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5.0 von 5 Sternen
Etwas vom Besten aus der Schweiz, 14. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Schizophrenia (Audio CD)
Alle Achtung! Ein ganz edles Stück Stahl werfen die Schweizer von Neverland hier auf den Markt. In der Schweiz sind Neverland längst keine Unbekannten mehr. Bereits 1999 gegründet, konnten die Schweizer mit einer in Eigenregie veröffentlichten EP auf sich aufmerksam machen. Aber wie das Leben so spielt hatten auch Neverland mit diversen Besetzungswechseln zu kämpfen, wobei vor allem die Trennung von Sänger Mike Zotter zuerst ein herber Rückschlag war, denn gute Sänger sind eh schon Mangelware und in der kleinen Schweiz erst recht. Die Metalgötter hatten aber ein Einsehen mit Neverland und schickten ihnen die Powerstimme Jean-Marc Viller (Daydreamer, Ex-Big Red One, Ex-Backstreet). Mit Keyboarder Oliver Benz wurde das Line Up schliesslich komplettiert und Neverland waren bereit für grosse Taten, welche nun in Form von Schizophrenia" vorliegen.
Musikalisch treffen hier Dream Theater auf Symphony X und Stratovarius zu Infinite"-Zeiten. Progressiver Power Metal, bei welchem der Song und nicht technische Selbstdarstellung im Vordergrund liegt. Dabei steht der Opener und Titeltrack repräsentativ für das ganze Album. Ein ruhiger und stimmungsvoller Anfang leitet das Stück ein, wechselt zu heftigen Riffs und wenn nach einem Break der ruhige Gesang von Jean-Marc einsetzt denkt man im ersten Moment, man würde den Dream Theater-Vokalisten James LaBrie hören. Doch so sehr ich LaBrie als Sänger auch schätze, hier hat er seinen Meister gefunden. Denn wo LaBrie in höheren Stimmlagen, welche kraftvollen Gesang erfordern oftmals an seine Grenzen stösst, zeigt Viller erst, was in ihm steckt, wobei der Schweizer deutlich kraftvoller, aber auch rauer als LaBrie klingt. Ein Bastard aus Timo Kotipelto (Stratovarius) und Jon Oliva. Ein eingängiger Refrain rundet den über siebenminütigen Powertrack ab.
In die gleiche Kerbe schlägt das anschliessende schnelle When Darkness falls", welches nebst progressiven Einsprengseln wiederum durch leicht nachvollziehbare Melodien überzeugt, wobei man hier (wie überhaupt auf dem ganzen Album) fern von irgendwelchem Kitsch agiert. Das Wort Metal kann man hier dick unterstreichen.
Etwas gradliniger kommt Mysteria", welches einige vielleicht schon von der EP her kennen und welches mit neuem Gesang in einem ganz anderen Licht erstrahlt. Mit dem speedigen Anger" folgt einer meiner Favoriten. Der leicht kratzige Gesang wertet den Song noch zusätzlich auf. Das Neverland sich auch in ruhigerem Gewässer wohl fühlen zeigen sie mit der Powerballade Anguish". Progressiver geht man bei Take my Advise" zu Werke, welches im Refrain dezente Musical-Einflüsse aufweist und bei den Gitarrensolos an Malmsteen denken lässt. Der härteste Song hört auf den Titel Buy your Dream". Kurze Watchtower-mässige Progressivparts sorgen für Abwechslung. Beim Refrain wird Jean-Marc im Hintergrund durch bösartiges Gebell unterstützt. Hier besteht Genickbruchgefahr.
Wieder etwas gradliniger kommt das ebenfalls von der EP bekannte Neverland", welches durch einen tollen, groovigen Schlusspart besticht. Im Rausschmeisser Brave Warrior" werden schliesslich nochmals alle Geschütze aufgefahren, von gradlinigem Midtempo bis pfeilschnell beschliesst der Song ein Album, welchem man jeder Sekunde anhört, dass hier zwar studierte Musiker am Werke sind, die es jedoch nicht nötig haben ständig ihr technisches Können in den Vordergrund zu stellen. Die druckvolle Produktion von Tommy Vetterli (Coroner, Kreator) ist schlussendlich noch das Schäumchen auf dem Bier.
