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Schlaflos in Seoul: Korea für ein Jahr
 
 
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Schlaflos in Seoul: Korea für ein Jahr [Taschenbuch]

Vera Hohleiter
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»In ›Schlaflos in Seoul‹ erzählt sie Skurriles, Ärgerliches, Absurdes und Andersartiges im koreanischen Alltag.«
eurocity, Wien August/September 2009

»Über Südkorea liest man bei uns normalerweise im Gegensatz zum gefährlichen Nachbarn im Norden sehr wenig. Nun bringt uns eine junge Frau die fremdartige Lebensweise dieser modernen Metropole auf unterhaltsame Weise nahe. [...] Beim Lesen kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus.«
Klappe auf, Kulturmagazin Karlsruhe 01.08.2009

»Bunt und schrill, faszinierend und fremd: ›Korea für ein Jahr‹ lautet der Untertitel dieses Buches. [...] Wenn Vera Hohleiter vom Alltag in Südkoreas Hauptstadt Seoul berichtet, erfährt man mehr als in jedem Reiseführer: von Tischsitten, TV-Shows, Workaholics, dem Volkssport Blind Date. Korea ist mal Traum, mal Albtraum. Und einfach anders.«
Hörzu 31.07.2009

»Ein authentischer Erlebnisbericht, der Korea in seinem Facettenreichtum auf amüsante Art abbildet.«
Westdeutsche Allgemeine Zeitung 15.08.2009

»Ein sehr persönliches Korea-Kompendium.«
Eßlinger Zeitung 17.10.2009

»Sie schreibt sehr frisch, ehrlich und witzig.«
Fürstenfeldbrucker Tagblatt 16.12.2009

»Schrill, chaotisch und unberechenbar.«
Westdeutsche Zeitung 15.08.2009

»Ihr gelingt der stilistische Spagat zwischen Alltagsminiaturen und geschichtlichen Exkursen. ... Ihre Stärken entwickelt die Autorin aber gerade dann, wenn sie alles Angelesene ablegt und als Beobachterin über den koreanischen Arbeitsethos ... oder auch nur über die Soziologie des öffentlichen Badehauses sinniert.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung 04.03.2010

»Seoul inside – eine Millionenmetropole als Kulturschock mit Suchtfaktor.«
Wilhelmshavener Zeitung 05.03.2010

Kurzbeschreibung

»Ich wollte nach Korea, wo alles bunt und schnell ist, wo man mitten in der Hektik der Millionenmetropole Ruhe findet in buddhistischen Tempeln, in kunstvoll angelegten Parks und Teehäusern, wo es die absurdesten Kosmetikprodukte, die neueste Technik und die besten Jeans gibt.«

Neugierig und abenteuerlustig wie sie ist, landet Vera Hohleiter in Korea. Durch Zufall wird sie für eine populäre Fernsehshow engagiert. In- und außerhalb des Studios begegnen ihr Workaholics und Nationalisten, Trunkenbolde und Missonare, egomanische Regisseure und schwermütige Expats, die sich manchmal eine Verschnaufpause im rasanten koreanischen Alltag wünschen. So schrill, chaotisch und unberechenbar Korea auch sein mag, lässt das Land Vera Hohleiter doch so schnell nicht wieder los.


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106 von 115 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, erinnere ich mich an meine 1 Jahr lang gesammelte Erfahrung, als ich nach Deutschland gezogen bin. In Supermärkten oder an Bushaltestellen haben mich alte Leute so angeguckt, als ob ich eine Ente im Schwanensee wäre. Und beim Spazieren gehen habe ich oft irgendwelche Kinder getroffen, die sich über mich wegen meiner Herkunft lustig gemacht haben. Im Ausländeramt habe ich einen Beamten getroffen, der dachte, er hätte viel Macht gegenüber Ausländern. Wenn ein Ausländer kleine Fehler gemacht hatte, ist dieser Beamte mit wortstarker Gewalt, wie ein nationalistischer Polizist, über den betroffenen Ausländer hergezogen. Wenn ich so etwas von irgendeinem Beamten gesehen oder gehört habe, habe ich immer vor Wut gezittert.

