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Schlaraffenland
 
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Schlaraffenland

Heiner Lauterbach , Franka Potente , Friedemann Fromm    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)

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Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Die 90er-Jahre waren im deutschen Kino eine Zeit der jungen Regisseure und der ambitionierten Debüts, doch nur ganz wenige Filmemacher sind dabei so weit gegangen wie Friedemann Fromm mit seinem harten Teenagerdrama Schlaraffenland. Sein Blick auf die Gesellschaft kurz vor der Jahrtausendwende ist illusionslos. Hoffnung gibt es kaum noch, weder für die Teenager, die leben, als hätten sie sowieso keine Zukunft, noch für die Erwachsenen, die ihre Zukunft schon verbraucht haben. Was bleibt, ist eine kalte, ganz und gar materialistische Welt, deren Tempel ein riesiges Einkaufszentrum vor den Toren der Stadt ist.

Sieben Jugendliche lassen sich für eine Nacht in einem hoch modernen Shoppingcenter einsperren. Sie wollen eine gewaltige Party des rauschhaften Konsums feiern und zugleich eine Rechnung mit dem dort für die Sicherheit zuständigen Schwarzen Sheriff Mark Popp (Heiner Lauterbach) begleichen. Doch dann taucht Popp plötzlich mit drei seiner Kollegen auf, um den Tresor des Einkaufszentrums auszuräumen, und die Situation gerät völlig außer Kontrolle.

Anders als im Schlaraffenland des Märchens ist der Preis, den die Menschen in Friedemann Fromms Welt für Luxus und Überfluss zahlen müssen, immens. Was als spielerische Jugendsünde beginnt, entwickelt sich erst zu einem wahren Albtraum, als ein Mädchen an einer Überdosis Drogen stirbt, und wird schließlich sogar zu einem Krieg aller gegen alle. Die Gier nach Geld und die Gier nach Spaß haben die Jugendlichen und ihre erwachsenen Gegenspieler gleichermaßen innerlich zerstört. Und selbst wenn einmal so etwas wie Menschlichkeit oder Skrupel aufblitzen, können sie die Spirale der Gewalt und der Verrohung nicht durchbrechen.

Mit beeindruckender Sicherheit jongliert Friedemann Fromm hier mit den Genres. Schlaraffenland ist zu gleichen Teilen Teenagertragödie, Actionfilm, Psychothriller, Krimi und Ensembledrama. Durch die Verbindung dieser höchst unterschiedlichen Kinoformen entsteht ein kompromissloses Zeitporträt, dessen Härte und teilweise extrem verstörende Brutalität nie Selbstzweck bleibt. Fromm geht bis zum Äußersten, weil sich erst dort das Innere seiner Figuren offenbart. Dabei kann er sich ganz auf sein hervorragendes Schauspielerensemble verlassen, zu dem neben Heiner Lauterbach auch Franka Potente, Jürgen Tarrach und mit Daniel Brühl, Tom Schilling und Tobias Schenke einige der vielversprechendsten jungen Talente des deutschen Kinos zählen. --Sascha Westphal

Amazon.de
In Schlaraffenland treffen eines Nachts eine Gruppe Jugendlicher, die ihren Spaß haben wollen und eine Gruppe von Security Leuten in einem riesigen Einkaufszentrum in Deutschland aufeinander. Die Jugendlichen lassen sich einsperren, weil sie im Schlaraffenland die Party ihres Lebens feiern wollen. Die Leute von der Security drehen die üblichen Nachtrunden. Allerdings sind einige unter ihnen, die doppeltes Spiel treiben und den Safe mit den Tageseinnahmen leer räumen wollen. Zwischen den Jugendlichen und den Sheriffs kommt es zunächst zu einer für beide Seiten ebenso unerwarteten, wie unangenehmen Begegnung. Beide Parteien sehen sich in ihren jeweiligen Unternehmungen gestört und gefährdet. Während des wiederholten Aufeinandertreffens der Gruppen eskalieren die Geschehnisse derart, dass nicht nur Schuldige auf der Strecke bleiben. Schlaraffenland ist ein gut gemachter deutscher Actionthriller, der sich von der Masse abhebt. In den Hauptrollen spielen Heiner Lauterbach (666 - Traue keinem, mit dem du schläfst, Rossini) und der mittlerweile international bekannte deutsche Filmstar Franka Potente (Lola rennt, Nach Fünf im Urwald). In weiteren, ebenfalls gut besetzten Rollen spielen Jürgen Tarrach, Roman Knizka und Ken Duken. --Ursula Steingaß

