Als begeisterter
Pandemie-Spieler hatte ich bis vor kurzem zwei Probleme:
a) Wenn man Pandemie gut kennt, kann man es kaum noch mit Anfängern spielen, weil der Wissensvorsprung der Fortgeschrittenen den Neulingen jeden Spielspaß nimmt; Pandemie kam an Spieleabenden mit nicht so spiele-erfahrenen Freunden also fast nie auf den Tisch;
b) Pandemie ist noch zu kompliziert für meine Kinder (5 und 8 Jahre).
Glücklicherweise löst "Die verbotene Insel" beide Probleme. Mit einem deutlich reduzierten Komplexitätsgrad macht das kooperative Welt retten / Schätze suchen nun auch Anfängern und Kindern Spaß. Selbst unsere Fünfjährige kann schon mitspielen. Sie durchschaut natürlich noch nicht alle Tricks, aber sie ist voll integriert. Und für Erwachsene ist "Die verbotene Insel" ein guter Appetit-Happen, um sich danach vielleicht doch noch einmal dem komplizierteren Pandemie zuzuwenden.
Jeder einzelne Zug bei "Die verbotene Insel" dauert nur wenige Sekunden; dennoch gibt es immer wieder kleine Tricks, auf die man erst einmal kommen muss. Das Spiel verbindet kurze Spieldauer mit einem tollen Spannungsbogen, der fast immer zu einem dramatischen Finish führt.
Noch zwei Bemerkungen zu den anderen Rezensionen:
- Die Regel ist NICHT kompliziert. Wenn man mit Regeln wie denen von Carcassonne oder Dominion zurecht kommt, dann hat man auch mit "Die verbotene Insel" kein Problem.
- Das Material ist toll. Die Schätze, die man finden muss, und die individuellen, bemalten Spielfiguren sind sogar opulent zu nennen. Allerdings ist das Material hinsichtlich Haltbarkeit eher für Erwachsene gedacht; Kinder müssen schon etwas sorgfältig damit umgehen.