Christoph Schlingensief (1960-2010) erzählt von seinem filmischen Schaffen, erläutert dem Zuschauer reichlich Beweggründe und Interpretationen seiner Werke, von denen aus der Super-8-Kindheit bis hin zu UNITED TRASH, gibt dazu viele (meist amüsante) Anekdoten preis und weckt mit seiner quirligen, selbstkritischen und dennoch sehr gemütlichen Art reichlich Sympathie beim Zuschauer. Dies verbunden mit zahlreichen Ausschnitten seiner (zugegeben für mich mal mehr, mal weniger zugänglichen) kunsthistorisch-wertvollen Zeitdokumente und -Interpretationen ergibt diese Dokumentation, die mehr als "Oral History" verstanden werden kann, eine gelungene unterhaltsame Bestandsaufnahme des Werkes Schlingensiefs (der leider viel zu früh von uns ging), wodurch sie auch zum Einstieg in das Thema sehr gut geeignet ist. Besonders empfehlenswert für Filmkenner und -liebhaber.