Fast jeder von uns kennt aus seiner Kindheit "Mensch ärgere dich nicht". Würfeln, hoffen und schnellstmöglich seine Männchen ins sichere Haus bringen, bevor man von seinen Gegnern rausgeworfen wird. Allein das bietet ja schon Spannung. Doch was passiert, wenn ausgerechnet Schweizer sich daran versuchen so ein Spiel zu verbessern?
Nun, es kommen zwei Komponenten hinzu: Auf einmal hat man einen Teampartner und Spezialkarten mit besonderen Zugmöglichkeiten. Dafür fällt der Würfel weg. Bei "Dog" kommt es nun nicht mehr auf Würfelglück, sondern auf Taktik und Kartenglück an.
Ich kannte das Spiel schon von diversen Spieleabenden und war daher überrascht, dass diese Version auch für bis zu 6 Spieler konzipiert ist. Das ist sehr praktisch, wenn man mal in größerer Runde spielen möchte.
Das Spielbrett wird auf ein Viertel der Größe zusammengeklappt. Dadurch gibt es eine offene Klappstelle, die beim Spielen leider etwas hochsteht und die Figuren somit ab und an einem kleinen Erdbeben ausgesetzt sind. Die Figuren selbst sind aus Holz, sehr griffig und farbintensiv. Die Spielkarten wirken robust und für lange Spielabende gemacht.
Zu Beginn einer jeden Runde muss man mit seinem Spielpartner eine Karte tauschen. Da man sich diese gern über dem Spielbrett gibt, sollte man aufpassen, dass man die Figuren nicht berührt. Denn sonst kann man aus dem Gedächtnis das Spielfeld wieder aufbauen, da die Figürchen leicht umfallen.
Schade ist auch, dass der Spielspaß bei nur 2 Personen sehr stark abnimmt. Zwar gibt man auch hier eine Karte weiter, jedoch begegnet man sich auf dem Feld selbst nur selten. So wird aus dem Leitspruch "Den letzten beißen die Hunde" ein "Lauf, Forrest, lauf".
Fazit: eine tolle Abwandlung eines altbekannten Gesellschaftsspieles, welches Spannung und Spaß bietet. Jedoch sollte man hier mit min. 4 Personen spielen.