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Kundenrezensionen

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am 4. März 2005
Ich persönlich habe in diesem Buch den Eindruck gewonnen, dass Krugman sich fast ausschließlich auf die Seite der keynesianischen Nachfragetheorie stellt. Daran ist sicherlich nichts Verwerfliches und dies tut der fachlichen Kompetenz, die sich auch in seiner ökonomischen Argumentation zeigt, ohne Zweifel keinen Abbruch.
Allerdings vermisse ich oft eine etwas neutralere Betrachtung (der Keynesianismus ist leider auch kein Allheilmittel) und einen etwas weniger populistischen Verriss aller angebotsorientierten Ideen, wobei die klassische bzw. angebotsseitige Theorie (ausgenommen der supply-side-Theorie, der er sich ausführlicher widmet)von Schumpeter, Wicksell oder Hayek lediglich als "obskur" abgetan werden.
Zweifellos zeigt Krugman Irrtümer der Wirtschaftspolitik bzw. Wirtschaftsliteratur auf, allerdings sollte man auch sehen, dass nicht alles schon deswegen falsch ist weil es auf einem angebotsseitigen Ansatz beruht, sondern weil viele vermeintliche Experten ökonomische Zusammenhänge oftmals grundlegend nicht verstanden haben. Diese Erkenntnis geht hier leider etwas unter.
Krugman selbst bringt ökonomische Zusammenhänge mit anschaulichen Modellen dem Leser nahe. Mit Wortwitz und Ironie schafft er es auch trockene Themen darzustellen. Allerdings ist mir das Buch an vielen Stellen zu "reiserisch" im Sinne eines Kolumnenstils.
Dass das Buch deswegen allerdings auch für Laien ohne weiteres verständlich sein soll, kann ich nicht unterschreiben. Es soll ja kein Lehrbuch sein, allerdings besteht die Gefahr, dass gerade deswegen das Buch für Laien argumentativ genauso einleuchtend sein wird wie die "Irrtumsliteratur" (wenn auch hier die Argumentation ökonomisch "richtig" ist).
Wer also daran interessiert ist, auch die ökonomischen Ideen eines "Großmeisters" der Volkswirtschaftslehre zu hinterfragen, dem kann ich dieses Buch empfehlen. Als Laie wird man dazu nicht in der Lage sein und man nimmt Krugmans Schlussfolgerungen hin oder lässt es.
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am 26. Juli 2000
Krugmann schreibt amüsant, als Amerikaner ist er um Verständnis bemüht und bleibt immer anschaulich. Scharf kritisieren muß man seine beispielbildenden Anekdoten, die teilweise so unglaublich einleuchtend klingen, daß Leser ohne Vorbildung alles "abnicken" werden, der Wunsch nach einer fundierten Diskussion geht Krugmann dadurch in seinem eigenen Buch verloren. Ist man seiner Meinung, so liefert einem das Buch schicke Argumentationshilfen, vor allem den Gegnern der Chicago-Schule. Dennoch, Krugman bringt bestimmt jeden Leser zum Nachdenken, insbesondere wenn der Leser einschätzen darf, welche Vorteile ihm denn die New Economy bringt. Ich mochte vor allem seine gelungene Kritikk am neuerdings wieder sehr populären Technikglauben, der dem an Anfang des letzten Jahrhunderts wieder erstaunlich nahe kommt (aber welche Technik hat in den letzten 30 Jahren unser Leben nennenswert verbessert?). Interessant auch das Rationalisierungsargument bei Knowledge-Workern, die den Verlust industrieller Arbeit nicht auffangen werden. Bestes Kapitel im Buch ist deshalb auch "Wachstumsillusion", daß Jeremy Rifkin gefallen dürfte. Großes Minus sind die unerhört wenigen Belege und Fakten, deshalb ist der Preis des Buches selbst als Essayband (und auch für Freunde der Buchpreisbindung) zu hoch.
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am 18. Juni 2002
Als erstes sollten mal einige Dinge klar gestellt werden: Krugman war nicht im Wahlkanmpfteam von Clinton. Man braucht keine Vorkenntnisse um diese Buch mit Gewinn lessen zu können. Dieses Buch attackiert nicht die Chicago-Schule. Das Buch beschränkt sich nicht auf Makroökonomische Themen.
Das Buch hat kein klares Thema, abgesehen von der analytischen Herangehensweise die sich wie ein roter Faden durch das Buch schlängelt. Dem/r LeserIn werden nicht irgendwelche wirren Theorien an den Kopf geschmissen sondern einfache und elegante "Modelle" präsentiert, die helfen ein bestimmtes Problem zu verstehen. Vermutlich wird sich jede/r LeserIn darüber ärgern das auch seine eigenen Ansichten zerlegt werden, aber niemand hat behauptet das kritisches Denken leicht ist. Der Humor macht es allerdings erheblich leichter und ein nicht allzu verbohrter Leser wird eine Menge lernen. Hier ein (kleiner) Teil von dem was einen erwarten wird:
- Ein Makroökonomisches Modell der Wirtschaft als Babysittingkooperative.
- Ein Zeitmaschinen-Gedankenexperiment zur Beantwortung der Frage ob Ungleichheit ein Problem ist oder nur der absolute Reichtum zählt.
- Eine endgültige Lösung gegen Staus auf der Straße.
- Wie man mit Buchhalterischen Problemen Handelsdefizite beseitigen kann.
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am 27. April 2000
Paul Krugman zieht in einer lustigen Art und Weise über Ökonomen her, auf die viele Politker hören und dann doch nicht recht haben. Besonders stürzt er sich dabei auf die Supply-Sider. Er bemängelt viele Ökonomen, die meinen, die makroökonomischen Zusammenhänge zu verstehen und deuten viele der heute populären Theorien falsch. Der Leser sollte ein gewisses Grundverständnis der VWL bestitzen, so schmunzelt man noch mehr beim lesen. Gut ist das Buch auch als Ergänzung für Studenten, die in vortgeschrittenen Semestern VWL hören.
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am 1. Februar 2008
Der Autor möchte zeigen, dass die Wirtschaftswissenschaften nicht langweilig oder nutzlos sind und hat dazu eine Reihe seiner Zeitungsartikel abgedruckt.

