Ich habe mir dieses Buch gekauft, weil ich schon alle Bücher von Laurie Notaro gelesen habe und ich muss sagen, dass es mich nicht enttäuscht hat. Ich finde es sehr schade, dass einige Leute meinen, ein Buch bewerten zu können, obwohl diese erst 20 Seiten gelesen haben.
Ich muss zugeben, dass es sicherlich etwas schleppend anfängt, aber so ist das nunmal, wenn man einen Charakter verstehen will. Die Protagonistin Maye zieht mit Ihrem Mann Charlie von der Metropole Phoenix nach Spaulding, einer kleinen Stadt. Hier versucht Maye krampfhaft Freundinnen zu finden, was sich als ziemlich schwierig entpuppt, da (so wie in jeder Kleinstadt) ein Jeder den anderen kennt und es bereits die berühmte Grüppchenbildung gibt.
Maye gibt jedoch nicht auf und tritt dabei von einem Fettnäpfchen ins nächste, bis sie erfährt, dass es einen jährlichen "Talentwettbewerb" gibt. Sie beschließt diesen zu gewinnen um somit eine Freundin zu finden.
Und dann geht die eigentliche Geschichte erst los. Die um die es eigentlich geht. Dabei schreibt die gute Laurie wieder witzig, spritzig und gleichzeitig komisch ihre Metaphern. Es fällt wirklich schwer, das Buch dann noch aus der Hand zu legen. Auf Arbeit habe ich aus Versehen meine Mittagspause überzogen. *uuuppps*
Man findet in Maye auch wieder viele Parallelen zur echten Laurie (zumindest wenn man Ihren Kolumnen-Sammlungen Glauben schenken darf) ;) . So hat Maye zum Beispiel einen Hund, der Ihre Unterhosen frisst.
Für jeden Laurie Notaro-Liebhaber, also ein absolut tolles Buch. Wobei ich finde, dass sie sich sehr weiterentwickelt hat. Ihr Stil ist doch ein wenig reifer geworden.
Den einzigen Abzug, den ich leider machen muss ist, dass die Übersetzungen zum Teil echt blöd sind. Sicherlich ist es schwierig amerikanische Metaphern ins Deutsche zu übersetzen. Aber ich bezweifle, dass Laurie wirklich die Wortgruppe "förmlich vor Begeisterung" in einem Abstand von 10 Zeilen wiederholt. Außerdem sind zahlreiche Tipp- und Rechtschreibfehler drin. Ja, es ist vielleicht kleinlich, aber wenn in einem Satz WIR statt WIE steht, dann stört das doch schon erheblich den Lesefluss. Weiterhin wird in dem Buch eine Hundedame namens SUSI beschrieben. Ein paar Seiten weiter ist plötzlich von LADY die Rede. (Zur Erklärung der Zeichentrickfilm SUSI und Strolch heißt im englischen LADY and the Tramp). Es verwirrt doch schon manchmal.
Doch wie gesagt, dass sind Dinge, die nicht auf die Autorin zurückzuführen sind und die auch ganz sicher nicht davon abhalten, einfach mal laut loszulachen, wenn Maye wieder irgendetwas lustiges passiert... :)
Alles in allem 5 Sterne :)