Mit diesem Buch versucht uns Thich Nhat Hanh sowohl die Grundideen, als auch die etwas komlexeren Anschauungen des Zen näher zu bringen. Der Autor beschreibt die Entstehung des Zen und seine Entwicklung im Verlauf der Jahrhunderte. Des Weiteren erläutert er auch verschiedene Begriffe, wie z.B. das kung-an (auf Japanisch koan), das eine Art Rätsel ist, das der Meister seinem Schüler als "kunstvolles Mittel" stellt, um ihn zur Erleuchtung zu führen. Ferner schneidet er kurz das Leben eines Zen-Mönchs an und erklärt die Regeln, die innerhalb eines Zen-Klosters gelten. Er erklärt auch, dass einer der Schlüssel zum Zen die Achtsamkeit ist und genau mit dieser Achtsamkeit sollte auch das Buch gelesen werden. Die Denkweisen des Zen sind hier in Europa etwas fremdes und vor allem etwas sehr kompliziertes (für denjenigen, der sich nicht voll und ganz auf das Gelesene konzentriert). Das Buch ist eher für die erfahreneren Leser geeignet, die schon mehrere Bücher über Zen gelesen haben.
Das Buch endet in einer Sammlung von Gedichten und kung-ans, die von dem ersten König der Tran-Dynastie (1225-1400) Tran Thai Tong geschrieben wurden und von Thich Nhat Hanh das erste Mal in die westliche Sprache übersetzt wurden. Mir persönlich hat dieses Buch sehr gefallen, da ich sehr viele Antworten auf einige Fragen gefunden habe, andererseits verwirrten mich einige Sätze wiederum. Vor allem die kung-an Sammlung am Schluss ist sehr schwer zu verstehen.