Zu den guten Seiten des Buches gehört die Darstellung des Freihandels: Dadurch können die Armen in den Entwicklungsländern Geld verdienen. Somit ist die Globalisierung Entwicklungshilfe.

Die Darstellung des französischen Arbeitsmarktes überzeugt: Dort seien Arbeitsplätze wunderbar und die Sozialleistungen gut; das habe aber zur Folge, dass nur wenige einen Arbeitsplatz bekommen und die Jugendarbeitslosigkeit hoch ist.

Dieses Thema leitet schon zu den einseitig dargestellten Aspekten der Volkswirtschaftslehre über. Der Autor schreibt, dass der Kapitalismus nicht unbedingt für Arbeitslosigkeit verantwortlich sei; es ginge hier jedoch um Angebot und Nachfrage wie auf jedem anderen Markt auch. Nur gäben die Leute ihr Geld nicht aus; deshalb müsse nach Keynes der Staat einspringen und z. B. mehr Geld drucken. Auf diese Weise könne die Zentralbank Rezessionen vermeiden. Deflationen brächten immer Arbeitslosigkeit mit sich, Inflation könne die Arbeitslosigkeit senken und habe fast keine Kosten. Konjunkturzyklen seien nur in Industriegesellschaften mit modernen Finanzsystemen (Papiergeld) möglich. Goldwährungen seien schlecht, weil sie die Geldpolitik behinderten und der Goldwert schwanke. Diese Ideen kämen von einigen "obskuren Österreichern".

Die "obskuren Österreicher", allen voran Ludwig von Mises, haben gezeigt, dass die Zentralbanken die Konjunkturzyklen durch künstliche Zinssenkungen selbst auslösen und schlagen deshalb den Goldstandard vor (der Goldvorrat ändert sich nicht so schnell wie die Menge des heutigen Papiergeldes). Mises wies auch nach, dass Inflation die Preise verzerrt; deshalb hat Inflation sehr wohl Kosten. Die Vorschläge von Keynes bzw. Krugman haben die Weltwirtschaftskrise verschärft und verlängert, statt sie zu beenden. Krugmans Beispiel für Geldpolitik (Coupons für Babysitting) zeigt nicht, dass zu wenig Geld im Umlauf ist; es zeigt nur, dass die Preise nicht stimmen. Die Preise kann man auch ohne staatliche Hilfe anpassen.

Der Autor hat auf fast alles nur eine Antwort: "Der Staat muss mehr Geld drucken". Das führt aber gerade zu Blasen, die später wieder gedämpft werden müssen. Diese Lösung ist selbst der Auslöser des Problems.

