Bei Comedians scheiden sich ja die Geister. In meinem Freundeskreis mußte ich feststellen, daß die Meinungen doch sehr stark auseinandergehen, was Mario Barth, Atze Schröder, Dieter Nuhr & Co. betrifft.
Ich mochte den quirligen Schmitz schon immer ganz gern, was sich durch seinen Auftritt bei - ich glaube es war "Zimmer frei" - noch manifestierte. Er stellte dort unter Beweis, daß auch noch ganz andere Talente in ihm schlummern als nur wie ein Flummi über die Bühne zu hüpfen - er singt auch noch unglaublich gut, wer hätte das gedacht.
Ich fragte mich, wie ich Freunden von mir, die eigentlich kein Fan von ihm sind, "Schmitz Mama" schmackhaft machen kann und versuchte, das Buch auf zweierlei Art zu lesen. Einmal so wie Schmitz es wohl darbieten würde - für mich zum Brüllen komisch - auf der anderen Seite kann man es aber auch etwas ruhiger lesen, was dem Humor absolut keinen Abbruch tut. (Versteht überhaupt jemand, was ich hier ausdrücken will ;-)
Die Erfahrungen, die Schmitz mit seinen lieben Verwandten - vor allem seiner Mutter - gemacht hat, sind wahrscheinlich für jedermann nachvollziehbar, teilweise natürlich etwas überzogen und klischeehaft, aber erlebt hats wohl jeder einmal auf die ein oder andere Weise.
Super kurzweilig, super lustig und sehr intelligent geschrieben und immer mit einem Augenzwinkern zu betrachten.
Sowas kann man nur schreiben, wenn man keinen Kontakt mehr zu seiner Mutter oder sie sehr sehr lieb hat - ich denke, bei Ralf Schmitz ist das zweite der Fall.
Das Schlimme ist nur: Irgendwann werden wir alle mal so, wenn wir älter werden, das ist wohl unausweichlich. ;-