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"Schlussklappe" - Ein Protokoll von Hoffnung und Verzagen [Ungekürzte Ausgabe] [Broschiert]

Imo Moszkowicz , Iris Nölle-Hornkamp , Marga Spiegel
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Kurzbeschreibung

März 2007
Ein Erinnerungsakt von unglaublicher Dimension, für den es keinen besseren Titel als den Begriff »Schlussklappe« gibt. »Schlussklappe« bedeutet für mich als Regisseur auch immer ein Stück Erlö-sung von aberwitzigen Anstrengungen, sinnlosen Auseinandersetzungen und verzweifeltem Durchhalten. Durch dieses Buch gewinnt das Wort gesellschaftliche und politische Bedeu-tung. Wenn Imo Moszkowicz nach so vielen Jahren die Chronologie eines Film-projektes vorlegt, dessen Realisierung einst von einem öffentlich-rechtlichen Sender mit der Formulierung »weil wir den gesamten Themenkreis vorläufig nicht mehr strapazieren wollen« abgelehnt wurde und das erst heute, 26 Jahre später, Aussicht auf Realisierung hat, so entlarvt das auf erschreckende Weise den Zustand unserer Fernsehkultur zwischen Macht, Geschäft und Verant-wortung. Eberhard Hauff (Vorsitzender des BVR, Bundesverband der Film- und Fernsehregisseure in Deutschland e.V.)

Produktinformation

  • Broschiert: 334 Seiten
  • Verlag: Mentis-Verlag; Auflage: 1 (März 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3897854279
  • ISBN-13: 978-3897854277
  • Größe und/oder Gewicht: 23,2 x 15,2 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.845.266 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Erinnerungen an die Ahlener Kindheit

Das langjährige Projekt »Jüdische Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Westfalen« wird heute überwiegend vom Ehrenamt getragen. Dennoch erscheinen regelmäßig beachtenswerte Publikationen aus diesem Projekt, in diesem Jahr gleich zwei im mentis Verlag Paderborn. Da ist zum einen das Hörbuch »Über wackelige Stege«, geschrieben und gelesen von Imo Moszkowicz, mit musikalischen Akzenten von Marius Ungureanu. Der Autor bewahrt damit die Erinnerungen an seine Ahlener Kindheit - in fünf Erzählungen voller Wehmut, Humor und Klugheit. Ursprünglich hatte Imo Moszkowicz sie in den vergangenen Jahren für die Ahlener Heimatzeitschrift »Der beflügelte Aal« notiert.

Da ist zum anderen das Protokoll von Hoffnung und Verzagen, das Imo Moszkowicz aufgeschrieben und »Schlussklappe« genannt hat. In diesem 334 Seiten starken Buch (herausgegeben von Dr. Iris Nölle-Hornkamp) dokumentiert Moszkowicz seine 25 Jahre währenden Bemühungen darum, die Film- und Fernsehindustrie zu überzeugen, das Buch »Retter in der Nacht« von Marga Spiegel zu verfilmen. Inhalt: Marga Spiegels Schilderungen, wie ihre Familie von münsterländischen Bauern von 1943 bis 1945 versteckt und so vor ihrer Vernichtung bewahrt wurde. Erst heute hat das Filmprojekt eine Aussicht auf Realisierung. Imo Moszkowicz beschreibt in seinem Buch unter anderem die Ablehnung eines öffentlich-rechtlichen Senders mit der Formulierung: »Weil wir den gesamten Themenkreis vorläufig nicht mehr strapazieren wollen.« Als Schustersohn wurde Imo Moszkowicz 1925 in Ahlen geboren. 1943 wurde er ins KZ Buna verschleppt, zur Zwangsarbeit. Ein Jahr, nachdem ein Teil seiner Familie nach Auschwitz deportiert wurde. Bei Kriegsende war Imo Moszkowicz neben seinem Vater der einzige Überlebende seiner Familie. Es zog ihn anschließend ans Theater und die Schauspielschule, Opern oder Musicals. 60 Fernsehspiele und drei Spielfilme weist seine Arbeitsliste auf. Ahlen ernannte Imo Moszkowicz 2006 zum Ehrenbürger. -- »Heimatpflege in Westfalen«, 20. Jahrgang - 4|2007

