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Schloss aus Glas [Taschenbuch]

Jeannette Walls , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (172 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 9,99 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
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Kurzbeschreibung

6. Juni 2006
Jeannette Walls ist ein glückliches Kind: Ihr Vater geht mit ihr auf Dämonenjagd, holt ihr die Sterne vom Himmel und verspricht ihr ein Schloss aus Glas. Was macht es da schon, mit leerem Bauch ins Bett zu gehen oder in Nacht-und-Nebel-Aktionen den Wohnort zu wechseln. Doch irgendwann ist das Bett ein Pappkarton auf der Straße, und eine Adresse gibt es schon lange nicht mehr.



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Schloss aus Glas + Ein ungezähmtes Leben + Die andere Seite des Himmels: Roman (Frauenromane)
Preis für alle drei: EUR 38,97

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Diana Taschenbuch; Auflage: 31. Auflage (6. Juni 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453351355
  • ISBN-13: 978-3453351356
  • Originaltitel: The Glass Castle
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (172 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 3.093 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Der innere Konflikt der Autorin, der sie jahrelang schweigen ließ, wird bereits in der Einleitung deutlich. An einem stürmischen Märzabend befindet sich die bekannte Kolumnistin Jeanette Walls auf dem Weg zu einer Party. Ihre Vorfreude weicht schlagartig, als sie vom Taxi aus die zerlumpte alte Frau mit dem verfilzten Haar erblickt, die gerade einen Müllcontainer durchwühlt. Sie erkennt die vertrauten Bewegungen, die Art, wie sie den Kopf schieflegt, um ihren Fund zu begutachten. Schockiert und beschämt kehrt Jeanette Walls in ihr nobles Appartment auf der Park Avenue zurück. „The Party is over!“ -- Die Vergangenheit war zurückgekehrt. Die Pennerin auf der Straße war Jeanette Walls eigene Mutter. Eine Kindheit der etwas anderen Art zieht noch einmal vorüber.

„Wir türmten ständig, meistens mitten in der Nacht!“ -- Ob solche Eltern für Jeanette und ihre beiden Geschwister (ein viertes kam später hinzu), eher Segen oder Fluch darstellten, mag der Leser entscheiden. Mit einer Art Hippie-Philosophie und einem nonkonformistischen Besserwissertum, das zuweilen nervt, ausgestattet, hatten Rex und Rose Mary Walls beschlossen, allem Konsum den Kampf anzusagen. Ein naturhaftes Leben „on the road“ sollte den Kinder „echte Werte“ vermitteln. Ein zwiespältiges Unterfangen bei einem Vater, der in lichten Momenten seinen Kindern die Welt erklärte, Sterne vom Himmel holte und ihnen ein „Schloß aus Glas“ versprach, dann wieder klaute wie ein Rabe, und sich in den finstersten Phasen seiner Trunksucht gar in einen regelrechten Berserker verwandeln konnte.

Auch die Mutter, eine vor jeder Arbeit zurückscheuende verhinderte Künstlerin, bot kein rechtes Gegenmodell. Jeanette Walls indes beschloss rückblickend, die positiven Aspekte ihrer „Erziehung“ herauszustellen. Die ständige Flucht vor „den Handlangern, Blutsaugern, der Gestapo“, wie der Vater seine Verfolger verwünschte, die Nahrungsaufnahme aus Müllcontainern, die zerschlissene Kleidung -- das gewählte Außenseitertum gerät bei ihr nicht zum Mangel sondern zum Lebensgewinn.

Wie das elterliche Fantasiegebäude erste Risse bekam und die allmähliche Abspaltung erfolgte, wird mit leisem Humor, großer erzählerischer Kraft und (nicht immer nachvollziehbarer) Liebe abgehandelt. Nach Nick Flynns literarisch schrofferen Bullshit Nights das zweite große Buch dieses Frühlings zum Thema Kindheitsbewältigung. --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

"Ein komisches, anrührendes Buch." (Stern)

"Geschichten erzählen kann Walls. Bald will man das Buch gar nicht mehr zuklappen." (Frankfurter Neue Presse)

"Jeannette Walls berichtet mit Liebe, aber auch mit Wehmut, jedoch ohne Bitterkeit von dieser seltsamen Kindheit in einer unangepassten Familie." (Elke Heidenreich)

"Lange zögerte Jeannette Walls, ihre Vergangenheit preiszugeben. Wie gut, dass sie sich dafür entschieden hat, denn sonst wäre uns ihre spannende, anrührende Geschichte entgangen." (Gala)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
43 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwischen Lachen und Weinen 25. April 2007
Von Anis Keks
Format:Taschenbuch
Dieses Buch hat mich ganz schön aufgewühlt und ich konnte es kaum mehr aus der Hand legen. Beim lesen ist man so zwiegespalten - mag man die Eltern, mag man sie nicht? Jeannette Walls beschreibt ihre Familie - trotz aller chaotischen Zustände - mal sehr liebevoll, mal bewertungsfrei. Es bleibt meist dem Leser überlassen, Sympathien zu entwickeln - nur um sie im nächsten Moment wieder umzuschmeissen...

