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Schlangenlinien, 4 Cassetten
 
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Schlangenlinien, 4 Cassetten [Hörkassette]

Minette Walters , Monika Kroll
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (50 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Hörkassette
  • Verlag: BMG Wort (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3898302040
  • ISBN-13: 978-3898302043
  • Größe und/oder Gewicht: 14 x 11 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (50 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.361.925 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Minette Walters
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Es ist das Jahr 1978, und eine alleinstehende schwarze Frau, die im Ort allgemein als "die verrückte Annie" bekannt ist, liegt sterbend am Straßenrand. Als der Fall vom Gericht schließlich als "Tod durch Unfall" zu den Akten gelegt wird, atmen die Bewohner der Graham Road, in der Annie lebte, kollektiv auf. Für sie war Annie Butts nichts als eine abstoßende, vulgäre Alkoholikerin. Nur Mrs. Ranelagh, eine junge Lehrerin, weigert sich, das Urteil des Gerichts zu akzeptieren. Sie ist überzeugt, dass Annie ermordet wurde, und kehrt 20 Jahre später mit genug Beweisen aus dem Ausland zurück, um den Fall wieder aufrollen zu lassen.

Obwohl die Geschichte von Mrs. Ranelagh selbst erzählt wird, geben die eingebrachten urkundlichen Beweise, die sie über die Jahre angehäuft hatte -- darunter Fotografien, Briefe und E-Mails -- dem Leser die Gelegenheit, die Beteiligten und die Ereignisse selbst einzuschätzen. Motivation ist für Autorin Minette Walters eine endlose Quelle der Faszination, und das Vorhandensein mehrerer psychiatrischer Gutachten von Mrs. Ranelagh sorgt dafür, dass die eigentlichen Gründe hinter ihrem Engagement unklar bleiben.

Schlangenlinien ist ein meisterhaftes Werk, das sich tiefgehend mit dem Innenleben einer isolierten, verletzten Frau auseinandersetzt und ein bemerkenswertes psychologisches Verständnis beweist. Mit ihrem unübertroffenen Talent für Personenbeschreibungen zeigt Walters, wie schnell wir uns vom äußeren Erscheinungsbild einer Person beeinflussen lassen und als dessen wahre Natur akzeptieren. Walters ist ein düsterer und beklemmender Roman gelungen -- eine fesselnde Lektüre, die ihre Position als eine der fähigsten Krimiautorinnen Großbritanniens bekräftigt. --Sarah Crawford -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Amazon.de-Hörbuchrezension

An die Stimme von Monika Kroll musste ich mich erst gewöhnen: ein wenig flach, mit einer Neigung zum Pressen. Würde mich dieser Klang für die Spieldauer von fünf CDs fesseln können? Dass das Mitglied des Bonner Schauspielhauses mich dann doch einzufangen vermochte, liegt an ihrer Kunst, mit kaum merklichen Schattierungen den Figuren Kontur zu geben. Vor allem aber: Dieses Organ passt zur Gestalt der Ich-Erzählerin. Wie gut, merkt man erst hinterher, wenn -- buchstäblich in der letzen Minute -- alle Fragen dieser rätselhaften Mordgeschichte aufgelöst werden.

Wieder einmal englisches Reihenhaus. Wie schon in Die Schandmaske sind es die weiten Ebenen des unteren Mittelstandes, die Walters faszinieren. Der Fall ereignet sich 1979. Anscheinend ist ein Unfall geschehen, eine Außenseiterin liegt tot am Straßenrand. Nur die Erzählerin behauptet nachdrücklich, es sei Mord gewesen. Das klingt so verrückt, dass ihr niemand glaubt. Nicht einmal der eigene Ehemann. Am Beginn steht daher eine fast zerrüttete Ehe. Das geht ins Ausland, ganz weit weg, kommt nach zwei Jahrzehnten zurück. Hier setzt die Erzählung ein. Die Frau hat nicht vergessen können und macht sich an die Rekonstruktion jenes für alle anderen längst geklärten Todesfalls.

