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Schlaue Kinder, schlechte Schulen: Wie unfähige Politiker unser Bildungssystem ruinieren - und warum es trotzdem gute Schulen gibt
 
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Schlaue Kinder, schlechte Schulen: Wie unfähige Politiker unser Bildungssystem ruinieren - und warum es trotzdem gute Schulen gibt [Restexemplar] [Taschenbuch]

Christian Füller
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Droemer; Auflage: 1 (19. März 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426274396
  • ISBN-13: 978-3426274392
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 12,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 157.453 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Christian Füller
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Neue Schulen braucht das Land! Die Bildungsdebatte macht Schlagzeilen – und geht doch am Kern der Sache vorbei: Was richtet das Bildungssystem bei den Kindern an? Fakt ist: Unsere Schulen produzieren systematisch Bildungsverlierer. Der Grund: Wir haben es mit organisierter Verantwortungslosigkeit zu tun. Christian Füller, ausgewiesener Kenner der Bildungslandschaft, fragt: Müssen wir das als schicksalhaft hinnehmen? Oder gibt es Grund zur Hoffnung? Eine provokante Abrechnung mit der Bildungslage der Nation.

Über den Autor

Christian Füller, geboren 1963, ist Politikredakteur bei der "taz" und schreibt regelmäßig für SPIEGEL ONLINE über Bildung und Schule.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein leidenschaftliches Plädoyer für ein besseres Schulsystem -doch ohne engagiertere Eltern wird es nicht gehen, 4. Mai 2008
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Schlaue Kinder, schlechte Schulen: Wie unfähige Politiker unser Bildungssystem ruinieren - und warum es trotzdem gute Schulen gibt (Taschenbuch)
In Finnland, jenem nordeuropäischen Land mit den dunklen Wintern und den weiten Entfernungen, jenem Land, das bei allen PISA-Studien der Vergangenheit den Spitzenplatz eingenommen hat und von dessen Bildungssystem in Deutschland immer häufiger geredet wird, ohne auch nur eine Idee bisher zu übernehmen, lautet das selbstverständliche Motto alles schulischen Bemühens: "Wir dürfen kein Kind verlieren !"

Dieses Motto, so zeigt der angesehene Bildungsjournalist Christian Füller in seinem neuen Buch, ist unserem bisherigen Bildungssystem und unserer Schulpraxis wesensfremd. Hier geht es darum, so Füller, früh einzuordnen und auszusieben. Wer nicht mithalten kann, wird aussortiert. Dabei wird, über breite Bevölkerungsschichten auch innerlich akzeptiert, davon ausgegangen, dass jeder einzelne bzw. seine Familie und Eltern an einem schulischen Versagen selber Schuld sind.

Doch bevor man diese zweifellos bestehenden Probleme in den Herkunftsfamilien vieler "schwacher""vorschnell zum Sündebock macht, müsse man, so Füller, ihnen ein Schulsystem anbieten, das ihnen hilft, aus der Bildungsarmut und der Proletarisierung herauszukommen.

Er beschreibt beeindruckend die Situation der Leidtragenden des gegenwärtigen Systems, die Schüler, deren Eltern aber auch die Lehrer. Alle ihre Bemühungen und aus pädagogischem Eros und Leidenschaft geborene Ideen und Engagements werden durch ein System zunichte gemacht, an dem eine unbelehrbare Kultusbürokratie mit vielen unfähigen Politikern die Hauptschuld tragen.

Doch es gibt Alternativen. Füller zeigt an Beispielen von Reformschulen und deren Leiterinnen und Leitern, wie es auch anders gehen kann und benennt sieben Voraussetzungen für eine neue Schule:

1. Das Prinzip Verantwortung

2. Eine neue Lernkultur schaffen

3. Kulturminister entmachten und Schule entstaatlichen

4. Recht auf Bildung - aber ohne Haupt- und Sonderschule

5. Den Lehrern ihre Würde zurückgeben

6. Mehr Geld für besser Bildung

7. Die Eltern müssen mit ins Boot

Eine große Aufgabe ist da zu schultern, Doch Füller warnt davor, die Flinte ob der Größe des Projekts ins Kirn zu werfen. Eltern und Lehrern kann diese Buch die entsprechenden Argumente an die Hand liefern und Politiker können, ja müssen umdenken.

Aber auch Eltern müssen umdenken. Ich beobachte seit Jahren in meiner Umgebung an meinem Wohnort, dass Erwachsene, die alles andere als proletarisiert sind, beide Eltern berufstätig, ihr Leben auf eine Art und Weise egoistisch leben, die die Kinder immer tiefer stürzt. Da werden Kinder abgegeben, bei den Großeltern geparkt, aber es ist keine Zeit für sie da. Zeit da ist allerdings immer für die eigenen Bedürfnisse und Feste.

Es ist nötig über ein neues Verständnis von Elternschaft und ihre Verantwortung nachzudenken und sie auch zu praktizieren. Kindern, die nur vor Fernsehern und anderen ihr Gehirn zerstörenden Medien geparkt werden, nützt ohne elterliche Liebe und Zuwendung die beste Schule nichts.

