Aus der Amazon.de-Redaktion
Wer die gute alte Tradition amerikanischer Short Stories schätzt, wird von T.C. Boyle aufs Beste bedient. Keine hingehauchten literarischen Duftwolken, denen auf dem Weg zum Roman die Luft ausging, sondern präzis getimte Miniaturen von dunkler Komik, messerscharfe Vignetten des alltäglichen Wahnsinns und seiner Protagonisten. Punktgenau, mit verblüffenden Schlusspointen, vereinen sie den Geist eines Vonnegut, Ray Bradbury und Robert Bloch sowie des legendären Magazine of Fantasy and Science Fiction in sich.
Boyle-Liebhaber finden vertraute Sujets: Überbevölkerung, Abtreibung, Endzeitszenarien, Liebe, vor allem die Natur -- (festgehalten in der wohl skurrilsten Story, einer Metapher über "Die schwarzweißen Schwestern", die, in einer Welt ohne Farbe lebend, ihren Gärtner ins Unglück stürzen, indem sie ihn zwingen, seinen farbenprächtigen Garten dem Erdboden gleichzumachen. Auch hier geht es nicht ohne die obligatorische Boyle'sche Gänsehautauflösung ab. "Nicht zimperlich" porträtiert den schmerbäuchigen Bierfreund Jason und seine völlig humorfreie Freundin Paula, eine bretthart durchtrainierte Triathletin, die ihn nach verlorenem Wettkampf im Bett regelmäßig links liegen lässt. Jason hat schließlich den genialen Geistesblitz, Paulas verhasster Konkurrentin einen speziellen Powerdrink zu mixen, um seiner Freundin zum Sieg und sich zum gerechten Lohn zu verhelfen.
Pornosüchtige Internetfreaks, randalierende Flugzeugpassagiere -- T.C. Boyles verrückter Kosmos aus Säufern, Losern, Wichtigtuern, Öko-Heinis und Menschen auf Liebesentzug, zeugt von grandioser Erzählkunst, tiefer Menschenliebe und einem entlarvenden Röntgenblick hinter die Kulissen vermeintlich gelungener Lebensentwürfe. Schluss mit cool Beileibe nicht. Dies hier ist mehr als cool. --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
Pressestimmen
Allegra
»›Schluss mit cool ist ein Buch für T-.C.-Boyle-Fans, eins für Leser, die sich für die amerikanische Kultur interessieren und eines für diejenigen, die über Gewalt mehr wissen wollen als Statistiken und Polizeinachrichten. Und dabei noch gut unterhalten werden wollen.«
jetzt.de
»T. C. Boyle tüftelt an der Frage: Wieso gibt es nicht viel mehr Gewalt in dieser Zivilisation? Gewalt ist von so unwiderstehlicher Plausibilität, dass wir sie jederzeit und überall verüben. […] Wir Unerschrecklichen werden nicht mit Schocks traktiert, sondern mit dem Fundamentalismus der Normalität. Boyle klagt nicht an, man hat vielmehr den Eindruck, er analysiert mit den Mitteln der Erzählung. […] Eine systematische Studie von betörender Genauigkeit. Dichter taugen nämlich nicht nur als Lieferanten des Ungefähren.«
Walter van Rossum, Die Zeit
»Bilder von Boyle haben die Tendenz, einen zu verfolgen.«
Michael Freund, Der Standard
»Der Mensch, so zeigt T. C. Boyle in seinem Erzählungsband ›Schluß mit cool‹, ist nicht für diese Welt gemacht, und für seinesgleichen schon gar nicht. Doppelt tragisch, daß das Scheitern dieser nicht einmal schönen, sondern höchst mediokren Verlierer, ihr Zappeln in des Schicksals Netz, auch ungeheuer komisch ist.«
Erich Demmer, Die Presse
»Was als Satire gemeint ist, wirkt so überzeugend real, dass dem Leser das Lachen im Halse stecken bleibt […] Ein Vergnügen, bei dem man sich, ähnlich wie bei dem Genuss von leberzersetzenden Alkoholika, köstlich amüsiert, und hinterher irgendwie schuldig fühlt.«
Meike Schnitzler, Welt am Sonntag
»Einfühlsam lotet der Erzähler das Innenleben seiner Figuren aus, und man erfährt dabei mehr über die Menschen als aus den psychologischen Gutachten, die einer Bluttat sonst folgen.«
Basil Wegener, Frankfurter Neue Presse
Kurzbeschreibung
Seit Erscheinen von Boyles allererstem Buch hat der Furor dieses großartigen Geschichtenerzählers kein bißchen nachgelassen, im Gegenteil: Ob er apokalyptische Szenarien schildert oder nahezu normale Alltagsschicksale seine Sicht auf unsere Welt ist nicht unbedingt optimistischer geworden. So reagiert ein junges, liberales Paar voller Panik, als bei einer Nachbarin eingebrochen wird.