Über den Autor

Imo Moszkowicz, geboren am 27. Juli 1925 als Sohn eines jüdischen Schuhmachers in Ahlen|Westfalen. Nach der »Reichskristallnacht« im Jahre 1938 mußte seine Familie den Wohnort nach Essen verlegen. 1942 wurde sie nach Auschwitz deportiert. Dort kamen Moszkowiczs Mutter und seine sechs Geschwister um. Er selbst wurde zur Zwangsarbeit für die IG Farben verurteilt und ins KZ Buna|Monowitz verschleppt. Dort entdeckte er seine schauspielerische Begabung und trat vor Häftlingen auf. Am Kriegsende wurde Moszkowicz von den Truppen der Roten Armee in Liberec|Reichenberg befreit. Er erhielt erste Engagements an der Jungen Bühne Warendorf und am Westfalentheater in Gütersloh. Anschließend ging er nach Düsseldorf an die Dumont-Lindemann Schauspielschule in Düsseldorf, wurde aber sehr bald Regieassistent bei Gustaf Gründgens am Düsseldorfer Schauspielhaus und später bei Fritz Kortner am Berliner Schillertheater. Als Regisseur und Schauspieler wechselte er von dort an die Kammerspiele in Santiago de Chile in Buenos Aires. Außerdem inszenierte er am Pro Arte Künstlertheater in Sao Paulo, das er auch leitete, und am Habimah-National-Theatre in Tel Aviv. Hier inszenierte er mit Siegfried Lenz' »Zeit der Schuldlosen« das erste Stück eines deutschsprachigen Autors. An deutschsprachigen Theatern brachte Imo Moszkowicz insgesamt über 100 Bühnenaufführungen heraus. Seine Vielseitigkeit dokumentierte er auch als Film- und Fernsehregisseur. Mit über 200 Fernsehfilmen und -serien sowie Spielfilmen zählt er zu den bedeutenden Vertretern der Branche. Als Intendant leitete Moszkowicz die Kreuzgangspiele in Feuchtwangen (1989-1993). Am Salzburger Mozarteum, am Wiener Max-Reinhardt-Seminar und an der Grazer Hochschule für Musik und Darstellende Kunst war er als Gastprofessor tätig. Moszkowicz wurde mit dem Grossen Bundesverdienstkreuz der BRD ausgezeichnet; er erhielt den Bayerischen Fernsehpreis 1995, den Scopus Award 2002 der Universität Jerusalem, den Oberbayerischen Kulturpreis 2003. Im März 2006 wurde ihm die Ehrenbürgerschaft der Stadt Ahlen verliehen. Moszkowicz ist seit 1956 mit Renate Dadieu verheiratet und hat zwei Kinder. //////////////////////////// Iris Nölle-Hornkamp, geb. 1956, Studium der Anglistik|Amerikanistik, Germanistik, Philosophie und Erziehungswissenschaften in Marburg und Münster. Promotion 1991. Herausgeberin des Westfälischen Autorenlexikons im Auftrag des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt »Jüdische Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Westfalen«. Organisation der Internetpräsenz »Münster literarisch!« des Kulturamtes der Stadt Münster und der LiteraturLine der Stadt Münster. Inhaltliche Mitarbeit (für den westfälischen Teil) im Projekt »NRW-Autoren im Netz« des Westf. Literaturbüros Unna e.V.

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5.0 von 5 Sternen Klappentext und Verlagsankündigung 3. Mai 2007
Ein Erinnerungsakt von unglaublicher Dimension, für den es keinen besseren Titel als den Begriff "Schlussklappe" gibt. "Schlussklappe" bedeutet für mich als Regisseur auch immer ein Stück Erlösung von aberwitzigen Anstrengungen, sinnlosen Auseinandersetzungen und verzweifeltem Durchhalten. Durch dieses Buch gewinnt das Wort gesellschaftliche und politische Bedeutung.

Wenn Imo Moszkowicz nach so vielen Jahren die Chronologie eines Filmprojektes vorlegt, dessen Realisierung einst von einem öffentlich-rechtlichen Sender mit der Formulierung »weil wir den gesamten Themenkreis vorläufig nicht mehr strapazieren wollen« abgelehnt wurde und das erst heute, 26 Jahre später, Aussicht auf Realisierung hat, so entlarvt das auf erschreckende Weise den Zustand unserer Fernsehkultur zwischen Macht, Geschäft und Verantwortung.

Eberhard Hauff (Vorsitzender des BVR, Bundesverband der Film- und Fernsehregisseure in Deutschland e.V.)

In diesem Buch mit dem Titel Schlussklappe dokumentiert Imo Moszkowicz seine gut 25 Jahre währenden intensiven Bemühungen darum, die Film- und Fernsehbranche davon zu überzeugen, dass das Buch von Marga Spiegel "Retter in der Nacht" unbedingt verfilmt werden sollte. In diesem Buch schildert Marga Spiegel, wie ihre Familie von münsterländischen Bauern in den Jahren 1943 bis 1945 versteckt und so vor der Vernichtung bewahrt wurde: Eine tief beeindruckende Geschichte gelebter Humanität unter schwierigen und höchst gefährlichen Bedingungen, ein Zeugnis von Nächstenliebe und Zivilcourage, das auch heute noch beispielhaft sein kann.

Imo Moszkowicz schreibt in seinem Buch: "Im Westfalenland wurde bewiesen, dass Mitmenschlichkeit (oder Frömmigkeit?) die Historie auch in sanfteren Farben malen darf, und mir ist keine Lebensgeschichte aus unserem Lande bekannt, die heller leuchtet als das Verhalten dieser Bauern. Davon Kunde zu geben, ist wie ein Bericht vor dem jüngsten Gericht."

In den Jahren dieser Bemühungen ist ein Drehbuch für einen Film entstanden, dessen Entstehung sich seinerseits wie ein eigenes Filmdrehbuch liest: Das Ringen des Regisseurs, des Produzenten, des Autors und des Dramaturgen um die richtige Form der Annäherung an den Stoff und dessen adäquate szenische Umsetzung. Die erarbeitete Drehbuchfassung, die komplett im Buch Schlussklappe abgedruckt ist, hat vor wenigen Monaten die Zustimmung durch die Filmstiftung NRW erfahren: Der Weg ist nun frei zur Verfilmung des Stoffes, die Vorbereitungen werden bereits getroffen:

"Nach prominenten Täterfilmen wie der Untergang ist es wichtig, wieder die Opfer des Nationalsozialismus ins Zentrum zu rücken. Marga Spiegels Buch tut dies auf eine besondere Weise, weil sie auch die Zivilcourage der Deutschen, die damals noch Gut von Böse unterscheiden konnten, hervorhebt. Es ist eine Geschichte aus Nordrhein-Westfalen, die Hoffnung verbreitet. Wir rechnen mit einem außergewöhnlichen Film!", so Michael Schmid-Ospach, Geschäftsführer der Filmstiftung NRW.
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