Wenn die Deutschen angegeben haben, und das passiert nicht wenig, habe ich immer eine Grimasse gezogen, denn das ist in korea nicht üblich, und wenn sie ihre Nase beim Essen putzten, dachte ich sie hätten keine Tischmanieren. Ein 80-jähriger alter Mann steht die ganze Zeit vor dem Fenster und schaut nach draussen oder ein anderer alte Frau ist wegen einem Streit mit seiner Tochter noch nicht einmal zu der Hochzeit derer gegangen. Dadurch habe ich das Gefühl der Menschenfremdlichkeit gegenüber den Deutschen erfahren.

Vor 10 Jahren, als ich nach Deutschland gekommen bin, dachte ich Deutschland wäre ein hochentwickeltes Industrieland, aber auf der Strasse habe ich nur altmodische Leute im monotonem 80-er Stil gesehen. Unterwäsche und Socken haben so eine schlechte Qalität in Deutschland, ich habe mir immer welche aus Korea besorgt. Trotzdem hat die Verkäuferin im Kaufhof gesagt: 'In Korea habt ihr keine so schöne Kleidung, oder?''. Das war lächerlich. Sie haben immer noch gedacht, dass Europa immer noch im Zentrum der ganzen Welt stehen würde. Die Kinder lernen auch nicht viel in der Schule, da dachte ich Deutschland wird bald ein Abendland wie andere europäische Länder.

Aber nach 10 Jahren hat sich mein anfänglicher Gedanke sehr geändert. Ich habe mehr Deutsche verstanden und dabei habe ich neue Sachen gesehen. Sie sind gegen Nationalismus und den Nazi-Alptraum und sie geben sich Mühe, diesen endgültig aus der Welt zu schaffen. Sie geben zwar immer an, aber schenken Anderen, welche gute Qualitäten oder Charaktereigenschaften haben, Anerkennung und freuen sich mit ihnen. Ich habe auch gemerkt, dass es für Deutsche wichtigere Dinge als lernen gibt nämlich Ethik, soziale Kompetenz, Menschenkenntnis und Der Umgang mit diesen.

Die Autorin dieses Buches hat Korea so verstanden, wie ich Deutschland vor 10 Jahren. Aber das ist auch die Wahrheit von Korea. Sie hat Korea sehr gut beobachtet, und trotzdem versteht sie die Koreaner wenig. In Korea gibt es so eine Traurigkeit, aber die Traurigkeit ist nicht nur eine einfache Traurigkeit, sondern eine die schicksalhaft ist und einem gegeben wurde. Die Deutschen, welche schon mal jemanden angegriffen aber nicht selbst angegriffen wurden, welche nur mit fröhlicher Volksmusik aufgewachsen sind, verstehen dieses Gefühl nicht. Es ist schwer, aber wenn die Autorin etwas über Korea schreiben wollte, hätte sie zumindest etwas darüber nachdenken müssen.

Den Schnaps konsum und den Nationalismus in Korea hätte sie dann nicht falsch verstanden. Der koreanische Alkoholkonsum ist der höchste in der Welt, ist nicht nur wegen Spass und Stress. Die Koreaner konnten nicht wegen der langen autoritären Diktatur ihre eigene Meinung preigeben. Den Alkoholkonsum in Korea kann man nicht verstehen, wenn man die koreanische Traurigkeit nicht versteht. Der Nationalismus ist auch genauso. Die deutschen waren durch ihren Nationalismus zu einem Kriegsverbrecher geworden, aber die Koreaner mussten für ihre Existenz sich für den Nationalismus entscheiden. Deswegen ist der deutsche Nationalismus jetzt ein Tabu, aber Koreaner äußern laut ihre Meinung über ihr eigenes Land.

Korea ist jetzt nicht mehr ein armes Land, dass von dem Nationalismus geschützt wird. Viele Ausländer kommen nach Korea wegen Arbeit und Korea muss damit umgehen wie Deutschland. Aber es hat noch nicht den früheren Gedanken ganz weggeschmissen.

