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| Lernziel: | Taktik, Strategie |
| Modell: | 48144 |
| Anzahl Spieler: | 2 bis 4 |
| Material: | Karton/Papier (Hauptsächlich) |
Produktinformation
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Produktsicherheit
Für dieses Produkt gibt es folgende Sicherheitshinweise
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Ein Spiel um die Kaiserwahl im Deutschland des 13. und 14. Jahrhunderts. Die Spieler setzen ihre Ritter und Gefolgsleute ein, um vom Baron zum Kurfürst bzw. Erzherzog aufzusteigen. Regelmäßige Wahlen bestimmen, wer die begehrten Posten erhält, um sich schließlich um das Kaiseramt zu bewerben. Nur wer die mächtigen Partner hinter sich hat, kann dieses Amt erringen. Und werd zum Kaiser wird, dem wird Neid und Missgunst sicher sein. Im Mittelpunkt steht außerdem, dass man seine Untergebenen durch geschicktes Verheiraten mit den eigenen Höflingen mächtiger machen kann. Paare haben also mehr Einfluss als ein einzelner Herr.
Dauer ca. 60 Minuten. Inhalt: Spielplan, 7 Spielplättchen, 3 Städte, 3 Ritterplättchen, 2 Zählsteine, 13 Aktionskarten. Für 3 bis 4 Spieler ab ca. 12 Jahren.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen
Einmal Kaiser sein...,
= Haltbarkeit:3.0 von 5 Sternen = Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen = Pädagogisch wertvoll:5.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Schmidt Spiele - Im Schatten des Kaisers (Spiel)
Im Schatten des Kaisers" spielt im ausgehenden Mittelalter im Heiligen Römischen Reich.Die Spieler verkörpern Adelsfamilien, die um die Herrschaft in den sieben Kurfürstentümern und natürlich die Kaiserkrone wetteifern, indem sie Barone strategisch günstig positionieren, Städte bauen und andere Aktionen durchführen. Ziel ist es, wie so oft, möglichst viele Siegpunkt zu erwerben. Dies geschieht unter anderem, indem man den Kaiser oder den Erzbischof von Mainz stellt, sich bei der Kaiserwahl auf die richtige Seite schlagen, neue Kurfürstenämter erringt, Ablässe erwirbt, Städte gründet oder seine Töchter erfolgreich unter die Haube bringt. Das Spiel geht über 5 Runden - jede symbolisiert zehn Jahre: Der Clou ist, dass die von den Spielern gesteuerten Barone jede Runde altern und schließlich ausscheiden, weshalb sich die Machtverhältnisse in den Kurfürstentümern laufend ändern. Zunächst erhalten die Spieler jeweils neue finanzielle Mittel sowie Nachwuchs - ob Söhne oder Töchter ergibt sich daraus, ob man in der Vorrunde mehr rosa oder blaue Aktionskarten gewählt hat. Söhne" werden als junge Barone in Form von Plättchen in einem Kurfürstentum eingesetzt, Töchter müssen (gegen Geld) ins Kloster gesteckt oder sofort mit einem fremden Baron verheiratet werden (das Plättchen wird umgedreht: der Brautvater" erhält einen Siegpunkt, die Familie des Bräutigams aber hat nun doppelt so viel Einfluss - eine Ehe zu stiften ist also ein zweischneidiges Schwert, auch wenn man sich damit vielleicht Wahlhilfe erkaufen kann. Danach können Aktionskarten gekauft werden. Man kann etwa neue Adelige anwerben oder alte umziehen lassen, eigene Adelige durch medizinische Hilfe verjüngen oder heimtückisch feindliche Adelige altern lassen, Städte gründen (sie verleihen dauerhaften Einfluss und bringen Geld), Ritter einsetzen (ein billiger, mobiler Zusatzeinfluss in einer Region) oder sich Einflüsse auf die bevorstehende Kaiserwahl sichern. Ein einziger Spieler kann quasi den Fehdehandschuh ergreifen und sich zum Gegenkaiser ausrufen. In der nächsten Phase wird überprüft, ob sich Machtverhältnisse in den Kurfürstentümern verändert haben, wobei Barone (und Ehefrauen), Ritter und Städte berücksichtigt werden. So werden Kurfürsten gestürzt oder verwaiste