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Schlafes Bruder - 6 CD's
 
 

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Schlafes Bruder - 6 CD's [Audiobook] [Audio CD]

Robert Schneider , Fritz Hammel
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (115 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Steinbach Sprechende Bücher (1. Januar 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3886984737
  • ISBN-13: 978-3886984732
  • Größe und/oder Gewicht: 14,2 x 12,6 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (115 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 414.710 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Robert Schneider siedelt seinen Roman über das verkannte musikalische Genie Johannes Elias Alder in dem rauhen, vorarlbergischen Bergdorf Eschberg an, dessen Einwohner nur über alltägliche Dinge sprechen, sich ansonsten in Andeutungen ergehen und im Zweifelsfall lieber schweigen als reden. Elias, der von Geburt an anders ist als die Bauern, wird von diesen Menschen gemieden und von seiner eigenen Mutter abgelehnt.

So wie die drei Feuer, die das Dorf nach und nach auslöschen, so löscht die Enttäuschung über drei wichtige Menschen (Mutter, Vater und die unerwiderte Liebe zu Elsbeth) schließlich das Leben des zweiundzwanzigjährigen Elias aus.

Dieser Roman, der vordergründig sehr nüchtern, ja fast wie eine Chronik erzählt ist, bezieht seine Atmosphäre aus winzigen Details –- der Hut des Vaters als einziger Trost für den kleinen Jungen, die sparsame, aber umso deutlicher entsetzte Reaktion des jugendlichen Elias, als er sieht wie sein Vater einen Menschen umbringt.

Das Buch hat mich von Anfang bis zum Ende in seinen Bann gezogen. Ich habe es nicht –- wie Elias Canetti schrieb –- mit Freude gelesen, sondern mit einer großen Beklemmung und gleichzeitiger Begeisterung für den einzigartigen Stil Schneiders. Die Geschichte des Musikers Johannes Elias Alder wird mich sicher immer begleiten. --Cornelia Rediger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Amazon.de-Hörbuchrezension

Robert Schneider siedelt seinen Roman über das verkannte musikalische Genie Johannes Elias Alder in dem rauhen, vorarlbergischen Bergdorf Eschberg an, dessen Einwohner nur über alltägliche Dinge sprechen, sich ansonsten in Andeutungen ergehen und im Zweifelsfall lieber schweigen als reden. Elias, der von Geburt an anders ist als die Bauern, wird von diesen Menschen gemieden und von seiner eigenen Mutter abgelehnt.

So wie die drei Feuer, die das Dorf nach und nach auslöschen, so löscht die Enttäuschung über drei wichtige Menschen (Mutter, Vater und die unerwiderte Liebe zu Elsbeth) schließlich das Leben des zweiundzwanzigjährigen Elias aus.

Dieser Roman, der vordergründig sehr nüchtern, ja fast wie eine Chronik erzählt ist, bezieht seine Atmosphäre aus winzigen Details –- der Hut des Vaters als einziger Trost für den kleinen Jungen, die sparsame, aber umso deutlicher entsetzte Reaktion des jugendlichen Elias, als er sieht wie sein Vater einen Menschen umbringt.

Das Buch hat mich von Anfang bis zum Ende in seinen Bann gezogen. Ich habe es nicht –- wie Elias Canetti schrieb –- mit Freude gelesen, sondern mit einer großen Beklemmung und gleichzeitiger Begeisterung für den einzigartigen Stil Schneiders. Die Geschichte des Musikers Johannes Elias Alder wird mich sicher immer begleiten. --Cornelia Rediger


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Eine grandiose Sprache beherrscht der 1961 geborene Robert Schneider, wie es scheint, schlafwandlerisch und mit handwerklerischem Geschick, aber was er auf diesem goldenen Boden erschafft, ist nichts Geringeres als "ein unvergessliches Buch" (Gérard Meudal, Libération) und "Staunen und Freude" (Elias Canetti). Denn über die gründliche stilistische Fertigkeit hinauswachsend treibt Schneider skurrile Ideen und fiktive Lebensentwürfe durch seine Zeilen, die sich um all die kleinen und großen Menschengefühle und Leidenschaften ranken und - den inneren Aufruhr krönend - um eine tödlich passionierte Liebe, auf deren sinnentleerter Kehrseite die jedoch weitaus tödlichere Leidenschaftslosigkeit steht.