Manchmal hat die Autorin Korea nicht gut verstanden und bringt es somit ein wenig falsch aufs Papier. Aber es war sehr interressant, dass ein Mensch, der eine ganz andere Erziehung erfahren hat und in einer ganz anderen Kultur gelebt hat, ein Buch über Korea geschrieben hat. Ich denke, dass dieses Buch für Koreaner, welche in Deutschland leben, oder für Deutsche, welche oft mit Koreanern zu tun haben sehr interressant sein wird. Es wäre sehr gut und sehr interressant auch für Koreaner wenn es auf koreanisch übersetzt werden würde.
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58 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Das Buch erscheint auf den ersten Blick wie eine Sammlung von Negativerlebnissen. Dies entspricht sicher auch der - subjektiven - Empfindung der Autorin. Es spricht nichts dagegen, dass Sie dem Leser diese mitteilt. Allerdings hätte genau dieser Umstand zumindest am Anfang des Buches erläutert werden sollen. So entsteht beim Leser der Eindruck, dass es recht wenig Gutes über Seoul / Südkorea zu berichten gibt.

Es hängt in erster Linie vom eigenen Charakter ab, ob man sich in einer fremden "Welt" wie Südkorea wohl fühlt oder nicht. Sätze wie zB. "Kimchi Geruch ist wie eine hochgiftige Dunstwolke" sind einfach pauschalisiert, spiegeln nur Veras eigene Meinung. Jemand anders hätte es vielleicht so formuliert "...Kimchi Geruch ist stark und gewöhnungsbedürftig".

Eine längere und intensivere Vorbereitungszeit auf den langen Aufenthalt in Korea hätte der Autorin sicher
das eine oder andere Erlebnis erspart oder zumindest eine Erklärung dafür geliefert.