Zwischen den Zeilen ist auch in diesem Walters-Buch von den sozialen Verwerfungen die Rede, die mit den Reformen Margret Thatchers kamen und die das Leben in England umgekrempelt haben. Ein Psycho- oder ein Sozialdrama? Es ist beides und das macht die Kunst der Walters aus. Fünf spannungsreiche Stunden! (Spieldauer 5:11 Stunden) --Michael Winteroll -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gut wie immer 4. August 2001
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe jetzt alle Kritiken gelesen, und irgendwie muss ich allen Recht geben. Trotzdem finde ich dieses Buch von Minette Walters wieder ausgezeichnet, weil es wie gewohnt "Haken schlägt". Das Interessante daran ist, dass auch die Charaktere sich im Laufe des Buches immer wieder in unterschiedliche Richtungen entwickeln. Ich kann gut nachvollziehen, dass Mrs Ranelagh zwanzig Jahre gewartet hat, um den Fall neu aufzurollen, schliesslich hat man ihr den Boden unter den Füßen weggezogen, als man sie von allen Seiten als hysterisch und geistesgestört bezeichnet hat. Sogar ihre Familie hat ihr nicht vertraut, soetwas kostet Kraft. Ich werde Minette Walters weiterhin treu bleiben, auch wenn ich schon besseres von ihr gelesen habe.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Unbedingt lesen ! 1. März 2001
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Minette Walters hat es nicht leicht. Im Gegensatz zu manch einer ihren Kolleginnen -wie S. Paretsky, M. Grimes, E. George und P. Cornwell, um nur die grössten zu nennen- schreibt sie jeden ihrer Romane mit neuen Figuren. Damit kann sie einen evtl. schwachen Plot (z.B. "Das Echo" oder "Dunkle Kammern") nicht mit der liebevollen Schilderung altbekannter und vielgeliebter Figuren auffangen. Das ist ihre Schwäche und ihre Stärke. Daher sind ihre Romane auch extrem unterschiedlich. Dieser hier gehört sicher zu den 3 besten von ihr (zusammen mit "Im Eishaus" und "Die Bildhauerin"). Wie in diesen zwei erwähnten Romanen kommt auch hier in Rückblenden (durch zitierte Dokumente und Protokolle) die Wahrheit scheibchenweise ans Licht und der Leser denkt alle zehn Seiten "Ach, SO war das !", nur um beim Weiterlesen diese Erkenntnis fast wieder revidieren zu müssen. Trotzdem ist der Schluss ganz leicht unbefriedigend. Man hätte sich einen grösseren Donnerschlag gewünscht.
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eindringlicher Sozialkrimi 16. Februar 2001
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Von Minette Walters ist man ja einiges gewöhnt, aber dieses neue Buch geht noch mehr unter die Haut als die vorherigen. Wieder tun sich Abgründe in der menschlichen Psyche auf, und wieder versteht es Minette Walters, einem trotz der geschilderten Grausamkeiten alle Personen nahezubringen und die eigenen Vorurteile zu hinterfragen.

Ungewöhnlich war die Art der Schilderung, diesmal in der ersten Person, aus Sicht von Mrs. Ranelagh, in deren Armen Annie Butts 1978 starb. Obwohl Mrs. Ranelagh mit ihrer Forderung nach einer genauen Untersuchung zu Annies Tod gescheitert war, und im Zuge dessen fast für verrückt erklärt wurde, verbringt sie die nächsten 20 Jahre damit, Informationen zu sammeln, um eine erneute Untersuchung zu erzwingen.

Die eigentlichen Beweggründe für den „Kreuzzug" von Mrs. Ranelagh bleiben dabei nebulös. Geht es um Gerechtigkeit oder vielleicht doch nur um Rache ? Nach und nach wird klar, was im November 1978 wirklich geschah, und in bester Minette-Walters-Tradition verschlägt es einem dabei nicht nur einmal den Atem. Die von Haß und Neid erfüllte Atmosphäre wird fast greifbar, und was bei einem anderen Autor leicht ins Theatralische umschlagen könnte, wird hier zu einer eindringlichen Milieustudie.

Fazit : Nach dem etwas enttäuschenden „Wellenbrecher" läuft Minette Walters hier wieder zu Hochform auf. Als Warnung für alle mit schwachen Nerven (oder Mägen) sei jedoch gesagt, daß die Autorin dem Leser ziemlich viel abverlangt und „Schlangenlinien" keinesfalls leichte Kost ist.

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