Schizophrenia" gehört definitiv zum Besten, was in letzter Zeit aus der Schweiz veröffentlicht wurde und wer auf anspruchsvollen und doch songdienlichen Metal steht, kommt an Neverland nicht vorbei.
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5.0 von 5 Sternen
CD des Monats, 8. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Schizophrenia (Audio CD)
Reviewer: Isabel Geiger
Bewertung: 10 von 10 Punkten
CD des Monats März 2007!
Wer bei dem Titel "Shizophrenia" sofort an Sepultura denkt, liegt meilenweit daneben. Wir sprechen in diesem Fall über das gleichnamige Debut-Album der Progressive Metal Band Neverland aus der Schweiz. Die Band selbst besteht schon seit rund 8 Jahren. Die beiden Gründungsmitglieder Daniel Huber und Boris Stoll lernten sich bereits bei ihrem Musikstudium in Zürich kennen und beschlossen sich musikalisch zusammenzutun.
Nachdem sich 2003 mit Mike Zotter ein akzeptabler Sänger gefunden hatte, brachte die Band das selbstbetitelte Demo-Album unter die Leute. Leider trennten sich die Wege einiger Bandmitglieder noch bevor der erste Longplayer aufgenommen werden konnte.
Was ein Glück für die Musikliebhaber, dass sich mit Jean-Marc Viller eine absolute Hammerstimme finden lies und die Tasten jetzt durch Oliver Benz bedient werden. Der Weg war frei für die Aufnahmen zum Debüt-Album das durch Tommy Vetterli (Coroner, Kreator) produziert wurde. Eine endgültige Trennung der Band wäre für alle die Progressive Metal als das non plus ultra betrachten inakzeptabel gewesen.
Die auf der Information des Vertriebs aufgelisteten Vergleiche mit Dream Theater oder Symphony X sind weder übertrieben noch anmaßend. Sie treffen mit Sicherheit ins Schwarze. Die sechs Schweizer überzeugen mit ihrer ganz individuellen Handschrift und einem ausgeprägten Charakter. Wir finden hier technisch anspruchsvollen Metal mit treibenden Gitarren, nach vorwärts strebendem Rhythmus und selbstverständlich die typischen progressiven und melodischen Elemente, die übergelagert den Songs die gewünschte Dreidimensionalität geben.
Neverland hat mit Shizophrenia" bei mir absolut den Vogel abgeschossen und katapultieren sich damit zur aktuell meist gehörten Band in meinem I-Pod. Ich bin gespannt wann der Schweizer Sechser für ein Konzert über die Grenze kommt. Ein sicherlich besonderes Musikerlebnis.
Neverland sollte man so schnell nicht aus den Augen lassen. Sie haben das Zeug und das nötige Können um in dem Genre eine richtig feste Größe zu werden. Wer sich persönlich davon überzeugen möchte findet auf MySpace die Möglichkeit mal zu kiebitzen www.myspace.com/neverlandmetal. Ein mir bekannter Schweizer sagte dazu: Des tönt wörklech eifach cool!" und damit hat er verdammt nochmal Recht!
Meine persönlichen Anspieltipps: "Take my advise", "Neverland" "Brave Warrior"
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2.0 von 5 Sternen
MYSTERIA, 16. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Schizophrenia (Audio CD)
Sorry, so leid es mir tut...aber wer das Lied MYSTERIA noch original gesungen von Mike Zotter kennt, weiß wovon ich rede. Bei ihm hatte das Lied Power und Ausdruck, bei dem neuen Sänger klingt das Lied sehr monoton.. Aber gut... wer den vorherigen Sänger nicht kennt kann somit auch nicht vergleichen, d.h dann ist die CD wirklich gut, für mich ist sie leider gesanglich sehr enttäuschend...
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