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Schlaf still, mein Mädchen: Kriminalroman
 
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Schlaf still, mein Mädchen: Kriminalroman [Taschenbuch]

Doris Bezler
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 432 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. April 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426502097
  • ISBN-13: 978-3426502099
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,6 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 189.547 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Doris Bezler
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Das kindliche Flehen, das aus allen Richtungen zu kommen schien, verebbte nur langsam und ließ sie wie gelähmt vor Angst zurück. Nach ihrer Scheidung wohnt Maren mit ihrer siebenjährigen Tochter Julia in einem abgelegenen Dorf im Hintertaunus. Überfordert von den neuen Lebensumständen, hat Maren immer öfter einen Alptraum, in dem ein Kind um Hilfe schreit. Als sie zufällig erfährt, dass in dem Ort vor einigen Jahren ein kleines Mädchen spurlos verschwand, stellt sie mit wachsender Unruhe selbst Nachforschungen an. Doch da hat Julia schon längst die Bekanntschaft eines freundlichen Mannes gemacht …

Über den Autor

Doris Bezler ist seit mehr als 20 Jahren mit Leib und Seele Lehrerin und heute als stellvertretende Schulleiterin tätig. Sie schreibt seit vielen Jahren, oft auch Geschichten für ihren eigenen Unterricht. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei erwachsenen Kindern in Bad Soden/Taunus. "Schlaf still, mein Mädchen" ist ihr erster Kriminalroman.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gut, aber.... 19. April 2010
Von Kater VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Nach ihrer Scheidung wohnt Maren mit ihren siebenjährigen Tochter Julia in einem abgelegenen Dorf im Hintertaunus. Überfordert von den neuen Lebensumständen hat Maren immer öfter einen Alptraum, in dem ein Kind um Hilfe schreit. Als sie zufällig erfährt, dass in dem Ort vor einigen Jahren ein kleines Mädchen verschwand, stellt sie - mit wachsender Unruhe - selbst Nachforschungen an. Doch da hat Julia schon längst die Bekanntschaft eines freundlichen Mannes gemacht...

Imgrunde weiss ich nicht so recht, wie ich dieses Buch beurteilen soll.Spannend- ja . Gut geschrieben - ja. Dichte Atmosphäre - ja. Schlüssig aufgebaut und auch wieder zusammengeführt - ja. Aber...

die anfänglich - ohne Ehemann - in fast allen Dingen total hilflos-überforderte Maren, reizt mich dazu, sie zu schütteln und zu rütteln. Erst zu Ende des Buches hin gibt es einige Szenen mit dem Ex-Mann, in denen erstmals beide Seiten beleuchtet werden und siehe da, da sieht doch im Rückblick gleich alles etwas anders aus...
Tochter Julia nervt lange Zeit des Buches noch viel mehr - kann ein 7-jähriges Mädchen wirklich so penetrant aufdringlich sein, ohne dass die Mutter etwas dazu sagt bzw. eben nur "unglücklich" daneben steht? Hier wäre ein bisschen weniger mehr gewesen...
Und - wer solche "Freunde" hat wie Maren- der braucht wohl keine Feinde mehr, dachte ich mir beim Lesen....
Sicher, es ist weder ein Ehe-noch ein Erziehungsbuch, sondern ein Thriller, aber diese Komponenten durchziehen doch das ganze Buch und halten mich daher von einer superguten Bewertung ab.

Sonst ist das Buch wirklich sehr gut geschrieben und aufgebaut. Es ist einem geübten Krimileser zwar bald klar, dass der "fremde" Mann, denn Maren und somit auch Julia kennenlernen, sicher nicht der Bösewicht ist, aber immerhin gilt es eine Zeitlang zu rätseln, wer das denn nun wirklich ist.........wenn auch nicht solange wie die Hauptfigur Maren, die sich doch bis fast zu Ende des Buches mit ihren Befürchtungen herumschlägt und falscher gar nicht liegen könnte. Gut gemacht sind auch die Szenen, in denen die kleine Julia bereits mit dem "freundlichen Mann" (ich wusste auch lange nicht, wer das und damit der Täter ist!) alleine ist,wie er das Mädchen geschickt umgarnt und dazu bringt, zu Hause nichts zu verraten und eben die Rückblicke, wie es mit dem anderen, verschwundenen Mädchen war.