Ein alternder TV-Star, beim Strandspaziergang von Jugendlichen attackiert, greift zum Gewehr. Da kann man es auch der alten Witwe nicht verdenken, daß sie, obschon tatterig, tatkräftig einen Räuber in die Flucht schlägt beifällig beobachtet von ihrem verstorbenen Gatten. Daß Boyle auch leisere Töne anschlagen kann, die einem nicht weniger nahegehen als die schrillen, wissen seine Leser. So erzählt er in einer anderen Geschichte von einem schwierigen Vater-Sohn-Verhältnis und in Rost von einem alten Ehepaar und dem fast gleichzeitigen Ende ihres Lebens.
Brillant, witzig, böse behandelt Boyle Themen, die schon längst nicht mehr als rein amerikanische zu gelten haben. Und als gar nicht mehr einsamer Rufer in der Wüste sagt er uns immer wieder in den verschiedensten Tonarten: Seht, das Ende ist nah!
Der Verlag über das Buch
»Schluss mit cool ist ein Buch für T-.C.-Boyle-Fans, eins für Leser, die sich für die amerikanische Kultur interessieren und eines für diejenigen, die über Gewalt mehr wissen wollen als Statistiken und Polizeinachrichten. Und dabei noch gut unterhalten werden wollen.« jetzt.de
»T. C. Boyle tüftelt an der Frage: Wieso gibt es nicht viel mehr Gewalt in dieser Zivilisation? Gewalt ist von so unwiderstehlicher Plausibilität, dass wir sie jederzeit und überall verüben. [ ] Wir Unerschrecklichen werden nicht mit Schocks traktiert, sondern mit dem Fundamentalismus der Normalität. Boyle klagt nicht an, man hat vielmehr den Eindruck, er analysiert mit den Mitteln der Erzählung. [ ] Eine systematische Studie von betörender Genauigkeit. Dichter taugen nämlich nicht nur als Lieferanten des Ungefähren.« Walter van Rossum in der Zeit
»Bilder von Boyle haben die Tendenz, einen zu verfolgen.«Michael Freund im Standard
»Der Mensch, so zeigt T. C. Boyle in seinem Erzählungsband Schluß mit cool, ist nicht für diese Welt gemacht, und für seinesgleichen schon gar nicht. Doppelt tragisch, daß das Scheitern dieser nicht einmal schönen, sondern höchst mediokren Verlierer, ihr Zappeln in des Schicksals Netz, auch ungeheuer komisch ist.« Erich Demmer in der Presse »Was als Satire gemeint ist, wirkt so überzeugend real, dass dem Leser das Lachen im Halse stecken bleibt [ ] Ein Vergnügen, bei dem man sich, ähnlich wie bei dem Genuss von leberzersetzenden Alkoholika, köstlich amüsiert, und hinterher irgendwie schuldig fühlt.« Meike Schnitzler in der Welt am Sonntag
»Einfühlsam lotet der Erzähler das Innenleben seiner Figuren aus, und man erfährt dabei mehr über die Menschen als aus den psychologischen Gutachten, die einer Bluttat sonst folgen.« Basil Wegener in der Frankfurter Neuen Presse