzählung enthält wenig aufbauendes, außer dem erkennbaren Willen, zu überleben ohne sich in das System positiv einzubringen.

Dabei schreckt der Autor vor nichts zurück, bedient auch viele gängige Klischees.

Er ermüdet und regt doch an; der Leser, der immer neue Höhepunkte hinsichtlich abartiger Sexpraktiken, Grausamkeiten und Dreckorgien geschildert bekommt, gerät bei der Lektüre in ein Wechselbad von Gefühlen. Am Ende des Buches ist man geschafft und hat das dringende Bedürfnis, etwas erhebendes und kunstvolleres zu lesen.

Kuba ist weit weg, exotisch, aber so fern, ist das Geschilderte dann doch nicht. Das Leben, wie Gutierrez es schildert, ist in manchen Städten und Regionen Europas ähnlich, nur kommerzieller, marktwirtschaftlich organisiert. Man denke an Frauenhandel, Pornoindustrie und die hohe Zahl der Drogen- und Alkoholabhängigen.

Die menschlichen Abgründe, in die der Autor uns blicken läßt, sind in unserer Nachbarschaft ebenfalls aufzufinden.

Nur schreibt hier niemand in einer solch gnadenlosen Sprache darüber. Oder wird es aus bestimmten Gründen nicht publiziert?

Ganz am Anfang des Buches, mitten in der Schilderung eines nicht alltäglichen Liebesaktes, steht ein Satz, der kennzeichnend ist:" Mein Sinn fürs Groteske war schon immer sehr ausgeprägt und stets hellwach".

Wer also etwas über das Groteske in der menschlichen Existenz lesen will, wird hier gut bedient.
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