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Schlaf [Gebundene Ausgabe]

Haruki Murakami
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (29 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

24. August 2009
Es ist der siebzehnte Tag ohne Schlaf.« So beginnt Haruki Murakamis Erzählung von einer Frau, die nachts kein Auge mehr zumacht. Aber es fühlt sich anders an als die quälende Schlaflosigkeit, die sie als Studentin erlebt hat: Jetzt ist sie auf zauberhafte Weise nicht mehr müde. »Ich kann einfach nicht schlafen. Noch nicht einmal ein Nickerchen.«
Spätabends, wenn ihr Mann und ihr Sohn im Bett liegen, beginnt sie ein zweites Leben, und die Nächte sind bei Weitem aufregender als ihre gleichförmigen Tage aber auch gefährlicher.
Die Illustratorin Kat Menschik hat den Zauber von Murakamis Erzählung in traumgleiche Bilder gebracht. Auch deshalb ist dieser durchgehend in Duotone (Nachtblau/Silber) gedruckte Band ein guter Grund, nachts wach zu bleiben.

Hinweise und Aktionen

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 80 Seiten
  • Verlag: DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG; Auflage: 1 (24. August 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3832195254
  • ISBN-13: 978-3832195250
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 14,4 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (29 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 154.220 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Krankhafte (im Speziellen japanische) Angepasstheit und die Absurdität banaler, alltäglicher Vorgänge sind Leitthemen in Haruki Murakamis Werk. Auch die Heldin von Schlaf leidet unter der starren Routine ihres wohlgeordneten Daseins. Und sie beginnt zu hinterfragen und sperrt sich innerlich, ausgelöst durch eine Art Insomnie, dagegen. Plötzlich stößt sie das friedliche Gesicht ihres eingenickten Ehemanns ab. Selbst den Beischlaf vollzieht sie, ohne geistig anwesend zu sein: Die einst gleichermaßen körperliche sowie emotionale Vereinigung wird ein rein mechanischer Akt. Überhaupt reduziert sich jede Alltagshandlung auf ihren Zweck als Rädchen im funktionierenden Getriebe des „Apparats“ Ehefrau. Zunehmend verfällt die Dreißigjährige dem Sog einer zweiten Existenz, gibt sich Cognac trinkend nächtlichen Leseexzessen hin (bezeichnenderweise Tolstois Anna Karenina) und entfernt sich allmählich vom normalen Leben ...

Für ihre „eigenwillige“ Bildästhetik ihrer Illustrationen nahm Kat Menschik schon den Troisdorfer Bilderbuchpreis entgegen. In Schlaf erweitern ihre 20 ganzseitige Zeichnungen die auf hochwertigem Papier gedruckte Erzählung des japanischen Großmeisters um eine visuelle Ebene. Text und Bild verschmelzen so perfekt miteinander, dass die traumartige, latent bedrohliche Stimmung auf den Leser überschwappt. Harte Kontraste, ein strikter Farbcode, beschränkt auf Dunkelblau und Silber, morbide Motive wie weit aufgerissene Augen: ein wenig erinnert das an Stanley Kubricks Vorgehen bei seinen – allerdings filmischen – Romanadaptionen. Eindringlicher könnte man die schleichenden psychischen Veränderungen der Protagonistin nicht darstellen.

Wie immer im Falle Murakamis werden sich trotzdem die Geister scheiden – allein das Ende sorgt gewiss für Polarisierungen. Hinzu kommen die Bildkomponente und die Tatsache, dass es sich zwar um eine charakteristische, nicht jedoch um eine besonders skurrile, ja: nicht einmal um eine neue Erzählung handelt (entnommen ist sie dem Band Der Elefant verschwindet von 1995). Aber für bibliophile Murakami-Liebhaber ist Schlaf dennoch ein rauschendes Fest der Sinne. Tun Sie es der Protagonistin gleich: Machen Sie sich einen einsamen Abend mit diesem abgründigen Buch, fassen Sie es bedächtig an – und lassen Sie sich von Haruki Murakami hypnotisieren. -- Fenja Wambold

Pressestimmen

Unglaublich traumschön und dunkel bedrohlich illustriert." FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG Vom schnellen Erzähltempo beeindruckt, verfolgt der Leser den stetigen Wechsel zwischen Traum und Wirklichkeit, bis er wie die Protagonistin vom Schwindel übermannt wird. ( ) Die Illustratorin unterstreicht mit ihren expressionistisch überhöhten, von den Techniken des Comics geprägten Abbildungen eindrucksvoll das beklemmende Horror-Szenario. SÜDDEUTSCHE ZEITUNG "Zwischen Märchen und Alptraum angesiedelt, weiß der japanische Autir Haruki Murakami mit einer schlichte und eindringlichen Sprache seine Leser zu fesseln." NORDWEST ZEITUNG "Edel, kongenial illustierte Einzelausgabe. (...) Eine hinreißende, in geheimnisvoll schillernden Nachtblau- und Silbertönen gehaltene Geisterbahn des Seelenlebens, ein Panoptikum der sanften Alpträume, und wenn bei der Lektüre gelegentlich die Schrift auf dem glänzenden Papier verschwimmt, kann man schon mal das Gefühl haben, dass sich die Grenzen der vertrauten Realität auflösen." NÜRNBERGER NACHRICHTEN