Ein leidenschaftliches Plädoyer ist dieses Buch für ein besseres Schulsystem, dem man eine große Verbreitung wünscht.
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Einseitige Darstellung, 26. Juni 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Schlaue Kinder, schlechte Schulen: Wie unfähige Politiker unser Bildungssystem ruinieren - und warum es trotzdem gute Schulen gibt (Taschenbuch)
Das Buch ist flüssig zu lesen, zeichnet aber nur ein sehr einseitiges Bild der sog. Reformpädagogik. Füller lobt die sog. Reformschulen und ihren Projektunterricht, wie z. B. die Hamburger Max-Brauer-Gesamtschule (S. 192) und die Hamburger Gesamtschule Winterhude (S. 223ff.). Was er dem Leser nicht mitteilt, ist, dass in den Schuljahren 2000/2001-2005/2006 die Max-Brauer-Gesamtschule 8,12 % und die Gesamtschule Winterhude sogar 22,85% ihrer Schüler und ohne Hauptschulabschluss verlassen haben. Das sind in Zahlen: 172 (in Worten: einhundertzweiundsiebzig) Schülerinnen und Schüler, die von diesen beiden Refiormschulen nicht integriert werden konnten und ohne Schulabschluss abgegangen sind.

Dass Füller in diesem Zusammenhang die Schüler der Helene-Lange-Schule in Wiesbaden als "ungekrönte Könige des Projektunterrichts" (S. 227) preist, passt ins Bild. Auch hier findet der Leser jedoch leider keinen Hinweis auf die Hintergründe: Weniger als 10% der Kinder auf der Helene-Lange-Schule haben einen Migrationshintergrund, obwohl der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund, die in Wiesbaden eingeschult werden, bei 42% liegt. Der Frankfurter Bildungsforscher Frank-Olaf Radtke warf der Helene-Lange-Schule institutionelle Diskriminierung" vor (Wiesbadener Kurier v. 21.8.2007).

Spannend an dem Buch sind für jeden Leser sicher die Widersprüche in den Schlußßfolgerungen, die Füller aus seinen Beobachtungen zieht:

So propagiert Füller die Privatschulen (S. 245), obwohl dies faktisch auf eine soziale Spaltung der Gesellschaft hinausliefe. Ferner lobt er den Projektunterricht und das "neue Lernen", gleichzeitig stellt er über das damit Erlernte bei den Schülern nüchtern fest: "Wenn der Pauker aus der alten Schule Sie drannähme und sie nach vorne an die Tafel zitierte, dann würde es wahrscheinlich bitter werden." (S. 242).

Insgesamt resümiert Füller schließlich zutreffend, dass das wichtigste Gut für unsere künftige Gesellschaft das "Wissen des Einzelnen" ist (S. 243) und erkennt, dass die Vorstellungen vom "neuen Lernen" noch diffus und, abgesehen vom Projektunterricht (zu dessen "Erfolg" s. o.), konzeptlos sind: "Das Bild des neuen Lernens ist noch kein fertiges Bild." (S. 242).

Fazit: Anhänger der sog. Reformpädagogik finden in dem Buch eine moralische Stütze. Eltern, die auf der Suche nach sachlichen Informationen sind, werden diese indes in diesem Buch nicht oder nur unvollständig finden.
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5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Zweischneidige Betrachtungsweise, 8. April 2008
Von 
K. Beck-Ewerhardy "kgbeast" (Moers) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Schlaue Kinder, schlechte Schulen: Wie unfähige Politiker unser Bildungssystem ruinieren - und warum es trotzdem gute Schulen gibt (Taschenbuch)
Das mit der bundesdeutschen Bildungslandschaft das Ein oder Andere nicht ganz stimmen konnte, das war den Beteiligten vielfach sicherlich schon vor PISA klar. Seit PISA wurden viele Befürchtungen dazu bstätigt und Herr Füller greift diese hier wieder einmal auf. Dabei bedient er sich - wie es so üblich ist - gerne des Vergleichs mit Finnland (ohne auf die an en dortigen Schulen anzutreffenden Probleme und die augenfälligen Unterschiede genauer zu beleuchten) und auch sonst sucht er sich in der Regel die Vergleiche, Studien und Beispiele, die seinen eigenen Standpunkt bestätigen und unterstützen. Da sich dieses Buch aber lauf Klappentext als Abrechnung versteht, ist dies sicherlich statthaft. Der prozentuell hohe Grad an Jugendarbeitslosigkeit, die geringe Studienrate, die hohe Einweisung von Kindern und Jugendlichen in psychiatrische Unterbringung sowie die sehr hohehn Selbstmordzahlen in Finnland sind für den Vergleich mit Deutschland sicherlich genauso wenig hilfreich, wie die Betrachtung der Schulgrößen oder das Lehrer-Schüler-Zahlenverhältnis.

Wenn man diesen Teil des Buches aber hinter sich gelassen hat, dann wird es interessanter. Die historischen Exkurse zum deutschen Schulwesen sind nicht zwingend relevant, aber informativ, die Betrachtungen zum ein- oder mehrgliedrigen Schulsystem beinhalten eine Menge bedenkenswertes, egal auf welcher Seite dieser Kontroverse man steht und die abschließenen Überlegungen zu dem, was verbessert werden müsste sind sicherlich nachvollziehbar und auch positiv zu werten.

So ist die Darstellung der Situation nicht gerade ausgewogen, aber die Schlüsse und Ideen, die vorgestellt werden haben darum trotzdem ihren Wert.
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