Ich persönlich bin mit einer Koreanerin verheiratet, habe schon ettliche längere Südkoreaaufenthalte (mehrmals Seoul) hinter mir. Vieles, was Vera erlebt hat, habe ich auch erlebt. Aber mein subjektives Empfinden war scheinbar gänzlich anders, nämlich weitaus positiver.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Das Buch ist kein Reiseführer über Seoul - die Hauptstadt Südkoreas.
Das Buch ist auch kein Lehrbuch über ein Land, das so weit weg von Deutschland liegt, dass wir nur dann Meldungen in den Zeitungen lesen, wenn dort wieder einmal eine Krise gibt, weil Nord-Korea eine Drohung ausgesprochen hat oder weil in Süd-Korea Präsidentenwahl stattfindet. Ansonsten weiß man höchstens dass viele Produkte wie Autos, oder Monitore oder etwa Handys aber auch Containerschiffe aus dem Land der Morgenröte zu uns kommen. Weiß man aber über die Leute, die dort leben und über die Kultur des Landes? Wohl eher wenig.
Diese Lücke möchte die Autorin schließen und gleichzeitig möchte sie ihre Ehrfahrungen, die sie dort gemacht hat, berichten. Sie schreibt amüsant und ich musste aus meiner eigenen Erfahrung über einige Dinge schmutzeln. Allerdings scheint in dem Buch die Perspektive der Autorin allzu dominieren.
Sie beklagt sich an vielen Stellen, dass sie allein gelassen wurde. Als würde alles nur um sie drehen und die Gastgeber hätten nichts anderes zu tun. Außerdem spricht sie viele negative Dinge, die allerdings nicht typisch koreanisch sind, sondern überall passieren könnte an und ettiketiert diese Attribute als seien sie typisch koreanisch. Zumindest könnte der Leser so verstehen, wenn er liest - auch wenn die Autorin vielleicht nicht direkt so gemeint hat. Außerdem scheint sie nicht alle Eigenheiten der Koreaner verstanden zu haben. Womölgich hat sie nicht ausreichend Zeit gehabt das Land näher kennenzulernen. Sie hat z.B. wenig Verständnis dafür warum viele Koreaner die Japaner hassen, auch wenn die meisten Japaner mit dem Kriegsverbrechen in der Besatzungszeit sowie im 2. Weltkrieg nichts zu tun hatten. Während Deutschland mit der eigenen historischen Vergangenheit intensiv auseinander gesetzt hat, hat Japan es versäumt bzw. einfach verdrängt.
Allerdings muß die Autorin auch verstehen, denn die Kultur in dem Land ist in der Tat deutlich anders und es ist nicht einfach sich dort so schnell "einzuleben". Daher pflegte sie eher mit ihren ausländischen Freundinen statt Kontakte zu den Einheimischen zu suchen. Im Übrigen könnte man an diesem Beispiel die "Parallelgesellschaft" nicht nur in Deutschland sondern an vielen Orten der Welt erklären.
Zwar hat sie manche Dinge sehr spitz formuliert und sie nimmt auch kein Blatt vor dem Mund - aber ich finde trotzdem nicht OK, dass manche Koreaner sie im Internet scharf angegriffen haben. Manche Koreaner müssen lernen, mit Kritiken umzugehen. Ich finde trotzdem das Buch sehr amüsant und lesenswert als Einstiegslektüre. Wer allerdings das Land näher und intensiver kennenlernen möchte, sollte auch andere Erfahrungsberichte lesen. Am Besten allerdings: man reist selbst dorthin. Übrigens 2010-2012 ist Korea Visit Year.
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Unwahrheiten
Ungern verliere ich schlechte Worte über ein Buch, stellt es doch eine große Herausforderung dar so etwas zu meistern. Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Kamil Wrona veröffentlicht
Gute Beobachtung
Ich habe einige Jahre in Korea gelebt und muss der Autorin Vera Hohleiter in vielen Kritiken recht geben. Koreaner lästern gerne wenn sie Langnasen sehen. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Japanfan veröffentlicht
Schnelle Lieferung, Buch scheint recht Interessant zu sein
Das Buch war innerhalt von 2 Tagen da, das hat mich sehr gefreut. Ich habe bisher nur kurz in das Buch hineingelesen und die ein, zwei Seiten die ich da gelesen habe waren gut... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von BlackKiss veröffentlicht
Die Autorin ist unglaubwürdig - wie könnte ihr Buch...
Wer ist nun diese Frau Hohleiter?

Eine moderne, unabhängige, spontane und weltoffene Frau mit viel Grips und Verstand (gegenüber koreanischen Studentinnen, die... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Y.-S. Kim veröffentlicht
Interessant und spannend
Aufbau:

Das Buch ist unterteilt in viele kurze Kapitel deren Überschrift das behandelte Thema bereits ankündigt. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von GespaltenePersönlichkeit veröffentlicht
Witzig, unterhaltsam, aber nicht mehr...
Das Buch wirkte bei Lesebeginn auf mich interessant, witzig und mit hohem Unterhaltungsfaktor. Doch nach zwei Dritteln des Buches fällt auf, daß die Autorin eher dazu... Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von hasenlöffel veröffentlicht
Hineingestolpert
Die Autorin ist ohne große Vorbereitung von Deutschland nach Korea umgezogen. Da sie zunächst weder mit der Sprache noch mit der Kultur vertraut ist, kollidiert sie... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. April 2010 von Oliver Völckers
Sehr empfehlenswert!
Flüssig und interessant beschreibt die Autorin Ihre Erlebnisse in Korea und gibt aus deutscher Sicht Einblick in die Andersartigkeit der koreanischen Kultur. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Januar 2010 von Sanje
Seoul ist nicht Korea, 1 Jahr ist ein Augenblick, die Relation stimmt...
Ich trage mich mit dem Gedanken, beruflich nach Korea zu gehen, habe daher einige Bücher zum Thema gesichtet. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Dezember 2009 von Negoiate
warum nur ist seoul nicht wie berlin ...?
eigentlich bringt die veroeffentlichung von hohleiter alles mit, was ein gutes buch ausmachen koennte '... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Oktober 2009 von faustino888
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