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
167 von 181 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Betrug am Leser 2. September 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Geschichte um eine Frau, die nicht schlafen kann, und die Aufmachung des Buches mit den schönen Bildern von Kat Menschik würden glatte 5 Sterne verdienen, denn da stimmt alles. Was mir hingegen gar nicht passt, ist die Politik des Dumont Verlages, dass er - wohl um die Zeit bis zum nächsten Roman irgendwie zu überbrücken - eine von Murakamis Kurzgeschichten von 1993 (seit Jahren im Kurzgeschichtenband 'Der Elefant verschwindet' enthalten) nimmt und sie neu auflegt. Hätte da zumindest ein Hinweis wie etwa 'Neuauflage von ...' auf dem Cover gestanden, wäre die Sache fair für den Kunden. Aber so geben eine menge Leute Geld aus (und zwar nicht wenig für ein so dünnes Büchlein), nur um festzustellen, dass sie das Buch ungelesen ins Regal stellen können.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wunderbares Äußeres, aber leider wenig Inhalt 9. Dezember 2009
Von Anja Thieme (Media-Mania) TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Diese Geschichte wird Fans ein Begriff sein, ist sie doch in der 1993 erschienenen Kurzgeschichtensammlung "Der Elefant verschwindet" enthalten. Trotzdem lohnt sich diese Ausgabe auch für Kenner, ist die Geschichte doch mit vielen zweifarbigen, hochwertigen Bildern bereichert.
Hochwertig ist überhaupt der passende Begriff für dieses Buch: Das Titelbild findet sich nicht nur auf dem Umschlag, sondern auch auf dem Einband, so dass das Buch auch ohne den Umschlag hübsch aussieht. Zudem ist das Papier von einer seidigen, schimmernden Qualität, was vor allem den Bildern sehr zugute kommt. Gedruckt ist es durchgehend in dunklem Blau, wobei sich in den Bildern auch noch silberne Farbe findet. Ein Lesebändchen macht die annähernd perfekte Gestaltung komplett.
Über die Aufmachung lässt sich also nicht meckern.

Über die Geschichte leider schon - sie ist durchaus Geschmackssache. Viele Fäden führen zu einem offenen Ende, das es leider nicht schafft, dem Leser auch nur annähernd eine Idee zu geben, wie es weiter geht oder worin die Schlaflosigkeit der - namenlosen - Protagonistin begründet liegt. Ihr Traum und einige ihrer Gedanken geben zwar erste Ansatzpunkte, aber es könnte auch alles ganz anders sein. Der Konflikt ihres wachen Geistes mit ihrer seltsam eintönig und träge erscheinenden Umwelt ist geschickt angelegt, aber leider erfüllt auch er nicht die Hoffnungen, die man anfangs als Leser in ihn setzt.
Hier ist die Kurzgeschichte einfach zu kurz geraten, einige Seiten mehr, ein runderes Ende und ein besserer Zusammenhang würden den Leser zufriedener zurücklassen.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fußspuren im Wind 25. März 2010
Von Mimir
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch beginnt sehr direkt mit einer schlichten Reflexion der Hauptfigur: »Es ist der siebzehnte Tag ohne Schlaf. Ich spreche nicht von Schlaflosigkeit. Ich kann einfach nicht schlafen.« Weder ihrem Mann, einem erfolgreichen Zahnarzt, noch ihrem Sohn fällt auf, dass sie nicht schläft. Sie liest in jeder freien Minute, die nicht von den Verrichtungen des Alltags eingenommen werden, in 'Anna Karenina', trinkt Cognac und versinkt anscheinend in tranceähnliche Zustände. Sie trennt Körper, Seele und Geist. »Ich bin ein sich nach Schlaf sehnender Körper und ein Bewusstsein, das wach bleiben will.« Sie stellt scheinbar einfachste Sinnfragen: »Wohin war mein früheres Ich verschwunden, das wie besessen Bücher verschlungen hatte?« und beobachtet erstaunt: »Ich wundere mich darüber, dass meine eigenen Fußspuren von Wind fortgeweht werden, ehe ich Zeit habe, sie anzuschauen.«

Die surreale, fast kafkaeske Erzählung schwingt von einer einfachen, deklarativen Sprache der Alltäglichkeiten hinüber in die erweiterte Wahrnehmungswelt der unbenamten Protagonistin. Murakami erzählt vom gleichförmigen Leben mit Einkaufen, Schwimmen, Essen kochen, Sex aus der Ich-Sicht wie ein unbeteiligter Beobachter, taucht dann aber in eine eigenwillig aufregende, bedrohliche Schattenwelt ein. Illustriert wird diese durch 20 in Dunkelblau und Silber gehaltene Bilder der Illustratorin Kat Menschik, die die Gedankenwelt reflektieren und erweitern.

