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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hilfe an der Grenze, fern der Heimat,
Von Detlef Rüsch "detlefruesch" (Freising, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 10 REZENSENT) (#1 HALL OF FAME REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Schmerzgrenzen: Unterwegs mit Ärzte ohne Grenzen (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist ein so authentisches, ehrliches Werk, dass man es sogleich jedem irgendwie verantwortlichen Menschen als Pflichtlektüre an die Hand geben möchte. Wie der Titel "Schmerzgrenzen" andeutet, handelt das Buch von den manchmal kaum mehr zumutbaren Zuständen in Krisenregionen, wie sie von der Organisation "Ärzte ohne Grenzen" weltweit vorgefunden werden. Sorgfältig recherchiert mit wirkungsnahen Berichten von direkt an der Basis (und manchmal auch an der Front) befindlicher Helferinnen und Helfern, zeigt die Autorin Petra Meyer die oftmals schockierenden Schmerzgrenzen auf. Die Berichte gehen wirklich unter die Haut und zeigen fern des medialen Tagesgeschäftes auf, wie gefährlich und belastend die Arbeit von "Ärzte ohne Grenzen" vor Ort ist.Exemplarisch an Angola, Kolumbien, Irak, Niger, Sudan, Malawi oder Sierra Leone orientiert, werden die unterschiedlichen Einsatzthemen offensichtlich gemacht. Mal steht die medizinische Hilfe bei AIDS/HIV oder Unterernährung im Vordergrund, mal ist es die Betreuung bei Vertreibung, die Seuchenbekämpfung oder die psychologische Betreuung. Die 7 Helfer/-innen (nicht nur Ärzte, sondern auch als Krankenschwester, Sozialpädagogin, Psychologin, Mathematik-Dozentin oder Bauingenieur) berichten fesselnd von ihrer belastenden Arbeit, ihren Bedrohungen, ihren Fortschritten und Enttäuschungen sowie größeren Erfolgen, aber vor allem von ihrem Alltag, der eigentlich nie wirklich ein Alltag ist. Kurze Ausschnitte dieser besonderen Einsätze für "Ärzte ohne Grenzen" werden außergewöhnlich lebendig erzählt und phasenweise wirkt man fast schon paralysiert aufgrund der unfassbaren Offenbarungen des Alltags als Entwicklungshelfer/-in. Die Kurzbiographien der drei Männer und vier Frauen, welche Petra Meyer für dieses Buchprojekt gewinnen konnte, veranschaulichen, wie unterschiedlich man zu dieser Hilfe vor Ort in der Welt gelangen kann. Die einzelnen Berichte sind sehr verständlich formuliert und wirken durch und durch authentisch. Trotz aller Tragik der vielfachen Schmerzgrenzen bei Betroffenen und Helfern/-innen schaffen es die zu Wort gekommenen Entwicklungshelfer/-innen und die Journalistin Petra Meyer den Keim der Hoffnung nicht ersticken zu lassen und den Blick immer auch auf die Wirksamkeit der Hilfe von "Ärzte ohne Grenzen" zu lenken. Einzelne Photographien aus den Krisengebieten vermitteln einen kleinen Einblick in die Situation vor Ort. Es wäre gut gewesen, wenn im Vorsatzblatt des Buches eine Weltkarte platziert worden wäre, welche die porträtierten Krisengebiete aufgezeigt hätte, oder auch die weltweiten Einsatzgebiete von "Ärzte ohne Grenzen" festgehalten worden wären. Phänomenal einfühlsam sind schließlich die beiden übergeordneten Beiträge von Petra Meyer, die auch als Supervisorin und Coach tätig ist. Zunächst beschreibt sie sehr lebensnah und klar anhand eines Fallbeispiels die Formen, Ursachen, Auswirkungen und Behandlungswege beim Burn-out und bei der Postraumatischen Belastungsstörung, von welcher viele Helferinnen und Helfer betroffen bzw. zumindest bedroht sind. Ein zweiter Beitrag befasst sich mit der Unabhängigkeit von "Ärzte ohne Grenzen" als internationale