Bei ihrer arbeitslosen und alkoholabhängigen Mutter fristen Luca und und sein jüngerer Bruder Joshua alias "Jay" ein verwahrlostes, auf sich selbst gestelltes Leben in Armut und Isolation. Luca musste wegen kleinkriminellen Machenschaften bereits einmal absitzen und Jay hat im misstrauischen und meist feindseligen Dorf den nicht ganz unverdienten Ruf eines Ladendiebes.
An einem Novembertag kommt es zu einem Zwischenfall: Jay wird verdächtigt, mit Absicht ein Kind in die reissenden Fluten des Kanals gestossen und gerettet zu haben, als Ablenkung von einem ihm angelasteten Diebstahl. Ein eigenwilliges Mädchen aus dem Dorf, Sarah, hat Jay geholfen, den Jungen aus den Fluten zu ziehen. Die Presse schlachtet den Vorfall mitsamt den Gerüchten voll aus.
Jay wird kurze Zeit später von zwei Fremden, die erfolglos auf Luca gewartet haben, abgepasst, bedroht und verletzt. Seine überforderte, verzweifelte und kranke Mutter bittet Sarah um Hilfe. Diese bringt Jay ins Spital und gewinnt sein Vertrauen. Sie erfährt, dass Luca -und damit auch Jay- in gefährlichen Schwierigkeiten steckt. Sie drängt Jay, sich an die Polizei zu wenden, was er aber als Verrat an seinen Bruder empfindet und ausschlägt.
Als in der Kiesgrube plötzlich ein Toter gefunden wird und Luca, dessen Fingerabdrücke auf der Tatwaffe gefunden werden, den Mord abstreitet und abhaut, spitzt sich die Lage für Jay, durch den plötzlichen Eintritt seiner Mutter in ein Entzugsheim zusätzlich belastet, dramatisch zu.
Mit Sarahs (und weiterer unverhoffter) Hilfe beginnt Jay, die Wahrheit hinter dem Mord aufzudecken...
Ein temporeicher und mit Überraschungen gespickter Jugendkrimi, der ohne Beschönigung und Dramatisierung das sensationsheischende Gehabe der Presse wie auch die Realität von Alkoholsucht und seiner Auswirkung aufzeigt. Nicht nur, aber besonders für lesemufflige Jungs ab 13 Jahren empfehlenswert!