Kurz gesagt: Diese Geschichten, die weit über das hinaus gehen, was so gemeinhin als Erotik abgehandelt wird, hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Sie sind teilweise sehr poetisch, dabei packend, oft subtil ironisch, vielschichtig, anregend (ja, auch das) und bieten eine völlig neue Sicht auf ein Gebiet, das ja schon ziemlich abgegrast ist. Köstlich fand ich persönlich die Geschichte „Slaughterhouse Blues", eine erotisches Intermezzo, das in einem Schlachthof spielt. Ein Buch, das man an einem beschaulichen Abend zu einem guten Glas Rotwein liest. Ein echtes Erlebnis! Übrigens: Warum gibt es die anderen Bücher von Phoebe Müller nicht im Programm? Den satirischen Western „Fernes Feuer" oder den absolut lesenswerten Kurzgeschichtenband „Sommer im Pelz"?