Man bedauert Jeannette und ihre Geschwister, die zeitweise in Pappkartons schlafen und oft nicht wissen, wo die nächste Mahlzeit herkommen soll. Und im nächsten Moment beneidet man sie wieder, weil sie das Glück hat, einen Vater zu haben, der ihr die Natur nahe bringt, ihr die Venus zum Geburtstag schenkt und der ihr so oft das Gefühl gibt, an sie zu glauben.

Ein wirklich schönes, unter die Haut gehendes Buch - das leider viel zu schnell zu Ende ist!
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167 von 175 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alternativ? Abenteuerlich? Asozial? 3. April 2005
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Das Leben sollte ein einziges großes Abenteuer sein. Jeannettes Walls' Eltern hassen Regeln und Konventionen. Sie sind ständig mit den vier Kindern unterwegs, oft auf der Flucht vor Gläubigern und Krankenhausrechnungen. Sie leben bewusst jenseits aller gesellschaftlichen Normen. Die Mutter, eine ausgebildete Lehrerin, arbeitet nur im äußersten Notfall, wenn die Familie finanziell gar nicht mehr weiter weiß. Sie sieht sich als Malerin und Schriftstellerin. Der Vater wird als genialer Bastler und Tüftler dargestellt, der an einer Goldsuchmaschine arbeitet. Im Endeffekt ist er ein notorischer Trinker, der ständig seine Arbeit verliert und das letzte Haushaltsgeld versäuft. Die Kinder wachsen sehr frei auf, ihr Leben wirkt zunächst aufregend, ungewöhnlich und spannend. Die Eltern bringen ihnen vielerlei Dinge bei und fordern ihren Intellekt. So muss die Erzählerin ihre Mathe-Hausaufgaben in binären Zahlen schreiben, weil sie sonst zu einfach wären. Sie lernt schießen und wie man in der Wüste überlebt. Das Prinzip der Eltern: Wer es in der Jugend schwer hat, ist später widerstandfähiger. Die Erzählerin lernt schwimmen, indem der Vater sie immer wieder an der tiefsten Stelle eines Sees ihrer Angst überlässt. Im Haus stehen nachts alle Fenster und Türen offen, damit die Luft zirkuliert. Die Kinder müssen eben mit ihrer Angst fertig werden, dass sich Fremde ins Haus schleichen. Und das geschieht nicht nur einmal.... Oft ist der Kühlschrank leer, die Kinder klauen, essen Katzenfutter, Margarine mit Zucker oder suchen in den Abfallkörben der Schule. Die Eltern weigern sich aus ideologischen Gründen, Sozialhilfe in Anspruch zu nehmen. Lesen Sie weiter... ›
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45 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von gizm03
Format:Gebundene Ausgabe
...das alles empfindet man als Leser der Kindheitsbiographie von Jeannette Walls!

Jeannette ist ein glückliches Kind: sie wächst mit ihren zwei Schwestern und ihrem Bruder bei ihren unkonventionellen Eltern in ländlicher Umgebung auf, wird von Kindesbeinen an zur Selbständigkeit angehalten...und das von Eltern, die ihr eigenes Leben nicht in den Griff bekommen: der Vater, eigentlich ein intelligenter Mann, hält die Familie anfangs mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Die Mutter, künstlerisch veranlagt und gelernte Lehrerin, kümmert sich weniger um das leibliche Wohl ihrer Kinder, als um das Malen ihrer Bilder, mit denen sie eine anerkannte Künstlerin werden möchte. Sobald den Eltern die Gegend nicht mehr gefällt oder ihnen das Jugendamt wiedereinmal zu nahe kommt, zieht die Familie in Nacht-und-Nebel-Aktionen mit den nötigsten Habseligkeiten einfach an einen anderen Ort. Doch Jeannettes Vater verfällt immer mehr dem Alkohol und bald ist kein Geld mehr vorhanden, um die Kinder zu ernähren... Angespornt von den Träumen des Vaters, der seiner Familie die ganzen Jahre hinweg den großen Goldfund verspricht und an seinen Plänen für das Familienschloss aus Glas tüftelt, das er für sie bauen will, schaffen es die Kinder, trotz aller Widrigkeiten nie den Mut zu verlieren und beginnen bereits in jungen Jahren, sich um ihr eigenes Wohl und das ihrer Eltern selbst zu kümmern...

