Die englische Archäologin Amelia Peabody macht sich Ende des letzten Jahrhunderts, begleitet von ihrem Ehemann Emerson, zu einer Ausgrabung in Ägypten auf. Wie auch in den anderen Romanen dieser Reihe läuft nichts so glatt wie geplant: Emerson erleidet nach einem Überfall einen Gedächtnisverlust; an die paar letzten Jahre seines Lebens kann er sich nicht mehr erinnern, unter anderem hat er keine Ahnung, daß er inzwischen verheiratet ist und mit wem. Außerdem wird die Ausgrabung natürlich auch (wie üblich) von Verbrechern gestört. Das alles mag sich jetzt unspektakulär anhören, aber das Besondere sind die Kleinigkeiten, wie zum Beispiel Amelias undamenhaftes Benehmen (verglichen mit dem 1898 üblichen), Emersons geringe Meinung von den archäologischen Fähigkeiten von Frauen oder die regelmäßig auftauchenden Briefe des unerträglich altklugen Sohnes. Manche Stellen sind wirklich zum Schreien komisch; dabei bleibt das Buch trotzdem ein spannender Krimi. Daß ab und zu Bezug genommen wird auf frühere Romane der Reihe, tut dem allerdings bisweilen Abbruch, da man nicht alle Hinweise versteht, wenn man die anderen Bücher nicht kennt (ich selber habe den ersten Band auch nie gelesen). Meistens kann man aber darüber hinwegsehen. Alles in allem genau das Richtige für Leute, die gerne historische Krimis lieben. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)