Grundsaetzlich ist schon eine Menge Wahres dran. Es ist ja tatsaechlich so, das oft mit viel zu viel Aufwand relativ wenig erreicht wird.
Das man aber versucht alle Dinge auf andere abzuwaelzen, die einen nicht so liegen ist eine Ausweichtaktik, die sich auch wieder rückwirkend auf die eigene Person auswirkt. Um die eigene Persönlichkeit zu entwickeln ist es eben auch wichtig Dinge zu tun, die einem nicht so liegen.
Leider ist das Buch nur wenig auf die Problematik eingegangen, mit der wohl die meisten Menschen tagtaeglich konfrontiert sind - naemlich: wie manage ich ohne grosse Anstrengung die Situationen, die mir unangenehm sind, die Arbeiten, die ich nicht so gerne verrichte. Ich glaube, es ist eher selten das jemand wirklich nur das tun kann, wozu er Lust hat. Es ist wahrscheinlich schon als voller Erfolg anzusehen, wenn man von sich sagen kann, das man grösstenteils ohne allzu grossen emotionalen Aufwand durch sein Leben kommt - und dabei auch noch erfolgreich ist. Für den taeglichen Kampf mit all den Dingen, die wir nicht so sehr mögen, haette ich mir ein paar mehr hilfreiche Tips von der Autorin gewünscht.
Ausserdem: Ein bischen tiefergehend haette es schon sein dürfen!