Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, erinnere ich mich an meine 1 Jahr lang gesammelte Erfahrung, als ich nach Deutschland gezogen bin. In Supermärkten oder an Bushaltestellen haben mich alte Leute so angeguckt, als ob ich eine Ente im Schwanensee wäre. Und beim Spazieren gehen habe ich oft irgendwelche Kinder getroffen, die sich über mich wegen meiner Herkunft lustig gemacht haben. Im Ausländeramt habe ich einen Beamten getroffen, der dachte, er hätte viel Macht gegenüber Ausländern. Wenn ein Ausländer kleine Fehler gemacht hatte, ist dieser Beamte mit wortstarker Gewalt, wie ein nationalistischer Polizist, über den betroffenen Ausländer hergezogen. Wenn ich so etwas von irgendeinem Beamten gesehen oder gehört habe, habe ich immer vor Wut gezittert.
Wenn die Deutschen angegeben haben, und das passiert nicht wenig, habe ich immer eine Grimasse gezogen, denn das ist in korea nicht üblich, und wenn sie ihre Nase beim Essen putzten, dachte ich sie hätten keine Tischmanieren. Ein 80-jähriger alter Mann steht die ganze Zeit vor dem Fenster und schaut nach draussen oder ein anderer alte Frau ist wegen einem Streit mit seiner Tochter noch nicht einmal zu der Hochzeit derer gegangen. Dadurch habe ich das Gefühl der Menschenfremdlichkeit gegenüber den Deutschen erfahren.
Vor 10 Jahren, als ich nach Deutschland gekommen bin, dachte ich Deutschland wäre ein hochentwickeltes Industrieland, aber auf der Strasse habe ich nur altmodische Leute im monotonem 80-er Stil gesehen. Unterwäsche und Socken haben so eine schlechte Qalität in Deutschland, ich habe mir immer welche aus Korea besorgt. Trotzdem hat die Verkäuferin im Kaufhof gesagt: 'In Korea habt ihr keine so schöne Kleidung, oder?''. Das war lächerlich. Sie haben immer noch gedacht, dass Europa immer noch im Zentrum der ganzen Welt stehen würde. Die Kinder lernen auch nicht viel in der Schule, da dachte ich Deutschland wird bald ein Abendland wie andere europäische Länder.
Aber nach 10 Jahren hat sich mein anfänglicher Gedanke sehr geändert. Ich habe mehr Deutsche verstanden und dabei habe ich neue Sachen gesehen. Sie sind gegen Nationalismus und den Nazi-Alptraum und sie geben sich Mühe, diesen endgültig aus der Welt zu schaffen. Sie geben zwar immer an, aber schenken Anderen, welche gute Qualitäten oder Charaktereigenschaften haben, Anerkennung und freuen sich mit ihnen. Ich habe auch gemerkt, dass es für Deutsche wichtigere Dinge als lernen gibt nämlich Ethik, soziale Kompetenz, Menschenkenntnis und Der Umgang mit diesen.
Die Autorin dieses Buches hat Korea so verstanden, wie ich Deutschland vor 10 Jahren. Aber das ist auch die Wahrheit von Korea. Sie hat Korea sehr gut beobachtet, und trotzdem versteht sie die Koreaner wenig. In Korea gibt es so eine Traurigkeit, aber die Traurigkeit ist nicht nur eine einfache Traurigkeit, sondern eine die schicksalhaft ist und einem gegeben wurde. Die Deutschen, welche schon mal jemanden angegriffen aber nicht selbst angegriffen wurden, welche nur mit fröhlicher Volksmusik aufgewachsen sind, verstehen dieses Gefühl nicht. Es ist schwer, aber wenn die Autorin etwas über Korea schreiben wollte, hätte sie zumindest etwas darüber nachdenken müssen.
Den Schnaps konsum und den Nationalismus in Korea hätte sie dann nicht falsch verstanden. Der koreanische Alkoholkonsum ist der höchste in der Welt, ist nicht nur wegen Spass und Stress. Die Koreaner konnten nicht wegen der langen autoritären Diktatur ihre eigene Meinung preigeben. Den Alkoholkonsum in Korea kann man nicht verstehen, wenn man die koreanische Traurigkeit nicht versteht. Der Nationalismus ist auch genauso. Die deutschen waren durch ihren Nationalismus zu einem Kriegsverbrecher geworden, aber die Koreaner mussten für ihre Existenz sich für den Nationalismus entscheiden. Deswegen ist der deutsche Nationalismus jetzt ein Tabu, aber Koreaner äußern laut ihre Meinung über ihr eigenes Land.
Korea ist jetzt nicht mehr ein armes Land, dass von dem Nationalismus geschützt wird. Viele Ausländer kommen nach Korea wegen Arbeit und Korea muss damit umgehen wie Deutschland. Aber es hat noch nicht den früheren Gedanken ganz weggeschmissen.
Manchmal hat die Autorin Korea nicht gut verstanden und bringt es somit ein wenig falsch aufs Papier. Aber es war sehr interressant, dass ein Mensch, der eine ganz andere Erziehung erfahren hat und in einer ganz anderen Kultur gelebt hat, ein Buch über Korea geschrieben hat. Ich denke, dass dieses Buch für Koreaner, welche in Deutschland leben, oder für Deutsche, welche oft mit Koreanern zu tun haben sehr interressant sein wird. Es wäre sehr gut und sehr interressant auch für Koreaner wenn es auf koreanisch übersetzt werden würde.