Schlaf: Erzählung und über 1,5 Millionen weitere Bücher verfügbar für Amazon Kindle. Erfahren Sie mehr
Gebraucht kaufen
EUR 7,77
Gebraucht: Gut | Details
Verkauft von Warehouse Deals
Zustand: Gebraucht: Gut
Kommentar: Gelesene Ausgabe in gutem, sauberen Zustand. Seiten und Einband sind intakt (ebenfalls der Schutzumschlag, falls vorhanden). Buchrücken darf Gebrauchsspuren aufweisen. Notizen oder Unterstreichungen in begrenztem Ausmaß sowie Bibliotheksstempel sind zumutbar. Amazon-Kundenservice und Rücknahmegarantie (bis zu 30 Tagen) bei jedem Kauf.
Ihren Artikel jetzt
eintauschen und
EUR 3,30 Gutschein erhalten.
Möchten Sie verkaufen?
Zur Rückseite klappen Zur Vorderseite klappen
Anhören Wird wiedergegeben... Angehalten   Sie hören eine Probe der Audible-Audioausgabe.
Weitere Informationen
Alle 5 Bilder anzeigen

Schlaf Gebundene Ausgabe – 24. August 2009


Alle 4 Formate und Ausgaben anzeigen Andere Formate und Ausgaben ausblenden
Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Kindle Edition
"Bitte wiederholen"
Gebundene Ausgabe
"Bitte wiederholen"
EUR 4,76
Unbekannter Einband
"Bitte wiederholen"
7 gebraucht ab EUR 4,76
Jeder kann Kindle Bücher lesen — selbst ohne ein Kindle-Gerät — mit der KOSTENFREIEN Kindle App für Smartphones, Tablets und Computer.


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 78 Seiten
  • Verlag: DuMont; Auflage: 1. (24. August 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3832195254
  • ISBN-13: 978-3832195250
  • Größe und/oder Gewicht: 14,6 x 1,4 x 21,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (35 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 287.517 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über die Autoren

Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Produktbeschreibungen

Amazon.de

Krankhafte (im Speziellen japanische) Angepasstheit und die Absurdität banaler, alltäglicher Vorgänge sind Leitthemen in Haruki Murakamis Werk. Auch die Heldin von Schlaf leidet unter der starren Routine ihres wohlgeordneten Daseins. Und sie beginnt zu hinterfragen und sperrt sich innerlich, ausgelöst durch eine Art Insomnie, dagegen. Plötzlich stößt sie das friedliche Gesicht ihres eingenickten Ehemanns ab. Selbst den Beischlaf vollzieht sie, ohne geistig anwesend zu sein: Die einst gleichermaßen körperliche sowie emotionale Vereinigung wird ein rein mechanischer Akt. Überhaupt reduziert sich jede Alltagshandlung auf ihren Zweck als Rädchen im funktionierenden Getriebe des „Apparats“ Ehefrau. Zunehmend verfällt die Dreißigjährige dem Sog einer zweiten Existenz, gibt sich Cognac trinkend nächtlichen Leseexzessen hin (bezeichnenderweise Tolstois Anna Karenina) und entfernt sich allmählich vom normalen Leben ...

Für ihre „eigenwillige“ Bildästhetik ihrer Illustrationen nahm Kat Menschik schon den Troisdorfer Bilderbuchpreis entgegen. In Schlaf erweitern ihre 20 ganzseitige Zeichnungen die auf hochwertigem Papier gedruckte Erzählung des japanischen Großmeisters um eine visuelle Ebene. Text und Bild verschmelzen so perfekt miteinander, dass die traumartige, latent bedrohliche Stimmung auf den Leser überschwappt. Harte Kontraste, ein strikter Farbcode, beschränkt auf Dunkelblau und Silber, morbide Motive wie weit aufgerissene Augen: ein wenig erinnert das an Stanley Kubricks Vorgehen bei seinen – allerdings filmischen – Romanadaptionen. Eindringlicher könnte man die schleichenden psychischen Veränderungen der Protagonistin nicht darstellen.

