In diesem fiktiven Roman, den Hera Lind in der Ich-Form vorlegt, beschreibt sie Höhen und Tiefen der Opersängerin Ella Herbst, die aufgrund einer mitmenschlichen Tat - nämlich für den alten, kranken Großvater zu sorgen - ihre Karriere aufgeben muss und dann in verschiedene Probleme gerät, die sie immer mehr als persönlichen Absturz erleben muss. Sogar ihr Mann Felix, den sie wirklich liebt und der sie bis jetzt immer verwöhnt hat, führt sie hinters Licht: allerdings nicht mit einer anderen Frau, sondern weil er aufgrund seiner Spielsucht, die er vor seiner Frau verheimlicht, in finanzielle Schwierigkeiten kommt und dabei das Vermögen seiner Frau verschleudert ...
Mit Hilfe guter Freunde gelingt Ella Herbst schließlich die Wende zum Besseren, was freilich nicht heißt, dass sie ihre ursprüngliche Karriere wieder aufnimmt. Wohl aber hat sie nun zu den wesentlichen Werten des Menschseins zurückgefunden und auch der Glaube an Gott spielt hier eine Rolle, der in der Zeit der Krise zwar verschüttet war, aber dann doch wieder entdeckt wird. - Das Buch ist spannend und humorvoll geschrieben, und bisweilen gelingt es der Autorin, den Leser so zu fesseln, als ob es eine Geschichte aus dem wirklichen Leben wäre ... Aber vielleicht ist es das ja auch, wenigstens teilweise? Die Biographie der Autorin weist jedenfalls manche überraschende Parallelen zum Schicksal von Ella Herbst auf!