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Schmerzenskinder [Gebundene Ausgabe]

Waris Dirie
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 239 Seiten
  • Verlag: Marion von Schröder Verlag; Auflage: 1 (1. März 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3547710677
  • ISBN-13: 978-3547710670
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 338.525 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Waris Dirie
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Seit ihrem Besuch in Cardiff quält sie ein Albtraum: Das Bett in dem schäbigen Hotelzimmer. Darauf liegend, ein junges Mädchen, festgehalten von vier erwachsenen Frauen. Die alte Frau, die sich zwischen den gespreizten Beinen des Mädchens zu schaffen macht. Furchtbare Werkzeuge kommen zum Einsatz. Das viele Blut und die durchdringenden Schreie lassen Waris Dirie schließlich schweißgebadet erwachen!

Die UN-Sonderbotschafterin war nicht so blauäugig zu denken, Genitalverstümmelungen junger Mädchen seien nur auf den afrikanischen Kontinent beschränkt. In welchem Maße die unsägliche Praxis jedoch auch in Europa Einzug gehalten hat, war auch für sie ein Schock. Das 10-jährige Mädchen in Cardiff wäre verblutet, hätte nicht ein englischer Arzt sein Leben gerettet. Alle weiteren Nachfragen Diries waren an der üblichen Mauer des Schweigens abgeprallt. Geblieben ist ihr Albtraum -- aber auch der feste Vorsatz, unter der schwarzafrikanischen Bevölkerung in Europa ein neues Bewusstsein zu schaffen. FGM (das englische Kürzel für „Female Genital Mutilation“ ersetzte die verharmlosende „Beschneidung“), durfte in Europa nicht praktiziert werden. „Ich bin jetzt keine Wüstenblume und keine Nomadentochter mehr“ -- Waris Diries drittes Leben hatte begonnen!

Zurück in Wien, ihrer jetzigen Heimatstadt, beginnt eine ernüchternde Bestandsaufnahme. Die somalische Autorin, im Alter von fünf Jahren selbst ein Beschneidungsopfer, muss feststellen, dass entgegen anderslautender Behauptungen, die Genitalverstümmelung weltweit stetig zunimmt. Schätzungen von UNO und WHO gehen inzwischen von unvorstellbaren 150 Millionen Opfern aus. Dann der Schock: Allein 500.000 betroffene Mädchen und Frauen leben in Europa! Wer sind diese Frauen? Wie und wo leben sie unter uns? Wie ist die Gesetzeslage? Eine Menge Fragen warten auf Waris Dirie, deren Recherche sie quer durch Europa führt. Eine bedrückende Dokumentation entsteht.

In Waris Diries somalischer Heimat gibt es eine verniedlichende Redensart: „Liebe tut dreimal weh“, heißt es da, „bei der Beschneidung, bei der Vereinigung mit dem Mann und bei der Geburt der Kinder“. Frauen wie Waris Dirie und ihren weltweit beachteten Publikationen obliegt es, solch menschenverachtenden Weisheiten auf immer den Garaus zu machen. --Ravi Unger