Wie immer im Falle Murakamis werden sich trotzdem die Geister scheiden – allein das Ende sorgt gewiss für Polarisierungen. Hinzu kommen die Bildkomponente und die Tatsache, dass es sich zwar um eine charakteristische, nicht jedoch um eine besonders skurrile, ja: nicht einmal um eine neue Erzählung handelt (entnommen ist sie dem Band Der Elefant verschwindet von 1995). Aber für bibliophile Murakami-Liebhaber ist Schlaf dennoch ein rauschendes Fest der Sinne. Tun Sie es der Protagonistin gleich: Machen Sie sich einen einsamen Abend mit diesem abgründigen Buch, fassen Sie es bedächtig an – und lassen Sie sich von Haruki Murakami hypnotisieren. -- Fenja Wambold

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Haruki Murakami wurde 1949 in Kyoto, Japan geboren und wuchs in Kobe auf. Nach abgeschlossenem Studium verließ er 1975 die Waseda-Universität in Tokio, wo er anschließend sieben Jahre lang Eigentümer einer kleinen Jazz-Bar war. Sein erster Roman, "Hear the Wind sing" (1979), brachte ihm den Gunzou-Förderpreis ein. Zusammen mit "Pinball", 1973 (1980, beide wurden nur ins Englische übersetzt) und "Wilde Schafsjagd" (1982, dt. 1991), für den er mit dem Norma-Förderpreis ausgezeichnet wurde, bildet dieser Roman die sogenannte "Trilogie der Ratte". Zu Murakamis weiteren Veröffentlichungen zählen "Hard-Boiled Wonderland und das Ende der Welt" (1984, dt. 1995), "Naokos Lächeln" (1987, dt. 2001), "Tanz mit dem Schafsmann" (1988, dt. 2002), "Gefährliche Geliebte" (1992, dt. 2000), "Der Elefant verschwindet" (1993, dt. 1995) und "Als ich eines Tages im April das 100%ige Mädchen sah" (dt. 1996). Von 1991 an lebten Murakami und seine Ehefrau vier Jahre lang in den USA, wo er in Princeton lehrte und den Roman "Mister Aufziehvogel" verfasste (1994-95, dt. 1998), für den er den Yomiuri-Literaturpreis erhielt. Nach dem Erdbeben von Hanshin und dem Gas-Attentat auf die Tokioter U-Bahn von 1995 kehrte Murakami nach Japan zurück, wo er zunächst Opfer des Attentats und schließlich auch Mitglieder der Aum-Shinrikyo-Sekte interviewte. Die Interviews erschienen in Japan in zwei Bänden; der zweite, "The Place that was promised" (1998), wurde mit dem Preis der Kuwabara Takeo-Akademie ausgezeichnet. Eine Auswahl aus beiden Büchern wurde 2002 als deutschsprachige Ausgabe unter dem Titel "Untergrundkrieg" veröffentlicht. Von Haruki Murakami erschienen seitdem "Sputnik Sweetheart" (1999, dt. 2002), "Nach dem Beben" (1997, dt. 2003), "Kafka am Strand" (2002, dt. 2004), die Kurzgeschichtensammlung "Blinde Weide, schlafende Frau" (dt. 2006), der Roman "Afterdark" (dt. 2005) und das Sachbuch "Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede" (dt. 2007). Zu den jüngsten Veröffentlichungen zählen "1Q84, Buch 1&2" (dt. 2010) und Buch 3 (dt. 2011) sowie die von Kat Menschik illustrierten Erzählungen "Schlaf", "Die Bäckereiüberfälle" und "Die unheimliche Bibliothek". Die Neuübersetzung von Murakamis literarischem Durchbruch "Gefährliche Geliebte" erschien 2013 unter dem neuen Titel "Südlich der Grenze, westlich der Sonne". Zu den Preisen, die Murakami in jüngerer Zeit erhielt, gehören der Frank O'Connor Internationale Kurzgeschichtenpreis (Irland, 2006) der Franz-Kafka-Preis (Tschechien, 2006) und der Asahi-Preis (Japan, 2006). Zudem hat Murakami Werke diverser amerikanischer Autoren ins Japanische übertragen, darunter Bücher von F. Scott Fitzgerald, Raymond Carver, John Irving und Raymond Chandler. Seine eigenen Werke wurden bislang in mehr als vierzig Sprachen übersetzt. Kat Menschik lebt als freie Illustratorin in Berlin und im Oderbruch. Ihre Zeichnungen erscheinen regelmäßig in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Für DuMont illustrierte sie Haruki Murakamis ›Schlaf‹ (2009) sowie ›Die Bäckereiüberfälle‹ (2012) und Ernst H. Gombrichs ›Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser‹ (2011). Der immerwährende Kalender ›Das Variable Kalendarium‹ erschien 2012. Nora Bierich, geboren 1958, hat Philosophie und Japanologie studiert und lebt in Berlin. Neben Haruki Murakami übersetzte sie aus dem Japanischen Werke des Philosophen Kôjin Karatani und von Kenzaburô Ôe.