Was schließlich in den Tod, "Schlafes Bruder" nämlich, mündet - ist es das Leid der Sehnsucht oder ist es das Leid der Sinnleere? -, darüber darf der mit neuem Sehnen angefüllte Leser nach Schließen des Buches nun selbst ausgiebig sinnieren. Wachgerüttelt ist er allemal, und im kalten Rauch des unvergesslichen Schwelbrandes, den das literarische Feuerwerk hinterlässt, schweben die gefährlichen Fragen nach dem Großen im menschlichen Dasein, die man doch so gerne - der Ruhe zuliebe - überhören mag. "Wer liebt, schläft nicht!", erinnert uns der Protagonist Elias Alder mit penetranter Dissonanz an etwas, das in uns gefälligst wachzubleiben hat, wollen wir nicht schon Jahrzehnte vor unserem Tod gestorben sein! Das Leben könnte so schön sein - wäre da nicht die aus jeder süßen Ruhe herausreißende Übermenschstimme eines Elias, der sich am Ende seines romanhaften Lebens - oder ist es vielleicht doch eine historische Dokumentation, wie uns Schneider immer wieder stilistisch suggerieren mag?! - freilich selbst zu Tode erweckt hat.

Denn "wer liebt, schläft nicht!" und folglich muss sterben, wer wirklich leidenschaftlich leben will. Mit diesem tonnengewichtigen Steinschlag lässt uns Schneider allein, und jeder nichtsahnende Leser muss sich nun überlegen, wieviel Schlaf er fortan in sein Leben einlassen möchte...

Das Große, mit dem der Roman uns wachrüttelt, wurde angesiedelt in einem kleinen "gottverlassenen Flecken des Landes, in einem inzüchtig abgelegenen, Bergdörfchen, und in der von uns Heutigen ebenso verlassenen Zeit um 1800. Gänzlich unbedeutend scheint der Rahmen für uns Heutige zu sein, und aus dieser vollkommenen Unaktualität webt Schneider gelassen Bedeutung um Bedeutung, die den Roman erbarmungslos jetztzeitig macht und "wie eine Droge wirken" (Martin Doerry, Der Spiegel) lässt. Dazu die wilden, gänzlich unakademischen musikalischen Ausbrüche des Elias Alder! Diese übermenschlichen Klangtsunamis schließlich führen unsere Geschichte in eine jenseitige Welt hinein, und man erahnt die allgegenwärtige Transzendenz, die den einfachen, bodenständigen Worten Schneiders innewohnt. Und das verzweifelte Kreischen des bloß materiell exsístenten Menschen nach jenem Mehr, das ihm auf Erden stets verloren zu gehen droht, hört der Leser klirrend leise aus seinem eigenen Mark und Bein erschrillen.

***

Ein seltenes literarisches Kleinod, das allerdings nicht die richtige Lektüre ist, wenn man gerne beim Lesen ein wenig entspannen möchte! Wer sich aber von einem fulminanten Kunstwerk an- und aufregen lassen, aufrütteln lassen möchte, wer Lebensfragen nach Sehnsucht und Sinnlehre in einer hervorragend zugeschnittenen Geschichte lesen will, der kann auf Schneiders zeitlosen Roman zugreifen und wird ihn im Leben nicht mehr vergessen!

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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Unglaublich daß das Buch Robert Schneiders zuvor von so vielen Verlagen abgelehnt wurde! Kurz nach Erscheinungsdatum gekauft wurde dieser Band inzwischen von mir und Bekannten schon so häufig gelesen, daß der Einband bereits abgegriffen ist. Schneiders Schreibstil ist keineswegs ein Abklatsch alter Literatur - vielmehr hat dieser Autor durch seine eigenen Einflüsse eine völlig eigene revolutionäre Sprache geschaffen, der ich mich, einmal angefangen zu lesen, nicht mehr entziehen konnte. Der Dreck, die Armut und die Härte des Lebens in dem kleinen österreichischen Bergdorf wird von Robert Schneider so gut in Worte gefasst, daß man denkt das Übel und das Elend regelrecht zu schmecken. In dieser Kulisse spinnt sich ein Drama der Liebe zusammen, das sich weitab von Romantik und Poesie bewegt. Eifersucht schlägt in blinden Hass und blanke gewissenlose Gewalt um und spitzt sich zu, zu einer derart tiefen Besessenheit, wie sie zuvor noch nie auf Papier gebracht wurde.
Und es sind genau diese Abgründe, die dieses Buch so unglaublich faszinierend machen.
Nachdem das Buch im Vorfeld schon in den Himmel gelobt wurde, hab ich es vorerst mit eher kritischer Erwartung in die Hand genommen - aber ich kann es nur bestätigen: Hier wurde literarische Geschichte geschrieben. Unbedingt lesen!
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37 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Anfänglich habe ich nur unwillig zu diesem Buch gegriffen, da ich es für den Deutsch-Unterricht lesen musste, aber schon nach der ersten Seite war ich von diesem Buch zutiefst gefesselt. Schon nach kurzer Eingewöhnung, ist es ein wahres Vergügen Robert Schneiders doch etwas ungewöhnlichem Erzählstil zu folgen, der es meisterhaft versteht, die triste und harte Realität der Bauern vergangener Zeiten mit dem Märchenhaften und Wunderbaren zu verbinden. Inmitten der unsäglichen Trostlosigkeit des Vorarlberger Bergbauern-Daseins im 19. Jahrhundert, lässt er Elias Alder, gleich einem Wunder, erstehen. Ein Mensch mit einer nahezu unglaublichen musikalischen Begabung und der Fähigkeit wahrhaft und mit aller Leidenschaft zu lieben. Leidenschaften an denen er letztendlich zerbrechen wird.