Sehr gut herausgearbeitet von der Autorin ist auf jeden Fall das dörfliche oder kleinstädtische Leben.Es ist ja nun nichts Neues mehr - und wurde auch immer öfters "Krimistoff" in den vergangenen Jahren - dass das Landleben, das nach außen so gemütlich und beschaulich wirkt , auch durchaus negative Seiten hat,und auch hier, wie überall, Verbrechen geschehen. Aber - auf dem Dorf kennt jeder fast jeden und leider ist es auch heute noch so, dass jeder jeden beobachtet und - hinter dessen Rücken meistens- sein Tun und Lassen , wenn nicht kritisiert, so doch zumindest mit anderen des Dorfes beredet. Also sollte man doch meinen, dass es hier eher als in Großstädten möglich ist, Verbrechen besser und schneller aufzuklären.
Und trotzdem kann hier ein Täter solange unerkannt bleiben? Ja...oder: gerade deswegen.....und das Warum hat die Autorin sehr gut vermittelt. In Doris Bezler's Buch erfahren/hören wir auch einiges vom Mörder selbst, natürlich ohne dass er sich zu erkennen gibt... Und wie sagt er selber "auch ....hier.... bin ich gesehen worden. Auch das meldete niemand der Polizei"....also hilft eine solche Gemeinschaft einem möglichen Täter, lange unerkannt zu bleiben. Ohne das im Grunde bewussst zu machen, zu verschweigen, aber das ist "einer von uns" und das geht "die Fremden nichts an" - so muss auch die Hauptperson Maren in diesem Buch erfahren, das Ihr Leben von allgemeinem Interesse ist, dass sie wiederum aber auf Ablehnung stösst, wenn sie bei undurchsichtigen oder für sie nicht akzeptablen Zuständen etwas ändern möchte...

Sehr dramatisch, fast unblutig, aber konsequent "dörflich" geht das Buch zu Ende, allerdings bleibt der Leser auch mit der Frage alleine, was denn nun aus der Liebesgeschichte von Maren und ihrem Freund wird...
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Keine richtige Spannung 30. Juli 2010
Von Miss M
Format:Taschenbuch
Ich habe dieses Buch nicht als spannend empfunden. Das Leben in einem Dorf ist hervorragend beschrieben, auch fand ich es interessant die Hintergründe zu erfahren warum ein Mensch bestimmte Taten ausübt. Die sich anbahnende Liebesgeschichte war nett aber Spannung (wie in anderen Krimis) ist in dem Buch nicht so ganz aufgetreten.

Was die Tochter (Julia) angeht: ich kenne kein sieben jähriges Mädchen das so spricht. Altklug wäre ja noch zu verstehen, aber sie hörte sich teilweise an als wäre sie 27 und nicht 7 Jahre alt.

Alles in allem ein lesenswertes Buch aber kein "Thriller".
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
viel zu nerviges Kind 3. Februar 2011
Von Patricia Twellmann TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Eigentlich hatte Maren die perfekte Familie, sie und ihr Mann Rolf mit ihrer kleinen Tochter Julia. Als sie in ein Haus im ländlichen Taunus ziehen, ist ihr Glück perfekt und Maren geht völlig in ihrer Rolle als Ganztagsmutter auf. Deshalb bemerkt sie auch erst spät, dass Rolf schon lange eine Affäre hat. Als er dann zu seiner Freundin nach Frankfurt zieht und sie mit Julia alleine in ihrem großen Haus bleibt, bricht für sie erst einmal eine Welt zusammen. Doch schnell rappelt sie sich wieder auf, beginnt zu joggen und nimmt eine Teilzeitstelle als Lehrerin in Frankfurt an. Ihre ganze Energie konzentriert sich nun auf Julia, sie behütet sie über alles und würde sie am liebsten gar nicht mehr aus den Augen lassen. Vor drei Jahren ist schon einmal ein Mädchen aus dem Dorf verschwunden, der Täter wurde bisher noch nicht gefasst. Jörg, der Bruder der verschwundenen Melanie, geht in Julias Klasse und man munkelt, dass seinem Vater des Öfteren die Hand ausrutscht. Beim Joggen lernt Maren Thorsten Steiner kennen, den Julia schnell in ihr Herz schließt. Ein Geheimnis allerdings umwebt Thorsten, seine Vergangenheit liegt im Dunklen und Maren ist sich nie sicher, wer er eigentlich ist. Möglicherweise sogar der Kinderschänder, denn sein Interesse an der verschwundenen Melanie ist groß.

