Frankreich vor der Revolution 1789: Der Intrigant und Vicomte de Valmont tauscht sich mit seiner Komplizin, der Marquise de Merteuil, zumeist brieflich über bevorstehende kleine "Attentate" am französischen Hof aus, um Frauen vor der restlichen Gesellschaft zu entehren. Besonders die Heranwachsende Cécile de Volanges, deren Mutter mit der Marquise befreundet ist und in ihr eine gutmütige Person sieht, hat es dem Vicomte als potentielles Opfer seiner perfiden Vorhaben angetan. Cécile ist in den Ritter Danceny verliebt, doch ihre Liebe zu ihm kann sich nicht voll entfalten, da die beiden Intriganten Valmont und Merteuil ihre Spiele mit ihr spielen, um sie leiden zu sehen, jedoch ohne, dass sie auch nur ein Fünkchen davon mitbekäme. Zugleich gibt sich der Vicomte der verheirateten Präsidentin von Tourvel hin, deren Mann im Ausland unterwegs ist. Auch bei ihr versucht der Vicomte sie öffentlich der Schande preiszugeben, immer mehr siegt er gemeinsam mit seiner Marquise und erzielt triumphale Erfolge, bis sich letztendlich das Blatt für beide dramatisch wendet und ihre Tarnung auffliegt...
Es gibt wohl kaum ein Buch, das so dicht hinter die Kulissen der abgemachten und geplanten Intrige blicken lässt als dieses und falls doch: Dies ist wohl der Klassiker und die Vorlage für ähnliche Werke. Obwohl De Laclos Offizier war, gilt er seit diesem Buch auch als begnadeter Schriftsteller hauptsächlich in Frankreich, doch lässt die gewaltige Wirkung dieses einzigartigen Werks auch im Ausland nicht nach. Das Schlimme an diesen schlimmen Liebschaften für den Leser ist: Man weiß alles, man weiß wer genau was vorhat, was geschehen ist in der Vergangenheit und welche Einfälle gerade jetzt in den Köpfen der Schreiber kreisen, doch man kann keine Figur warnen, helfen oder vorsorgen. Man ist somit als Leser gefangen und genauso gefangen nimmt einen das Buch ebenso, bis zur letzten Seite. Es kann nie langweilig werden, denn immer wieder werden neue Spiele ausgedacht und Pläne ausgeheckt. Ich hoffe, das in Zukunft noch mehr Menschen dieses Buch lesen, weiter empfehlen und rezensieren werden, denn in seiner Großartigkeit ist es nicht zu übertreffen und sollte auch als etwas Besonderes geschätzt werden, solange es auf dieser Welt noch Bücher gibt.
Dieser Text wurde von einer 19-jährigen verfasst.