Louis Begleys "Schmidt" ist ein außergewöhnlich guter Lesestoff. Der New Yorker Anwalt Schmidt ist im Ruhestand und will sein Leben neu ordnen. Seine Frau ist verstorben, seine Tochter will einen jungen Anwalt aus der Kanzlei heiraten, bei der Schmidt gearbeitet hat. Irgendwie passt ihm das nicht, aber er ist nicht in der Lage seiner Umwelt seine Gefühle mitzuteilen. So tapst "Schmidti", wie ihn seine Freunde nennen dürfen, von einer persönlichen Krise in die nächste und eckt vor allem bei der Familie seines zukünftigen Schwiegersohns an.
Dann lernt er Carrie kennen, eine Kellnerin aus dem Lokal, in dem Schmidt immer diniert. Mit Carrie gibt es wieder eine Beziehung und auch Sex. Aber Carrie bringt auch "Den Mann" und ihren Liebhaber Brian mit. Ab da wird Schmidts Leben ein klein wenig komplizierter.
Begley hat seinen Roman wunderbar formuliert. Die Story strotzt vor herrlichen Begebenheiten und Mario Adorf liest die fatalistischen Seiten des Schmidt facettenreich und mit Herz. Auch wenn er hier und da ein wenig nuschelt. Es stört zwar, dass die Hörbuchfassung gekürzt ist, nichtsdestotrotz ist der Hörspaß desssen, was man geboten bekommt, ungebrochen.
Für einen wirklich fairen Preis ein guter Hörbuchspaß.