Video Jakob Kurzinhalt

Ein riesiges Einkaufszentrum in Deutschland: Die Geschäfte sind geschlossen - die Security-Sheriffs rücken an, um die Umsätze in Sicherheit zu bringen. Alles scheint seinen gewohnten Gang zu gehen - mit einer kleinen Ausnahme: Diese Nacht sind die Schaufensterpuppen nicht alleine. Denn in dieser Nacht geben sich der Skater Laser und seine Clique den ultimativen Kick. Sie lassen sich einsperren, um im "Schlaraffenland" die Party ihres Lebens zu feiern - eine hemmungslose Konsumorgie mit Sex, Drogen und jeder Menge Fun. Doch die Kids haben die Rechnung ohne die schwarzen Sheriffs, unter dem Kommando von Fiesling Popp (Heiner Lauterbach) gemacht, der in dieser Nacht aus gutem Grund selbst lieber ungestört geblieben wäre ... So entwickelt sich die wilde Konsum-Party der Kids zu einem gefährlichen, tödlichen Macht-Spiel mit den schwarzen Sheriffs - ein brutaler Showdown, der die Grenzen zwischen Freundschaft und Haß, Liebe und Macht, Leben und Tod auflöst.

VideoMarkt

Sieben Kids lassen sich eines Nachts in einem gigantischen Einkaufszentrum einsperren. Dort wollen sie eine Party der Extraklasse feiern. Doch die Jugendlichen haben die Rechnung ohne Pops gemacht. Denn der gerissene Schwarze Sheriff hat es ausgerechnet in jener Nacht auf den Tresor des Konsumtempels abgesehen. Als Pops und seine Helfershelfer zufällig auf die Bande stoßen, sieht er dies als willkommene Gelegenheit, den Kids den Raub in die Schuhe zu schieben. Doch so leicht lässt sich die "Young Generation" nicht aufs Kreuz legen.

Video.de

Mit seiner ersten großen Kinoarbeit zeigt sich "Tatort"-Regisseur Friedemann Fromm ganz auf der Höhe der Zeit und präsentiert einen brutalen und kompromisslosen Actioner zum Thema Jugendkriminalität. Der illustre Schauplatz und einige spektakuläre Stuntsequenzen sorgen für Hochspannung, während Dauer-Bösewicht Heiner Lauterbach, Publikumsliebling Franka Potente und Jung-Star Tobias Schenke die schauspielerischen Akzente setzen. Das blutige Rendezvous nach Ladenschluss konnte an der Kinokasse nicht reüssieren.

Blickpunkt: Film

Nicht auf dem Campus wie in amerikanischen Teenie-Filmen, sondern im Kaufhaus herrscht bei Friedemann Fromm Mord und Totschlag. Im glitzernden Konsum-Paradies kommt es zum Showdown zwischen einer Jugendclique und einigen Schwarzen Sheriffs mit Heiner Lauterbach als Oberfiesling.

