Dieses Buch hat mich als Mutter geschockt. Nach langem ein absoluter Fehlgriff.
Frau Prekop faengt in dem Buch mit der Beschreibung eines Einschlafzenarios an. Weiter zeigt sie die Art des Wickeln von frueher oder von Naturvoelkern auf. Ich finde hier schon ihre Beschreibung sehr ueberspitzt. Ich bin ein absoluter Freund des Puckens, aber muss nicht eine so enge Huelle dem Baby anlegen, dass es sich darin nicht mehr bewegen kann. Auch der Vergleich, dass Kinder von Naturvoelkern sich motorisch danach auch gut entwickeln finde ich nicht so richtig vergleichbar, da diese nach der Wickelzeit (3 Monate) motorisch oft anders gefordert werden, als heutige Stadtkinder. Pucken und tragen im Tragetuch finde ich fuer die heutige Zeit eine gute Variante.
Besonders stoerend finde ich ihre Vergleiche, bei den ich keinen Zusammenhang mehr zum eigentlichen Thema finde. z.B. "Das Geheimnis liegt in der Huelle. Ihr Ursprung kommt von einer hoeheren Dimension. Saemtliche kosmische Energien, die in einen Innraum wirken sollen, koennen nur dann ankommen, wenn der Innenraum von aussen lueckenlos umhuellt ist. Die Erde gedeiht nur dann, wenn sie von dem athmosphaerischen Mantel mitsamt Ozonschicht geschuetzt ist....." - Fuer mich nicht nachvollziehbar, dass dies zeigen soll das Wickeln beim Schlafen hilft. Die meisten Einschlafprobleme kommen hat man ja auch in der Regel erst nach den ersten 3 Monaten, mit Ausnahme von Koliken.
Ein Weiterer Punkt den ich nicht gutheissen kann, ist diese negative Beschreibung zum Thema stillen. Klar ist das Einschlafstillen nicht die Loesung fuer Muetter, die dieses zu sehr belastet, aber ich finde man kann es auch nicht verteufeln. Wer damit gut leben kann, gibt seinem Kind das was auch Naturvoelker machen, die Prekop doch in anderem Zusammenhang so gerne zitiert - Selbstvertrauen. Ich habe ein Daumenkind und das Stillen hat mir geholfen das Benutzen des Daumens zu reduzieren. Schnuller hat sie leider nicht genommen. Ich hab sie lieber gestillt, als dass sie spaeter ein schiefes Gebiss bekommt. Auch koennen die meisten doch gut mit einem Nuckel leben, den Prekop ablehnt. Wieso das Leben schwerer machen als es ist?
Das grausamste von Ihr ist die Empfehlung des Abstillens. Es gibt eigentlich ueberall die Meinung, dass ein seichtes Abstillen die beste Variante ist. Prekop will das Baby hier "therapieren" und empfiehlt es moeglichst dicht an der Brust festzuhalten, so dass es die Brust spuehrt aber nicht drankommt und es dann solange schreien zu lassen bis es aufgibt. Als Belohnung gibt es dann die Flasche. Diese Festhalttherapie ist sehr umstritten und waere fuer mich als Mutter grausam. Prekop moechte in jeder Hinsicht den Willen des Kindes brechen, um den der Mutter durchzusetzten. Auch Dinge wie Belohnung werden doch in der modernen Psychologie eher abgelehnt.
Die eigentliche Hiflosigkeit zu dem Thema "schlafen" zeift Prekop in Ihrem Fazit: "Und wenn das Kind trotzdem schreit? Dann lassen Sie es schreien. Das koennen Sie mit bestem Gewissen tun - vorausgesetzt, dass Kind ist nicht krank....Es wird sich frueher oder spaeter beruhigen"
Na Danke! Also zum Abstillen und einschlafen schreien lassen. Mir haben die Buecher "schlafen und Wachen von Sears und "smart love" (Staerkung des Selbstbewusstsein des Kindes) sehr viel mehr gebracht und treffen auch eher meine Ansichten.