Es geht um den Sinn, das Leben, den Tod; und deren unbekannte oder unerkannte Unterschiede. Am Ende ist alles klarer - und erschreckender, gefährlicher in der geweiteten Realität.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Flucht aus der Gleichförmigkeit 11. Januar 2011
Format:Broschiert
Mit Schlaflosigkeit kennt sich die Hauptfigur der Geschichte wegen eines ähnlichen Vorfalls vor Jahren aus. Aber auf ihre neue Situation ist die Mutter und Hausfrau nicht vorbereitet. In ihrem sonst tristen Leben voll gleichförmiger Abläufe und ebenso gleichförmiger Interaktionen mit vorhersagbaren Menschen in ihrer Umgebung öffnet sich eine Lücke: die Nacht.

Während andere schlafen müssen, bleibt sie problemlos hochkonzentriert wach, nachdem sie einem finsteren Traum entkommen ist. Sie trinkt Cognac, isst Schokolade und liest dabei ein Buch nach dem anderen, ganz wie früher, als sie noch ungebunden und das Lesen essentieller Bestandteil ihres Lebens war.

Dabei wird ihr Verhältnis zur Realität immer gebrochener. Die ohnehin mechanischen Arbeiten des Tages verlieren jeden Sinn, die Interaktion mit ihrer Familie wird zur Farce. Veränderungen wie ihre durch Schwimmen verbesserte Physis werden offenbar nicht wahrgenommen.

Der Bruch mit der Realität wird am deutlichsten, als sie sowohl ihren Mann und auch ihren Sohn im Schlaf beobachtet und für sich feststellen muss, dass sie der Ekel bei ihrem Anblick packt.

Mit zunehmender Klarheit und Absonderung von der Realität erfasst sie eine unangenehme Unruhe, die sie eines Abends durch eine Fahrt in ihrem Auto auszugleichen versucht. Dadurch werden ihre Probleme jedoch nur verstärkt ...

Die endet die Geschichte abrupt und der Leser muss sich selbst einen Reim darauf machen, warum das so ist. Ist bereits alles gesagt? Greift hier eine Vorstellung, die man nur verstehen kann, wenn man Japaner ist? Offenes Ende?

Man kann die Geschichte aber auch auf sich bewenden lassen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Wunderbar aufgemachte Kurzgeschichte zum hohen Preis
Um es gleich vorweg zu nehmen: Dieses Buch beinhaltet die Kurzgeschichte "Schlaf" von Haruki Murakami aus der Kurzgeschichtensammlung "Der Elefant verschwindet". Lesen Sie weiter...
Vor 4 Tagen von David veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen "Ich brauche keinen Schlaf!"
Auf knapp 80 Seiten, unterlegt mit zahlreichen Illustrationen, entführt uns Murakami in eine alptraumhaft kafkaeske und surreale Welt, in der sich Realität und Traum... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Tagen von Isabelle Klein veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wie ein Traum
Dieses Buch hat mich wirklich gefesselt und ich konnte es in einem Rutsch durchlesen. Die Anspielungen auf Anna Karenina fand ich sehr lustig, da ich mur zu dem Zeitpunkt jenes... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Luisa H. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Tolle Erzählung für eine schlaflose Nacht
Dieses Büchlein fesselt. Wie die Hauptperson will man das Lesen gar nicht mehr unterbrechen. Die Erzählung selbst wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet, typisch... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Karlheinz veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen wow!
Konnte das Buch gar nicht mehr weg legen :)
Hab es in einem durch gelesen. Das hat allerdings nur eine halbe Stunde gedauert und dafür find ich den Preis schon recht hoch... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Hime veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen schöner Text und schöne Bilder
Ich hab das Büchlein bei Hugendubel(8,95€) entdeckt und am selben Tag durchgelesen. Und es hat mir gefallen. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Autopanne veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Nichts für jedermann
Dieses Buch ist nichts für Leser, die Murakami nicht schon mögen oder bei Büchern ungern einem offenen Ende nachsinnen. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Micesh veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Aufmachung super toll
Leider kann ich mich vorangegangener Meinung, dass das Büchlein an sich ein Hingucker schlechthin, aber es den Preis nicht gerechtfertig, da es nur eine alte herausgefilterte... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Fiolina veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Einschläfernd...
"Schlaf" ist das erste Buch bzw. die erste Erzählung, die ich von Haruki Murakami lese, einem Schriftsteller, der schon viele internationale Preise gewonnen hat, wovon mich... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Januar 2011 von Dörte Klempert
5.0 von 5 Sternen Eine Frau erwacht
Ich bin ja eher eine kritische Leserin und vergebe äusserst selten fünf Sterne, denn diese zu verdienen, ist nahezu unmöglich. Haruki Murakami hat es geschafft. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Januar 2011 von Maike
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