Throne nachbesetzt. Jedes Kurfürstentum hat eine individuelle Zusammensetzung (eine Anzahl an Baronien, Burgen für Ritter, Städtebauplätzen) und jeder amtierende Kurfürst hat eine Spezialeigenschaft, was nicht zuletzt zum großen Spielreiz beiträgt. Der König von Böhmen, der ranghöchste Kurfürst, hat z.B. eine doppelte Stimme bei der Kaiserwahl, der Herzog von Sachsen bekommt mehr Geld, der Pfalzgraf bey Rhein darf dafür jede Runde einen zusätzlichen Baron kreieren, der Markgraf von Brandenburg eine ihm loyale "graue Eminenz" an einem beliebigen Fürstenhof einsetzen. Für die drei geistlichen Fürstentümer kommen natürlich nur zölibatäre Barone als Fürstzerzbischöfe in Frage - man hat nichts von noch so geballter Macht in Mainz, Köln oder Trier, wenn man dort nur Ehepaare wohnen hat! Jetzt kommt es in geheimer Abstimmung eventuell zum Wahlduell zwischen Kaiser und Gegenkaiser - das Mitmischen des Papstes oder die Ächtung eines Kurfürstentums kann das Wahlergebnis beeinflussen. Der Kaiser selbst ist gar nicht allzu mächtig (und die Kaiserkrone garantiert mitnichten den Sieg) - er darf Reichsstädte gründen (die immer dem amtierenden Kaiser gehorchen) und er entscheidet bei Gleichstand über die Vergabe von Kurfürstenwürden. Selten hat mich ein Brettspiel so unmittelbar angesprochen wie Im Schatten des Kaisers". Das historische Thema ist faszinierend umgesetzt, Umstürze, Generationenwechsel und diverse Intrigen sorgen für stetige Spannung. Einige wenige Abweichungen von den historischen Gegebenheiten irritieren freilich: Warum werden Kaiser hier nur gewählt, wenn es einen Gegenkaiser gibt, der Thron ansonsten aber einfach vererbt - (wenn etwa ein Medicus den Kaiser ins Grab kuriert hat), während Kurfürsten laufend neu bestimmt werden. Seit wann gab es im Heiligen Römischen Reich den Baronstitel (und nicht etwa korrekt: Freiherren)? Müsste man nicht eher vom Gegenkönig" reden? Hier hat man sich einige Freiheiten genommen, um ein wirklich gelungenes, vielseitiges und sehr plastisch erfahrbares Strategiespiel zu schaffen - eines, das freilich nur für eher geübte, ernsthafte (Viel-)Spieler eignet; nicht ganz regelkonform kann man durch das Dulden von Absprachen den Charakter des Spiels etwas mehr von Strategischen zum Diplomatischen ändern. Der Wermutstropfen: Bei nur drei Spielern ist das Spiel schon nur mehr eine halbe Sache, bei zwei Spielern in der vorgeschlagenen Regelvariante ziemlich trostlos und zudem das Gleichgewicht stark zugunsten des ersten Kaisers verschoben (es ist nach meiner Erfahrung interessanter, wenn jeder Spieler stattdessen zwei Farben kontrolliert) - eher hätte es sich angeboten, einen fünften, sechsten Spieler einzubauen. Das Spielmaterial, für den Preis nicht gerade üppig ausgefallen, überzeugt leider nicht hundertprozentig. Die eher schlichte, teilweise an mittelalterliche Darstellungen anschließende Grafik ist absolut funktional (Aktionskarten kommen völlig ohne Text aus), erfreut das Auge aber nur sehr bedingt. Dem Spielplan besonders hätte etwas mehr Zuwendung gut getan - es hätte sich angeboten, ihn etwa mit den korrekten Wappen und Kronen zu illustrieren. Alles Material ist auch etwas klein ausgefallen. Warum konnte man keine Papptaler beilegen - so lästig und fehleranfällig ist das Markieren des Kontostandes nach jeder Zahlung mittels Schiebern auf einer Leiste? Warum werden Reichsstädte durch hinzustellende Kartonstückchen symbolisiert, andere Städte aber völlig unmotiviert durch aufzustellende bunte Holzfiguren? Hier hätte etwas mehr Liebe zum Detail dem genialen Spiel wirklich gut getan. Trotzdem eine Empfehlung von ganzem Herzen! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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