Produktinformation
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Von Understatement kann im Film aber keine Rede sein -- dafür sorgen moderne Spezialeffekte und schräge Ideen: Ferngesteuerte Metall-Libellen als Killermaschinen stehen Verschwörern gegenüber, die sich zur Tarnung in bonbonfarbene Teddybärenkostüme hüllen. Den größten Beitrag stellt jedoch Sean Connery, der als August de Wynter einen jener verrückten Schurken spielen kann, die er als Titelfigur in sieben James-Bond-Filmen bekämpfen musste.
Mit Schirm, Charme und Melone ist einer der Filme, mit denen in den 90er Jahren erfolgreiche Fernsehserien ins Kino gebracht wurden. Auf der Flucht, Mission: Impossible, Lost in Space, Mein Onkel vom Mars sowie Wild Wild West sind weitere Beispiele. --Alexander Röder
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Weiter geht es mit der Story. Da arbeitet eine Wissenschaftlerin an einer Erfindung, die alle Meteorologen arbeitslos machen dürfte, da mit ihrer Hilfe das Wetter kein Zufall mehr sein wird. Leider macht sich ein Bösewicht diese Erfindung zu eigen, um sie zu seinen erpresserischen Zwecken zu missbrauchen. Eine Schlechtwetterfront zieht über das schlechtwetter-erfahrene England hinweg und begräbt das Königreich unter einer dicken Eisschicht. Natürlich gewinnen am Ende Peel und Steel, und der typische Nebel bekommt wieder seine faire Chance. Was in der Kurzfassung verlockend klingt, ist im Film nur eine Ansammlung von billigen Spezialeffekten, die sofort als solche durchschaut werden. Die Handlung erweist sich als halbherziger Abklatsch alter Bond-Filme. Leider, leider zeigen sich auch die beiden Hauptdarsteller von ihrer schwächsten Seite. Ralph Fiennes als John Steed kann dem Rollenvorbild Patrick Macnee (im Film in einem Cameo-Auftritt zu bewundern) nicht das Wasser reichen, sein englischer Gentleman wirkt affektiert, konturlos und uncharmant. Und Uma Thurman als androgyne Wissenschaftlerin (!) Emma Peel macht nicht mal in Ganzkörper-Lackstiefeln eine gute Figur, sondern langweilt sich orientierungslos durch die eineinhalb Stunden.
In den 60er Jahren war "Mit Schirm, Charme und Melone" eine Kultserie. Als Kontrastprogramm zu James Bond wurden ausnahmsweise keine Feinde des Systems gejagt, denn der Kalte Krieg spielte hier keine Rolle. Statt dessen bekämpften eine katzengleiche Karate-Dame und ihr englischer Gentleman leicht versponnene Einzelgänger und ihre surrealen Erfindungen. Humor, Intelligenz und gutes Benehmen spielten eine wesentliche Rolle. Davon ist hier leider nichts übrig geblieben. Die Dialoge sind aufgesetzt und übertrieben witzig, von britischem Understatement keine Spur. Schirm und Melone allein reichen eben nicht aus.
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