Ich hatte nach der Beschreibung gehofft, dass es ein kurzweiliger, vielleicht sogar witziger oder spannender Krimi sein würde. Stattdesssen war er maßlos langweilig bis ärgerlich.
Die Protagonistin - eine kürzlich gefeuerte Polizistin, die nun als Privatdetektivin arbeitet - bekommt den (vermeintlichen) Auftrag, eine verschwundene Frau zu finden. Tatsächlich aber führt sie so unwissentlich den Ex-Ehemann der Vermissten auf die richtige Spur, der so die Frau findet und foltert und umbringt. Wieso? Weil er sie immer noch liebt. Achja, und weil er ein durch und durch böser Mensch ist. (Eben ein USA-Krimi). Die Suche nach dem Mörder ist irgendwann erfolgreich, leider ist der Mörder nun seinerseits umgebracht, so dass der nächste Mörder gesucht wird. Diese Suche ist wenig spannend oder überraschend geschrieben, es schleppt sich so durch. Auch die Detektivin Savannah und ihre stereotypen Helfer sind keine spannenden oder auch nur mitteltief angelegten Figuren. Schließlich - es handelt sich um wie gesagt um einen Roman aus den USA - stellt sich heraus, dass der Adoptivvater der ersten ermordeten Frau den Exmann umbrachte. Das kann Savannah wiederum nachvollziehen. Und eigentlich ist der alte Mann (ein Held, ein ehemaliger Armeecolonel) so nett, er gefällt auch Savannahs Großmutter. Warum also ihn der Polizei melden? Opportunerweise erleidet er schnell einen Herzinfarkt und das Problem ist aus der Welt. Denn warum jetzt noch seinen Namen beschmutzen?
Die Geschichte wurde zunehmend ärgerlicher beim Lesen und dümmliche Selbstjustiz-ist-irgendwie-okay-Enden finde ich auch kein Lesevergnügen.
Der Satz auf dem Klappentext "doch bewaffnet mit ihrer heißgeliebten Schokolade löst sie auch diesen Fall" hatte auf einen humorvollen Krimi schließen lassen, aber das war auch Fehlanzeige.