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Anja Thieme (Media-Mania) am 9. Dezember 2009
Format: Gebundene Ausgabe
Diese Geschichte wird Fans ein Begriff sein, ist sie doch in der 1993 erschienenen Kurzgeschichtensammlung "Der Elefant verschwindet" enthalten. Trotzdem lohnt sich diese Ausgabe auch für Kenner, ist die Geschichte doch mit vielen zweifarbigen, hochwertigen Bildern bereichert.
Hochwertig ist überhaupt der passende Begriff für dieses Buch: Das Titelbild findet sich nicht nur auf dem Umschlag, sondern auch auf dem Einband, so dass das Buch auch ohne den Umschlag hübsch aussieht. Zudem ist das Papier von einer seidigen, schimmernden Qualität, was vor allem den Bildern sehr zugute kommt. Gedruckt ist es durchgehend in dunklem Blau, wobei sich in den Bildern auch noch silberne Farbe findet. Ein Lesebändchen macht die annähernd perfekte Gestaltung komplett.
Über die Aufmachung lässt sich also nicht meckern.

Über die Geschichte leider schon - sie ist durchaus Geschmackssache. Viele Fäden führen zu einem offenen Ende, das es leider nicht schafft, dem Leser auch nur annähernd eine Idee zu geben, wie es weiter geht oder worin die Schlaflosigkeit der - namenlosen - Protagonistin begründet liegt. Ihr Traum und einige ihrer Gedanken geben zwar erste Ansatzpunkte, aber es könnte auch alles ganz anders sein. Der Konflikt ihres wachen Geistes mit ihrer seltsam eintönig und träge erscheinenden Umwelt ist geschickt angelegt, aber leider erfüllt auch er nicht die Hoffnungen, die man anfangs als Leser in ihn setzt.
Hier ist die Kurzgeschichte einfach zu kurz geraten, einige Seiten mehr, ein runderes Ende und ein besserer Zusammenhang würden den Leser zufriedener zurücklassen.
Lesen Sie weiter... ›
Kommentar War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback. Wenn diese Rezension unangemessen ist, informieren Sie uns bitte darüber.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
185 von 202 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Harald Weissen am 2. September 2009
Format: Gebundene Ausgabe
Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Geschichte um eine Frau, die nicht schlafen kann, und die Aufmachung des Buches mit den schönen Bildern von Kat Menschik würden glatte 5 Sterne verdienen, denn da stimmt alles. Was mir hingegen gar nicht passt, ist die Politik des Dumont Verlages, dass er - wohl um die Zeit bis zum nächsten Roman irgendwie zu überbrücken - eine von Murakamis Kurzgeschichten von 1993 (seit Jahren im Kurzgeschichtenband 'Der Elefant verschwindet' enthalten) nimmt und sie neu auflegt. Hätte da zumindest ein Hinweis wie etwa 'Neuauflage von ...' auf dem Cover gestanden, wäre die Sache fair für den Kunden. Aber so geben eine menge Leute Geld aus (und zwar nicht wenig für ein so dünnes Büchlein), nur um festzustellen, dass sie das Buch ungelesen ins Regal stellen können.
4 Kommentare War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback. Wenn diese Rezension unangemessen ist, informieren Sie uns bitte darüber.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Mimir TOP 1000 REZENSENT am 25. März 2010
Format: Gebundene Ausgabe
Das Buch beginnt sehr direkt mit einer schlichten Reflexion der Hauptfigur: »Es ist der siebzehnte Tag ohne Schlaf. Ich spreche nicht von Schlaflosigkeit. Ich kann einfach nicht schlafen.« Weder ihrem Mann, einem erfolgreichen Zahnarzt, noch ihrem Sohn fällt auf, dass sie nicht schläft. Sie liest in jeder freien Minute, die nicht von den Verrichtungen des Alltags eingenommen werden, in 'Anna Karenina', trinkt Cognac und versinkt anscheinend in tranceähnliche Zustände. Sie trennt Körper, Seele und Geist. »Ich bin ein sich nach Schlaf sehnender Körper und ein Bewusstsein, das wach bleiben will.« Sie stellt scheinbar einfachste Sinnfragen: »Wohin war mein früheres Ich verschwunden, das wie besessen Bücher verschlungen hatte?« und beobachtet erstaunt: »Ich wundere mich darüber, dass meine eigenen Fußspuren von Wind fortgeweht werden, ehe ich Zeit habe, sie anzuschauen.«