Kurzbeschreibung

Waris Dirie war fünf Jahre alt, als ihre Mutter sie zu einer alten Frau in den Busch führte. Mit einer zerbrochenen Rasierklinge wurde ihre Klitoris beschnitten, ohne Betäubung. Waris verlor das Bewußtsein. Als sie aufwachte, quälten sie unsagbare Schmerzen, kurz darauf bekam sie eine schwere Infektion und lag tagelang in hohem Fieber. Waris Dirie überlebte. Doch viele der 6000 Mädchen, die täglich Opfer einer Genitalverstümmelung werden, sterben daran. Das grausame Ritual wird seit Jahrtausenden in Afrika praktiziert, vorgeblich im Namen von Religion, Tradition oder Kultur. Was bisher niemand zu sagen wagte: Genitalverstümmelung kommt immer häufiger auch in Europa vor. Allein in Deutschland geht man von mindestens 24000 Fällen aus, vermutlich sind es viel mehr. Die Dunkelziffer ist sehr hoch. Schon vor einigen Jahren nahm Waris Dirie den Kampf gegen Genitalverstümmelung auf. Sie wurde UNO- Sonderbotschafterin und gründete die Waris Dirie Foundation, die weltweit aktiv ist, um aufzukl ären, gefährdete Mädchen zu schützen und Opfern zu helfen. In den ersten beiden Bänden ihrer Autobiographie Wüstenblume und Nomadentochter schilderte Waris Dirie ihre Kindheit als Nomadin in der somalischen Wüste, ihren Aufstieg zum international gefragten Topmodel und die Rückkehr nach Afrika, mit der ihr Kampf gegen Genitalverstümmelung begann. In diesem Buch erzählt sie ihr Leben weiter, von dem Tag an, als sie ihr Schweigen brach. Sie erzählt von Begegnungen mit Opfern und Tätern, von den mühsamen Recherchen, von Rückschlägen und Erfolgen. Schmerzenskinder ist in vieler Hinsicht ein erschütterndes Buch, doch es ist auch ein Buch voller Kraft und Hoffnung für Millionen Frauen in aller Welt.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Julia
Format:Gebundene Ausgabe
Waris Dirie hat es wieder einmal geschafft, den Leser in ihrem Buch gefangen zu nehmen. Dies ist nun ihr drittes Buch (und ich kenne auch die beiden davor), doch das Thema FGM kann nicht oft genug erwähnt werden. In diesem Buch werden erst im Anhang die Fachbegriffe beschrieben, sodass es sicherlich einfacher verständlich ist, wenn man die beiden Bücher davor kennt, aber noch immer ist es ein erschreckendes Thema und ich war sehr schockiert zu erfahren, wie FGM in Europa praktiziert wird und auch wie stark unterschiedliche Gesetze und Ermessensspielräume sind. Das Buch ist lesenswert und klärt auf und öffnet die Augen... Der Kampf von Waris Dirie ist immer noch wichtig, Aufklärung ist ein Weg zum Ziel...
War diese Rezension für Sie hilfreich?
27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Das dritte erschütternde Buch von Waris, die von der somalischen Nomadentochter zum Topmodel und zur UN-Sonderbeautragtn aufstieg und schließlich, ist im Gegensatz zu den beiden Vorläufern "Wüstenblume" und "Nomadentochter" weniger autobiographisch als eine Sammlung von Fakten zum Thema FGM (Female Genital Mutilation). FGM, die Genitalverstümmlung ist nicht nur ein afrikanisches Problem, sondern wird sogar im aufgeklärten Europa illegal durchgefügrt.

Waris, die mittlerweile in Wien lebt, die österreiche Staatsbürgerschaft besitzt und auch Deutsch spricht, macht sich mit ihrem Team auf, um in verschiedenen europäisachen Ländern zu recherchieren - sie spricht mit betroffenen Frauen und Mädchen, aber auch mit Tätern. So testen sie auch mit einen Lockvogel, wie viele Ärzte in Wien bereit sind, eine Genitalverstümmelung vorzunehmen. Auch Deutschland kommt beim Thema FGM nicht wirklich gut weg.

Weiterhin erfahren wir in diesem Buch, was manche Mütter dazu bewegt hat, ihre eigenen Töchter Verstümmeln zu lassen.

Im Anhang gibt es genaue Definitionen der Genitalverstümmelungsarten, Gesetzeslagen zu FGM in vielen europäischen Ländern sowie dutzende Adressen für betroffene Mädchen und Frauen.

Insgesamt möchte ich sagen, dass dieses Buch rundum gelungen ist. Der Schrecken des grausamen Verstümmelungs-Rituals geht unter die Haut und man nimmt instinktiv am Schicksal der Opfer teil.

Im Buch zu finden ist auch Waris Emailadresse, bei dem ich auch jedem nur raten kann, ihr einmal zu schreiben - mir hat sie geantwortet!

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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Sehen wir es als Tatsachenbericht

Das Buch ist (leider) kein Roman, es beschreibt die Dinge wie sie wirklich sind, von daher ärgere ich mich über Rezensenten, die das Buch schlecht beurteilen, weil es ihm an "Spannung" fehlt. (wer von einem Kriegsfilm erwartet, daß er beim Angucken Tränen lacht, kann nur enttäuscht werden).