Ein großartiges und überaus bewegendes Buch, das ich an zwei Tagen förmlich verschlungen habe (leider musste ich zwischendrin mal in die Arbeit)!
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27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Verstörende Kindheit! 5. Mai 2005
Format:Gebundene Ausgabe
Tatsächlich drängt sich bei der Lektüre dieses Buches der Vergleich mit der Bausparvertragswerbung auf: "Wenn ich groß bin möchte ich Spießer werden", denn Jeannette Walls beschreibt eine Kindheit, in der es weder Rituale, Regeln noch ein geordnetes Familienleben gibt. Eindringlich beschreibt sie, wie die Familie, in der die Eltern in erster Linie mit sich selbst beschäftigt sind, in immer tiefere Abgründe stürzt, sowohl materiell als auch emotional.
Was wie ein großes Abenteuer beginnt, wird zunehmend zum Alptraum für die heranwachsende Jeannette und ihre drei Geschwister. Dabei sind ihre Eltern keineswegs Dummköpfe, lediglich fehlt es ihnen an der Fähigkeit, Regeln einzuhalten, ein fest strukturiertes Familienleben zu führen. Umso intensiver vermitteln sie ihren Kindern intellektuelle Werte, lehren sie, die Schönheiten der Natur wahrzunehmen. Dafür sind sie unfähig, Mahlzeiten zuzubereiten und für angemessene Wohnverhältnisse zu sorgen. Da der Vater immer wieder seine Jobs hinschmeisst, befindet sich die Familie stets auf dem Sprung, bereit innerhalb weniger Stunden ihre Zelte abzubrechen.
Die Autorin beschreibt in einfachen Worten und damit ungeheuer eindringlich die Gefühle der mittleren Tochter, einer ausgesprochenen Vater-Tochter, die aber irgendwann nicht mehr bereit ist, die Eltern und ihre Lebensunfähigkeit zu decken. Zunehmend eigenverantwortlich versucht sie, den bedrückenden Verhältnissen zu entkommen...
Jeannette Walls hat ein wunderbares Buch geschrieben, dass den Lesern tiefe Einblicke in eine zerbrechende Familie gewährt - ohne jemals voyeuristisch zu sein.
Ein Buch, dem viele Leser zu wünschen sind.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Lesenswert bis zur letzten Zeile
Wenn Elke Heidenreich ein Buch empfiehlt, kann ich mich in der Regel darauf verlassen, dass es mir auch gefällt. Die Dame und ich scheinen oft den gleichen Geschmack zu haben. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Tagen von Seitenfresserchen veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen sehr bewegend
Die Geschichte ist wundervoll. Auf der einen Seite denkt man sich "wie schön" und dann ist man wieder bei "das kann doch nicht wahr sein! Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Alena veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Berührende Geschichte
Ich habe dieses Buch zufällig ausgewählt und ich muss sagen,saß ich es nicht bereut habe. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Rebecca Powell veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Buch das einen nachdenklich zurücklässt...
Die Autorin Jeannette Walls beschreibt in diesem Buch ihre abenteuerliche Kindheit in einer Familie die ungewöhnlicher nicht sein könnte. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Buch-Bria veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Überlebenskunst - faszinierend, traurig, unfassbar
Das Buch über die Kindheit und Jugend von Jeannette Walls hat mich sehr beeindruckt und ist insgesamt einfach spannend zu lesen. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Sabine veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Flüssig geschrieben aber zu viele Längen und letztlich...
Flüssig geschrieben aber zu viele Längen und letztlich habe ich nichts "mitgenommen" aus dem Buch. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Karsten Wich-Muenster veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Unglaublich....fesselnd und verstörend zu gleich
Über den Inhalt ist ja in vielen Bewertungen schon hinreichend geschrieben worden. Habe das Buch heute früh in der Bahn beendet und stellte dabei erst entsetzt fest, dass... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Wolke7 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Schloss aus Glas
Habe schon lange nicht mehr eine solch bewegende Geschichte gelesen. Obwohl die Kindheit von Jeannette Walls in vieler Hinsicht tragisch war, schafft sie es doch ihre Eltern mit... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Ingrid Casper veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Was für ein Buch!
Dieses Hörbuch, in dem Jeanette Walls ihre Kindheit Revue passieren lässt, ließ mich sehr nachdenklich und zwiegespalten zurück. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von LEXI veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Eine fast unglaubliche Autobiografie
Die Kindheit von Jeannette Walls ist alles andere als geordnet und wohl behütet. Als eines von vier Kindern wächst die sie in einer sehr unkonventionellen Familie auf, in... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Beccaris veröffentlicht
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