Nothilfeorganisation. Hier besticht die Offenheit und Klarheit von Meyers Ausführungen. Sie macht sehr transparent, wie schwer der Spagat einer solchen Organisation ist, wenn sie vermeintlich zwischen die Fronten bzw. Interessen von Militär, Medien und Politik gerät. Wer weit mehr Einblick in Krisengebiete und in die Arbeit von "Ärzte ohne Grenzen" bekommen möchte, als wie es uns täglich in den Medien vermittelt wird, der liegt mit dieser Lektüre genau richtig. Keine leichte , aber eine durchweg informativ-hilfreiche Lesekost, welche lange nachwirkt und das Bild prägen wird von Regionen, die schnell in die Öffentlichkeit geraten und oftmals leider wieder viel zu schnell aus dem Fokus des medialen Interesses verschwinden. Ein immer wieder unter die Haut gehendes Buch, ein Plädoyer gegen Grenzverletzungen seelischer und körperlicher Art und für ein wirklich humanitäres Engagement! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ja, dieses Buch geht unter die Haut .... !,
Von
Rezension bezieht sich auf: Schmerzgrenzen: Unterwegs mit Ärzte ohne Grenzen (Gebundene Ausgabe)
Es ist nicht ein Buch zum Lesen vor dem Einschlafen. Unvorstellbar, dass dieses Buch das Geschehen in der Gegenwart beschreibt. Unglaublich mit welchem Einsatz und persönlichem Engagement die humanitären Helferinnen und Helfer ans Werk gehen. Die Darstellung des Marburg-Einsatzes in Angola hat mich am meisten erschüttert. Mein Respekt vor der Arbeit dieser Helfer ist weiter gestiegen. Es ist Petra Meyer gelungen die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen dem Leser sehr nah zu bringen. Ein packendes und betroffen machendes Buch welches ich auch schon einige Male verschenkt habe.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Helden der Gegenwart,
Von Dr. Reinhard Lahme "t 43 t" (Borgwedel SH) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Schmerzgrenzen: Unterwegs mit Ärzte ohne Grenzen (Gebundene Ausgabe)
Es gibt sie noch, die Helden der Gegenwart! Damit meine ich nicht irgendwelche Film-, Schlager- oder Sportstars, sondern Menschen, die meist fernab der Öffentlichkeit als Samariter der heutigen Zeit humanitäre Hilfe in vielfältiger Form leisten. Sie setzen sich dabei furchtbarem Leid aus, das Menschen anderen Menschen zufügen. Oder sie kämpfen gegen die schlimmsten Heimsuchungen der Menschheit in Form von Seuchen und Hungersnot. Dabei riskieren sie immer wieder ihr eigenes Leben oder überschreiten ihre eigenen Kraftgrenzen bis hin zum physischen und / oder psychischen Zusammenbruch.Die Journalistin Petra Meyer, die 12 Jahre lang die Öffentlichkeitsarbeit der deutschen Sektion von "Ärzte ohne Grenzen" verantwortete, erzählt in "Schmerzgrenzen" die Erlebnisse von sieben Helfern, die im Rahmen der Organisation im Einsatz waren. Dabei geht es um das sog. "Marburg-Fieber" in Angola; um die psychologische Betreuung von Kindern in Kolumbien, deren Eltern vor ihren Augen ermordet wurden; um Kriegschirurgie in Sierra Leone; um den Kampf gegen HIV / Aids; um abgelehnte Hilfe im Irakkrieg; um Unterernährung und Hungerstod in Niger; oder um Vertriebene im Sudan. Stets hat die Autorin dabei die persönliche Situation und Reaktion der porträtierten Helferinnen und Helfer im Blickfeld, wobei sie die Grenzen der gebotenen Diskretion an keiner Stelle überschreitet. Ausführungen zu den Themen "Trauma", "Burnout" und "Unabhängigkeit" beschließen den Band. Ein erschütterndes, ein notwendiges Buch, das jeden dazu aufruft, in seinen Möglichkeiten ebenfalls zu helfen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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