Die Autorin macht es dem Leser nicht leicht mit ihren Charakteren, die sie durchweg unsympathisch agieren lässt. Maren ist eine überbehütende Mutter, die ihrem Kind viel Selbständigkeit abspricht. Julia darf nicht alleine zur Schule gehen, nachmittags, wenn Maren arbeiten muss, ist sie bei einer Tagesmutter. Diese ist zwar schon fast achtzig, hat aber Spaß mit Julia. Im Gegensatz zu ihrer Mutter lässt sie ihr viel mehr Freiheiten. Maren versucht, alles Unangenehme von Julia fernzuhalten, sie wird viel zu schnell hysterisch und ungerecht. Als Thorsten versucht, ihr die Wahrheit über seine Vergangenheit zu erzählen, blockt sie ab und will es nicht wissen. Inkonsequent schickt sie ihn aber einfach weg, ohne ihn anzuhören, als Freunde Zweifel an seiner Identität in ihr säen. Die Möglichkeit, sich zu rechtfertigen, gibt sie ihm erst gar nicht. Außerdem schreit sie viel und ist recht schnell beleidigt. Thorsten wirkt anfangs recht schuldbewusst und unheimlich, man spürt, dass er vieles verbirgt. Im Verlauf der Geschichte wird sein Verhalten immer normaler und sympathischer, man merkt, wie ihm die Beziehung zu Maren Stabilität verleiht. Trotzdem bleibt immer noch der Hauch eines Verdachtes, nie ist man sicher, ob er wirklich derjenige ist, den man vermutet. Rolf, ihr Exmann ist ein typischer Chauvinist. Maren ist an allem schuld, ihr Verhalten dem Kind gegenüber ist schädlich, sie sollte sich doch mal überlegen, was sie mit einem neuen Freund dem Kind antut. Ist für ihn eine neue Freundin selbstverständlich, so gilt das noch lange nicht für Maren. Wer weiß, welche schädlichen Einflüsse durch Thorsten und ihr neues Berufsleben auf Julia einwirken. So kommt er schon mal unangemeldet in ihr Haus, poltert herum und droht ihr, das Sorgerecht einzuklagen. Ihre beste Freundin Sybille, die ihr damals die Wahrheit über Rolfs Dienstreisen gesteckt hat, ist mit einem Sensationsreporter zusammen, der die Gelegenheit wahrnimmt und Maren zu Spionagediensten verpflichten will. Immerhin lebt sie in dem Dorf und kennt Melanies Mutter, da dürfte doch wohl noch eine Story für ihn herauskommen. Verstehen kann er nicht, dass Maren sich darauf nicht einlässt. Da sie ja nur ihr Bestes wollen, verdingen sie sich als Detektive und durchstöbern Thorstens Vergangenheit. Als sie nicht das finden, was sie sich erhofft haben, geben sie nicht auf sondern belästigen Maren mit einer Aufdringlichkeit, die schon nicht mehr an Freundschaft grenzt.

Julia ist allerdings ein ganz schweres Kaliber. Frech, aufdringlich, fordernd, uneinsichtig und beleidigend legt sie ein unmögliches Verhalten an den Tag, was mit einer normalen Siebenjährigen nicht mehr kompatibel ist. Sie sagt, was sie denkt und will, sie bittet nicht, sie fordert. Thorsten schmeißt sie sich regelrecht an den Hals, obwohl sie ihn gerade erst kennen gelernt hat. Sie hat ihre eigene Meinung darüber, was ihr erlaubt werden sollte und was nicht, zur Not umgeht sie halt die Verbote ihrer Mutter mit einer unheimlichen Bauernschläue. Immer wieder wird betont, wie intelligent Julia doch ist und dass sie sich in der zweiten Klasse langweilt. Ihr Sozialverhalten indes ist das eines verwöhnten, kleinen Kindes, dem keine Grenzen gesetzt werden. Geschickt nutzt sie immer wieder die Schuldgefühle ihrer Eltern aus und manövriert sie in ausweglose Situationen, in denen sie eigentlich mal ein Machtwort sprechen müssten. Niedergedrückt von ihrer eigenen Unfähigkeit, Julia Grenzen aufzuzeigen, können sie das aber nicht. Dieses Verhalten verleidet die Geschichte ungemein, man sieht mit offenen Augen, wie alle Personen in ihr eigenes Unglück rennen und wünscht der Mutter ein gehöriges Maß an Selbstbewusstsein und Durchsetzungskraft. Einfach eine Schande, wie gewollt hilflos sie sich von Julia manipulieren lässt und kein Mass für angemessenes Verhalten setzt.
Warum fesselt trotz aller Kritikpunkte das Buch dann trotzdem noch? Es liegt an dem angenehmen Schreibstil von Doris Bezler, der den Leser gefangen nimmt. Wechselnde Perspektiven lassen tiefe Einblicke in die einzelnen Charaktere zu, auch in die des Täters. Dieser entpuppt sich wirklich erst ganz zum Schluß, immer wieder sät die Autorin gekonnt Zweifel an einzelnen Personen. Man will einfach wissen, wer Thorsten Steiner denn nun wirklich ist und ob es Maren gelingt, ein bisschen selbstbewusster aufzutreten. Sehr deutlich kommt hier auch die Doppelmoral der Menschen zutage, egal ob Mann oder Frau, diejenigen, bei denen das Kind nicht lebt, meinen immer noch, dem anderen vorschreiben zu können, wie sie sich zu verhalten haben. Was für den einen gilt, gilt für den anderen noch lange nicht.

Fazit:

Ein Psychothriller mit gegensätzlich agierenden Hauptpersonen, der durch seine flüssige, eingängige Sprache besticht. Doris Bezler gelingt es sehr gut, Zweifel zu säen - hätte sie doch nur ihre Personen angemessener agieren lassen und sie nicht ständig ungerecht aufbrausend oder von Selbstzweifeln zerfressen lassen.
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