Ich habe auch einige der anderen Kritiken gelesen, und muss sagen, dass sie dem Buch teilweise unrecht tun. Meist geschrieben von Schülern, die in einem liebevollen und fürsorglichen Elternhaus aufwachsen, und darum nicht nachvollziehen können was bittere Armut, Ausweglosigkeit und ungebildeter Fanatismus mit Menschen anrichten kann, und diesem Buch Irrealismus vorwerfen. Aus Erzählungen meiner Mutter, über ihre eigene Mutter, Großmutter und Urgroßmutter, die aus dem bäuerlichen Milieu stammten, weiß ich jedoch, dass diese Beschreibung der bäuerlichen Lebensweise vergangener Zeiten, näher an der Realität ist, als wir uns das heute glüchklicherweise vorstellen können.

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Die neuesten Kundenrezensionen
Traumhaft
Eine bildgewaltige reine Sprache -
angenehme Außnahme vom Lifestyle Allerlei

keine leichte Kost - aber unbedingte Notwendigkeit
Zeit nehmen, lesen und... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Raupe veröffentlicht
"Komm, o Tod, du Schlafes Bruder"
"Komm, o Tod, du Schlafes Bruder"
Johannes Elias Alder (genannt Elias) wird 1803 im voralbergischen Bergdorf Eschenberg geboren, das von Inzucht geprägt ist und sich in... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Sky veröffentlicht
schlechtestes buch, dass ich je gelesen habe.
ich bin in der achten klasse & wir mussten das buch im deutschunterricht lesen. unsere lehrerin sagte, dass man das buch normalerweise erst in der 10. bis 12. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Vanessa veröffentlicht
Schule Top, Privat Flop
Schneider hat mit "Schlafes Bruder" ohne Zweifel einen exzellenten Schul-Roman abgeliefert.
Symbolik, Sprache, Erzählweise sind außergewöhnlich bis positiv... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Thomas veröffentlicht
Absolut lesenswert!
Zum Roman:

Schon nach dem ersten Kapitel des Romans erfährt man den Ausgang der Geschichte, schon auf dem Klappentext wird dies verraten. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Nazurka veröffentlicht
Was für ein Buch!
Ich habe "Schlafes Bruder" in einem Zug durchgelesen - konnte es nicht mehr weglegen, ehe ich die letzte Seite hinter mich gebracht habe und bereue es zutiefst, erst jetzt so eine... Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Emilia Galotti veröffentlicht
eine Lektüre, die den eigenen Horizont erweitert
Wie üblich, habe ich nach Beendigung der Lektüre das Buch erstmal einen Tag "sacken lassen", und das war auch gut so. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von T. Jannusch veröffentlicht
Schöne deutsche Sprache
Ein Fest für mich und ein Muss für alle Fans der deutschen Sprache. Obendrein sehr gut vorgetragen. Tolle Story und überraschende Entwicklungen.
Vor 22 Monaten von Mike Jahnke veröffentlicht
Genial und beängstigend realistisch
Nachdem ich "Das Parfüm" gekauft hatte, schlug mir Amazon "Schlafes Bruder" vor. Das Buch kannte ich nur vom Titel und als ich gelesen hatte, um was es geht, musste ich es... Lesen Sie weiter...
Vor 24 Monaten von Ejáa veröffentlicht
Nur Leiden schafft Leidenschaft
"Schlafes Bruder" ist sicherlich sprachlich keine leichte Kost. Schneider versucht die Zeit um 1800 in einem Voralberger Dorf durch die ihm eigene "sperrige" Sprache lebendig... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Mai 2010 von faustino888
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