Als ich das Buch vor einigen Jahren gelesen habe, hat es mir gut gefallen. Inzwischen habe ich mich jedoch eingehend mit Konjunkturtheorie und der "österreichischen Schule" der Volkswirtschaftslehre beschäftigt und finde deren Aussagen überzeugend. Wenn man dessen Buch (im Original) gelesen hat, erkennt man, dass tatsächlich Keynes' Einfälle "obskur" sind und noch nie funktioniert haben. Krugmans Buch ist jedoch ein guter Kommentar zur aktuellen Wirtschaftspolitik.
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am 28. September 2000
Auch wenn ich nicht mit allen Aussagen in Krugmans "Schmalspur Ökonomie" übereinstimme, enthält es viele gute Denkanstöße. Vor allem regt es den kundigen Leser dazu an, konkrete Aussagen und Versprechungen von Politikern, Wirtschaftsverbänden oder auch Gewerkschaften zunächst einmal kritisch zu hinterfragen und auf die möglichen Folgen abzuklopfen (auch wenn das Buch in diesem Fall meist auf das Supply-Side-Lager draufschlägt - vom Prinzip her ist "kritisches Hinterfragen" ja übertragbar...).
Wer von diesem Buch profitieren möchte, sollte zumindest makroökonomisch vorgebildet sein - viele Aussagen von Krugman sind lediglich dann nachvollziehbar und verständlich, wenn das Keynsianische System in seinen Grundzügen bekannt ist (IS-LM-System); mit diesem Hinweis sollte auch eine Einordnung Krugmans möglich sein...
Als wissenschaftlich ist dieses Buch jedoch nicht zu betrachten (es wurde ja auch nicht mit dieser Intention geschrieben), ein netter "Denkanstoß ohne Formeln" ist es jedoch allemal, wobei die Darstellung von Gegenargumenten leider meist fehlt - denn auch manche Gedankengänge Krugmans besitzen angreifbare Schwachpunkte. Insgesamt aber lohnenswert; gefährlich allerdings für den Leser, der die einzelnen Argumentationsbausteine nur "abnickt".
Das große Manko des Buches ist der hohe Preis - den gesamten Inhalt hätte man bei anderem Layout und etwas kleinerer Schriftgröße auch gut auf 150 Seiten packen können...aber dann wäre es schwer gewesen, es als (natürlich teureres) gebundes Buch zu verkaufen. Darum nur drei Sterne.
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am 26. Mai 2003
Ich kann das vorliegende Werk fast ohne Einschränkung empfehlen. Krugman hat Grips, Phantasie und einen gesunden Menschenverstand. Krugman lässt sich nicht von dem verunsichern, was die Apologeten der einen oder der anderen Seite in den Medien und durch die Medien verbreiten.
Ich bin über einen seltsamen Weg zu Krugman gekommen: Durch Oskar Lafontaine, der ihn in "Das Herz schlägt links" erwähnt. Nach Lektüre verschiedener Krugman-Werke musste ich feststellen, dass Krugman nicht der ist, von dem Lafontaine & Co. gerne hätten, dass er es wäre. (Krugman ist eben nicht derjenige, der an "Entweder Monetarismus oder Keynesianismus" glaubt.)
Hier liegt meines Erachtens auch die Haupt-Schwachstelle des Buches. Man muss nicht viele Stellen überlesen, um am Ende behaupten zu können: "Der grosse Krugman ist auch Globalisierungsgegner und Keynesianist!" Und das ist Krugman eben nicht. (Ein weiterer Schwachpunkt ist, der mangelhafte Verweis auf ökologische Problemfelder.)
Wer von der Globalisierungsdebatte herkommend zu Krugman greift, sollte zu dem bereit sein, was Nietzsche im Zarathustra mit den Worten fasst: "Wolle deinen Untergang!" - die Umwertung geschätzter Werte.
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am 13. Juli 2003
Ich bin enttäuscht. Erwartet hatte ich ein Fachbuch, aber es handelt sich um Artikel aus dem Internet und einigen Zeitungen seit ca. 1996. Die Artikel sind sehr oberflächlich und beziehen sich fast nur auf amerikanische Themen. Weder wird die Frage detailliert dargestellt, was denn die 27 Irrtümer sind noch wird danach der Zusammenhang dargestellt. Es ist wirklich nur eine Aufsatzsammlung, von denen einige lesenswert sind, wenn man einen großen Namen zitieren möchte, ohne sich wirklich mit den Dingen zu beschäftigen. Ich hätte mehr Ehrlichkeit auf dem Buchtitel erwartet.
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am 19. August 2005
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Krugman ist es gelungen, schwierige Zusammenhänge einfach und verständlich darzustellen. Viele Lehrbücher zu diesem Thema sind sehr verwirrend, Krugman hingegen hat mit seinem guten Schreibstil und der verständlichen ausdrucksweise einen Weg gefunden, wirtschaftliche Themen spannend zu erklären. Auch wenn man seine Thesen nicht unterstützt, ist der ein oder andere Gedankengang sehr hilfreich für eigene Überlegungen. Dieses Buch ist vorallem, aber nicht nur Studenten der Wirtschaftswissenschaften und der Volkswirtschaftslehre zu empfehlen.
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am 21. Juni 2007
Der Titel des Buches hatte in mir Erwartungen geweckt, der berühmte Autor ebenfalls und sein aktueller Arbeitgeber erst recht.

Für mich dennoch eher enttäuschend. In dieser Liga erwarte ich weit mehr Reflexion und verschiedene Blickwinkel. Seine übliche Ausrede "ich erstelle ein Modell und lasse es auf die Welt los" entpuppt sich als bisweilen einfältig oder beschränkt. Man kann die Globalisierung als überwiegend heilbringend sehen, man kann argumentieren, dass Slum-Kinder in sonstwo ohne (Billiglohn-) Auftraggeber erst Recht keine Chance haben. Ja, man kann, aber das heisst noch lange nicht, dass es moralisch oder menschlich die beste Lösung ist. Stattdessen verfängt er sich in seiner eigenen Weltanschauung, die - mir persönlich - dann doch zu beschränkt ist.

Von einem Mann diesen Kalibers hätte ich mehr Donner erwartet, schade.
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