Nun gut, das Buch liefert nüchterne (und ernüchternde) Fakten über Genitalverstümmelung, auch und im Besonderen in den Industrieländern. Genitalverstümmelung ist kein rein afrikanisches Problem mehr, spätestens seit in westliche Länder Tausende von Afrikanern eingewandert sind, die natürlich nicht ohne weiteres bereit sind, in ihrer neuen Heimat ihre alten Traditionen aufzugeben, selbst wenn sie dadurch mit unserem Gesetz in Konflikt geraten. Dann macht man's eben heimlich. Und genau das ist das Problem: Man kann nur vermuten, wie viele Eltern afrikanischer Herkunft ihre Töchter dieser Prozedur unterziehen lassen, denn das meiste geschieht im Dunkeln. Auf der anderen Seite: Wenn so etwas ans Licht kommt, wie soll unsere Justiz mit dem Problem umgehen? Kann man hierzulande etwas ohne weiteres bestrafen, was für unsere Begriffe ein absoluter Verstoß gegen die Menschenrechte, in anderen Ländern aber ein Teil der Kultur ist? Waris Dirie sagt es selbst - ihre Mutter wollte für sie nur das beste, als sie sie beschneiden ließ.

Der Leser ahnt - dieses Problem beschränkt sich nicht auf die Sache mit der Genitalverstümmelung, sondern findet sich in vielen Dingen im Zusammenhang mit Ausländerintegration, besonders wenn es um Dinge geht, die man nicht ganz so klar verurteilen kann wie die Sache mit der Genitalverstümmelung, und dann tun sich erst die echten Probleme auf, denn dann kann der Staat nur zusehen.

Man darf wohl annehmen, daß alle Fakten in diesem Buch sorgfältig recherchiert sind. Wer sich wirklich für das Thema interessiert, sollte sich das Buch also ruhig kaufen. Wer erwartet, daß Waris Dirie mit diesem Buch eine weitere Aschenputtelgeschichte à la "Wüstenblume" auf den Buchmarkt gebracht hat, sollte lieber letzteres noch einmal lesen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Sehr informativ
...und auch nicht so traurig wie leider streckenweise die Biographie der Autorin. Es ist von höchster Relevanz für die Menschenrechte, dass kulturrelativistischen... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Cornelia Maier veröffentlicht
wiederholungen
dieses buch ist eines vo den wenig spannendem büchern von waris dirie. sätze mit dem selben inhalt werden oft wiedeholt und ansonsten gehts halt auch nur um die... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Julia veröffentlicht
Mit erhobenem Zeigefinger
Zu Beginn erst mal folgendes: Beschneidungen sind grausam und bringen viel Leid über die betroffenen Frauen, gerade weil diese Verstümmelungen so tief in der... Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Synbi Schröder veröffentlicht
Bewegende und aufrüttelnde Geschichte!!
Nachdem ich die Wüstenblume bereits gelesen hatte, war ich von Waris Kämpfernatur unheimlich beeindruckt und wurde auch diesmal nicht enttäuscht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. November 2009 von L. Schmitt
Spannend, Gänsehaut, aufklärend...
"Schmerzenskinder" ist das erste Buch, das ich zum Thema "FGM" gelesen habe und es hat mich schockiert und gefesselt zugleich. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. August 2009 von Monika Baumanns
Kein gutes Buch
Entgegen den Vorläufern "Wüstenblume" und "Nomadentochter baut dieses Werk weniger stark auf den Erlebnissen der Autorin auf, sondern mehr auf ihrer Betroffenheit. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Juni 2007 von Georg Schneider
Das war zu wenig
Vorneweg, es ist ein wichtiges Thema über das Waris Dirie schreibt und für das sie sich engagiert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. April 2007 von Schillerlocke
Brisanz allein reicht nicht!
Nachdem ich die ersten beiden Bücher von Waris Dirie bereits gelesen habe, war ich schon sehr gespannt auf dieses dritte Werk der Autorin. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. April 2007 von Floriane v. Deuben
Schockierend und wichtig!!!
Der grausame Brauch der Beschneidung von Frauen kann nicht genug angeprangert und in die Öffentlichkeit gebracht werden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Februar 2007 von T. Spitzing
Absolute Pflichtlektüre vor allem für Ärzte,...
Da ich die beiden ersten Bücher von Waris Dirie bereits gelesen hatte wollte ich auch unbedingt dieses lesen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Januar 2007 von Monika Weber
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