Die surreale, fast kafkaeske Erzählung schwingt von einer einfachen, deklarativen Sprache der Alltäglichkeiten hinüber in die erweiterte Wahrnehmungswelt der unbenamten Protagonistin. Murakami erzählt vom gleichförmigen Leben mit Einkaufen, Schwimmen, Essen kochen, Sex aus der Ich-Sicht wie ein unbeteiligter Beobachter, taucht dann aber in eine eigenwillig aufregende, bedrohliche Schattenwelt ein. Illustriert wird diese durch 20 in Dunkelblau und Silber gehaltene Bilder der Illustratorin Kat Menschik, die die Gedankenwelt reflektieren und erweitern.

Es geht um den Sinn, das Leben, den Tod; und deren unbekannte oder unerkannte Unterschiede. Am Ende ist alles klarer - und erschreckender, gefährlicher in der geweiteten Realität.
Kommentar War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback. Wenn diese Rezension unangemessen ist, informieren Sie uns bitte darüber.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Z. am 5. Januar 2010
Format: Gebundene Ausgabe
Im August 2009 erschien eine Neuauflage der Kurzgeschichte Schlaf von Haruki Murakami. Die Hardcover-Version umfasst etwa 80 Seiten mit zahlreichen wirklich gelungen Illustrationen der Geschichte, die das Buch zu einem tollen Erlebnis werden lassen.

Schlaf befasst sich mit einer verheirateten Frau, die seit siebzehn Tagen nicht geschlafen hat. Zunächst findet sie es natürlich seltsam und beängstigend, aber da sich keine Müdigkeit einstellt, beginnt sie in der Nacht, wenn ihr Mann und ihr Sohn schlafen, ein zweites Leben zu führen, welches dem ähnelt, das sie für ihre Ehe aufgegeben hat. Sie trinkt Cognac, liest (was sie lange nicht getan hat, obschon sie Literatur studierte) und schwindet immer stärker in dieses Paralellleben ab. Sie entfernt sich zunehmend von ihrem Ehemann, dessen Gesicht sie abstößt und vollzieht jede ihrer Alltagshandlung nur maschinell, agiert wie ein Apparat Ehefrau. Selbst wenn sie mit ihrem Mann schläft ist sie abwesend. Die Geschichte endet offen, auch wenn sich erahnen lässt, was mit ihr geschieht.

Ich mochte die Kurzgeschichte von Murakami, auch wenn sie durchaus etwas länger und dadurch vielleicht weniger offen hätte sein können. Die Illustrationen (zweifarbig: silber und dunkelblau) sind wirklich klasse und die gesamte Gestaltung des Buches ist sehr gelungen. Für Murakami-Enthusiasten eine wirklich tolle Sache. Anderen sei allerdings der Sammelband Der Elefant verschwindet von Murakami ans Gerz gelegt: Dort ist die Geschichte ebenfalls abgedruckt und das Buch kostet weniger als die Hälfte.
Kommentar War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback. Wenn diese Rezension unangemessen ist, informieren Sie uns bitte darüber.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen

Die neuesten Kundenrezensionen


Ähnliche Artikel finden