Das Gewaltpotential bei Jugendlichen steigt. Von diesem Faktum aus entwickelt Friedemann Fromm das irritierende Porträt einer Jugend ohne Orientierung auf der Suche nach dem ultimativen Kick. Sieben Kids machen sich keinen Kopf über die Zukunft. Sie wollen Fun, hier und jetzt nach der Devise 'buy now, pay later' und lassen sich in ein Einkaufscenter (beeindruckend das aufwendige Produktionsdesign) einsperren, um eine Nacht lang mit jeder Menge Drugs die Party ihres Lebens zu feiern. Die anfängliche Hochstimmung zwischen Videospielen, Designer-Klamotten und CDs findet ein jähes Ende, als ein Mädchen zu Tode stürzt und plötzlich vier Privat-Cops auftauchen, die unter Leitung ihres skrupellosen Anführers den Tresor leerräumen wollen. Die Youngster glauben, sich mit den Erwachsenen anlegen zu können , ein fataler Irrtum, der zu einem brutalen Kampf ausartet, bei dem nur wenige überleben. Friedemann Fromm verwischt in seinem Kinodebüt die Grenzen zwischen Gut und Böse, die Menschen sind Opfer ihrer selbst und der Umstände. Er erzählt in schnellem Rhythmus, atemlosen Beat und schockierenden Bildern von der Entstehung von Gewalt und dem Aufbau von Gegengewalt. Dabei geht er drastisch nach dem Prinzip der 'zehn kleinen Negerlein' vor. Wie Schießbudenfiguren wird einer nach dem anderen liquidiert, Freundschaft und Liebe gelten nichts mehr. Unter Druck lösen sich zivilisatorische Strukturen auf, fallen die letzten Hemmungen, in diesem 'Krieg aller gegen alle' wirken alle Beteiligten wie Bilderbuch-Protagonisten des Philosophen Thomas Hobbes. Um das Lebensgefühl von Jugendlichen kurz vor dem Millennium aufzuspüren, führten Regisseur und sein Bruder Christoph, der das Drehbuch schrieb, zahlreiche Gespräche in Szene-Treffs und Clubs. Auf dieser Grundlage schufen sie sieben künstliche Charaktere, mit denen sich jedoch wohl die wenigsten identifizieren können. Eine weitere Schwierigkeit liegt in der hohen Anzahl von elf Hauptfiguren, die eine Hinwendung und Konzentration auf einen wirklichen (hier fehlenden) Sympathieträger erschweren. Friedemann Fromm hat sich in seiner Kompromisslosigkeit zuviel vorgenommen, die Mischung aus Psychogramm, hartem Krimi, blutigem Action-Movie und karthatischer Gewaltexplosion ist wenig ausbalanciert, Heiner Lauterbach als 'bad guy' erinnert an eine Karrikatur. Die Jugendlichen gehen durch die Hölle. Der Zuschauer auch. mk.

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Wilde Mischung aus Teenager-Drama und Psycho-Thriller um Jugendliche, die nachts in einem Einkaufszentrum eine Fete feiern wollen.

Kurzbeschreibung

Ein riesiges Einkaufszentrum in Deutschland: Die Geschäfte sind geschlossen - die Security-Sheriffs rücken an, um die Umsätze in Sicherheit zu bringen.
Alles scheint seinen gewohnten Gang zu gehen - mit einer kleinen Ausnahme: Diese Nacht sind die Schaufensterpuppen nicht alleine. Denn in dieser Nacht geben sich der Skater Laser und seine Clique den ultimativen Kick. Sie lassen sich einsperren, um im "Schlaraffenland" die Party ihres Lebens zu feiern - eine hemmungslose Konsumorgie mit Sex, Drogen und jeder Menge Fun.
Doch die Kids haben die Rechnung ohne die schwarzen Sheriffs, unter dem Kommando von Fiesling Popp (Heiner Lauterbach) gemacht, der in dieser Nacht aus gutem Grund selbst lieber ungestört geblieben wäre ... So entwickelt sich die wilde Konsum-Party der Kids zu einem gefährlichen, tödlichen Macht-Spiel mit den schwarzen Sheriffs - ein brutaler Showdown, der die Grenzen zwischen Freundschaft und Haß, Liebe und Macht, Leben und Tod auflöst.
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