Aus der Amazon.de-Redaktion
Es ist ein Film über großes Heldentum und einen Mann, der unter normalen Umständen niemals ein Held geworden wäre: Oskar Schindler (Liam Neeson, Michael Collins), einem Kriegsgewinnler und Frauenhelden, der sein Leben riskiert und schließlich all seinen Besitz verliert, um das Leben von über 1000 Juden zu retten.
Indem Schindler Juden für den Dienst in seiner Geschirr-Fabrik anfordert, ermöglicht er ihnen das Überleben. Als rechte Hand dient ihm dabei sein ebenfalls jüdischer Buchhalter (Ben Kingsley, Ghandi), während er sich auf der anderen Seite mit dem stets unberechenbaren SS-Lagerkommandenten Amon Göth (Ralph Fiennes, Der englische Patient) arrangieren muss. Schindlers Liste nimmt sich viel Zeit für die Charakterisierung seiner Hauptperson und für die Erklärung seines Wandels vom Saulus zum Paulus. Der Plot zeigt einen Mann, der zunächst nur auf leichte Art Geld verdienen will, dem der Krieg dabei gerade recht zu kommen scheint. Angesichts der abscheulichen Verbrechen, die um ihn herum täglich geschehen, kann er die Augen nicht verschließen und erinnert sich seiner menschlichen Verpflichtungen.
Mit Schindlers Liste hat Steven Spielberg ein Meisterwerk erschaffen. Sieben Oscars erhielt der Film. Die Oscars für die Regie und den besten Film durfte Spielberg persönlich entgegennehmen. Liam Neeson, der hier die vielleicht stärkste Darstellung seiner Filmkarriere bietet, wurde zwar ebenfalls für den Oscar nominiert, ging aber bei der Verleihung leer aus. --Jeff Shannon
Kurzbeschreibung
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Besonders der Ton ist äußerst exakt und transparent, das optische Mastering ist perfekt, hatte aber mit leicht rauschigem Material zu tun. Enthalten sind eine 77-Minuten.Doku, in der Überlebende, deren Namen auf Schindlers Liste standen, zu Wort kommen und die schrecklichen Ereignisse noch mehr vertiefen."Schindlers Liste" wurde immer eine Verkitschung der Geschichte vorgeworfen. Man hielt Spielberg vereinzelt vor, den Holocaust als Hintergrund für einen Unterhaltungsfilm zu mißbrauchen. Nur Dokumentarfilme dürften sich der Thematik annehmen. Sein Film sorgt immerhin dafür, daß ein Vergessen dieser deutschen Ereignisse verhindert wird. Wenn dies nur über ein populäres Medium wie Film möglich ist und hier nur in Form eines Spielfilmes, der sich trotz mancher Sentimentalität einer gradlinigen, analysefreien Erzählweise bedient, ist das legitim. Weniger schön waren die Worte des Komponisten der Filmusik, der ,als er den Oscar für "Schindler" erhielt, sagte, "...always fun working with Steve" (immer ein Spaß, mit Steve zu arbeiten)...sehenswert.MO
Bild: Die Optik liegt vorwiegend in Schwarz/Weiß vor. Ein leichtes Grundrauschen wegen einer sanften Grobkörnigkeit überlagert die Optik fast immer außer in sehr hellen Szenen. Trotz des Rauschens kommt es so gut wie nicht zu Artefakten (00.11.42, Tür, Wand). Die Schärfe ist in hellen Szenen sehr detailtief (00.16.49, Totale, Menschenmenge). Hellle Szenen überstrahlen nicht (00.49.55, Schnee im Lager) und dunkle bleiben kontraststark.
Ton: Der Ton ist von erschreckender Eindringlichkeit. Wie auch bei "Privat Ryan" setzt Spielberg auf Authentizität im Ton-Bereich. Die Kulisse ist beängstigend lebendig und reflektiert jedes kleinste Geräusch. Auch die Musik ist in außergewöhnlicher Klarheit angelegt (00.01.37, Chor, Disc 2). Die Stimmen sind lebensecht und feinstens in die Ambienz eingearbeitet. Referrenz-Qualität. --movieman.de
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Blickpunkt: Film
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Steven Spielberg verzichtet auf alle Mätzchen, die seine Filme bislang auszeichneten, und erreicht mit seiner neu gewonnenen Bescheidenheit eine ungeahnte Meisterschaft. Ohne Übertreibung kann man das ungeschminkte Porträt des Holocaust als einen der wichtigsten und besten Filme des Jahres 1993 bezeichnen.© Blickpunkt Film