Aus der Amazon.de-Redaktion
"Nicht der Krieg, der Handel ist der Vater aller Dinge." Gemäß diesem Motto geht es in diesem Band zur preisgekrönten TV-Serie
Schliemanns Erben um das Zusammenspiel von Handel und Macht: bei den Karthagern, den Römern, den Wikingern und den sagenhaften Inka. Ein Thema, das auch heute brandaktuell ist, angesichts von Globalisierung und (Handels-)Kriegen.
In vier Kapiteln begeben sich die Autoren auf die Spuren der Archäologen, die (zum Teil unter großen Gefahren) die Geheimnisse der Vergangenheit aufdecken. Das erste Kapitel ist Karthago gewidmet. Die Stadt selbst wurde gründlich zerstört, aber die Entdeckung eines frühen Stützpunktes der Karthager, der Insel Pantelleria, bringt ganz neue Erkenntnisse. Waren die Phönizier feige, gemein und habgierig, wie ihre Bezwinger behaupteten? Eins steht zumindest fest: Sie waren die ersten "Global Players", und aus ihrer Geschichte können wir viel über die Chancen und Risiken der Globalisierung lernen.
Im zweiten Kapitel geht es um den römischen Orient, die Pax Romana und die erstaunlichen Fortschritte, die im teuer erkämpften Frieden möglich waren. Im dritten Kapitel lernen wir einen russischen Wissenschaftler kennen, der für seine These, dass die Wikinger Russland gegründet haben, ins Arbeitslager gesteckt wurde. Vieles belegt heute den Einfluss der Nordmänner auf das russische Reich. Kapitel vier schließlich handelt vom Inka-Reich, das so mächtig wurde und doch nur so kurz existierte. Neueste Forschungen zeigen, dass die Inka sogar am Amazonas waren, und dass ihre sagenhaften Goldschätze durchaus entdeckt werden könnten.
Spannend und lebendig ist das alles beschrieben, in einer Mischung aus Erlebnisberichten, Hintergrundinformationen, alten Reiseberichten und Alltagsgeschichte. Die Geschichten von Menschen und Völkern, von Rätseln und Entdeckungen werden überdies durch zahlreiche Farbfotos anschaulich illustriert. Archäologie muss keine staubtrockene Angelegenheit sein. Sie kann sogar sehr aufregend sein, wenn sie uns -- wie in diesem Buch -- Einblicke in die Vergangenheit ermöglicht und uns auch über unsere Gegenwart einiges zu sagen hat. --Gabi Neumayer
Kurzbeschreibung
Um Tabubruch geht es. Und um Gold, viel Gold. Um Roms Limes im Orient, um Kriegszüge und Schlachten der gewaltigen Imperien und das Rätsel des antiken Inselreichs im Mittelmeer, dem Geheimnis der Tyranneninsel.
Schliemanns Erben, die erste und mit regelmäßig rund fünf Millionen Zuschauern bekannteste Archäologiereihe im deutschen Fernsehen, überrascht im Januar 2004 mit vier neuen Folgen, die verblüffen und Unbekanntes aufdecken. In Bolivien und Peru wurde die Seidenstraße der Inka entdeckt, ein uralter Handelsweg, auf dem sie ihr Gold, aber auch Leoparden und Vogelfedern aus dem Amazonastiefland transportierten. In Jordanien und Syrien wird der limes orientalis des Römischen Reichs wiederentdeckt aus der Luft. Luftbildarchäologe Otto Braasch verfolgt mitten in der Wüste die Kette von Kastellen, Wachtürmen und Garnisonen der römischen Legionen. Auf der Insel Pantelleria, einer einsamen, windumtosten Insel fernab aller Touristenströme, im Nadelöhr zwischen Nordafrika und Sizilien, liegt unzerstört Klein-Karthago verborgen. Deutsche Archäologen legen (seit drei Jahren) den Brückenkopf für die antiken Kolonialmächte und einen der frühesten Stützpunkte des karthagischen Seereiches frei. Vor tausend Jahren wurde das Russische Reich gegründet. Wer waren die Rusen, die dem Reich ihren Namen gaben? Eine in der Sowjetunion aus ideologischen Gründen unterdrückte Theorie besagt: nicht die Slawen, sondern die Waräger, die Wikinger aus dem Norden. Schliemanns Erben unternehmen mit deutschen Archäologen eine Expedition von Gotland bis zu den Inseln in den Stromschnellen des Dnjeprs auf der Spur eines Tabus.