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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Traurig aber wahr ...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Schindlers Liste (Taschenbuch)
Zuerst einmal ist es eine bemerkenswerte Leistung, innerhalb von 2 Jahren Recherchen ein solches Buch zu schreiben, dazu noch über einen Mann namens Oskar Schindler, der 1200 Juden vor ihrem sicheren Tod rettete. Obgleich viele Einzelschicksale und Darstellungen der politischen Situation von eigentliche Handlung scheinbar "ablenken", so schließt sich der große Kreis doch noch mit allen angesprochenen Themen.Die Person Oskar Schindler ist meiner Ansicht nach gut dargestellt worden, was auch auf die 50 Gespräche mit Überlebenden zurückgeht. Alles in allem also ein fantastisches Buch, auch wenn es in einer Zeit mit Hass, Zerstörungswut und Machtgewalt spielt. Ich jedenfalls war beeindruckt, doch auch deprimiert und frustrierd zugleich. Bevor Sie jedoch den Fim sehen, empfehle ich zuerst das Buch zu lesen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Dem Autor lag daran, ...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Schindlers Liste (Taschenbuch)
... ein Portrait von Schindler zu schaffen, dem man seine Erfolglosigkeit als Geschaeftsmann vor und nach dem Dritten Reich nicht glauben mag, wenn man erfaehrt, wie ueberaus erfolgreich er als Menschenretter war.Das Buch basiert auf offiziellen Dokumenten, Interviews mit seiner Frau, sowie unzaehligen Briefen und privaten Aufzeichnungen. Eine interessante Darstellung eines aussergewoehnlichen Charakters, der erst in einer schwierigen Zeit zum rettenden Engel wird. Schindler verstand es, andere Menschen zu benutzen, in diesem Fall militaerische Chargen, die aus reiner Habgier handelten. Die Motive werden nicht immer klar, da Keneally seinen Roman mehr als einen Tatsachenbericht aufgebaut hat. Dadurch wird vermieden, dass Klischees oder gar Ruehrseeligkeiten auftreten. Das Bild von Schindler wirkt positiv, auch wenn man um seine Vorurteile, Habgier und Eigenliebe weiss. Eine sehr gut recherierte Arbeit, die in ihrer Umsetzung sicherlich nicht immer leicht war. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Dokumentation mit literarischen Zügen,
Rezension bezieht sich auf: Schindlers Liste. 6 CDs. (Audio CD)
Oskar Schindler kommt 1939 ins besetzte Krakau und will sein Glück machen. Er trifft gleich zu Beginn auf Juden, die als Geschäftsleute und leitende Angestellte tätig waren, nun aber enteignet und letztlich billige Arbeitskräfte sind. Da er völlig vorurteilsfrei ist, baut er sein Emailwerk mit maßgeblicher Hilfe dieser Juden und polnischer Arbeiter auf.Am Anfang nutzt er seine Beziehungen zu den deutschen Behörden nur, um "versteckte" Bemerkungen zu machen, mit denen er mögliche Arbeitnehmer vor Razzien usw. warnt. In der Errichtung des Ghettos sieht er ebenfalls mehr eine Bedrohung "seiner" Arbeitnehmer, die willkürlich von SS-Leuten zum Schneeschippen u.ä. abkommandiert werden. Als er schließlich mit eigenen Augen sieht, wie das Ghetto systematisch durchkämmt wird, wird ihm klar, daß der Staat die Vernichtung der Juden plant. Er faßt den unumstößlichen Entschluß, wenigstens "seine" Arbeiter zu retten. Und er tut es. Er läßt auf eigene Kosten Lebensmittel verteilen. Er eist seine Leute aus dem Ghetto heraus, schwatzt sie dem Kommandanten des Arbeitslagers, das schließlich das Ghetto ersetzt, ab, spielt um sie, kauft sie frei, erpreßt und besticht wen er kann und mit allen Mitteln, um diese Menschen zu retten. Dabei geht er auch auf das Angebot nicht ein, an ihrer Stelle andere zu retten, obwohl er das gekonnt hätte. Wer auf seiner Liste stand, stand fortan unter persönlichem Schutz Schindlers. Es gelingt ihm schließlich, die Arbeiter mit Billigung der Behörden nach Mähren zu bringen, und dort muß er bis zur Ankunft der Russen oder Amerikaner die SS davor zurückhalten, die Häftlinge zu erschießen, falls die feindlichen Kräfte durchbrechen. Es gelingt ihm nur mit Hilfe seiner Persönlichkeit, dieses Ziel zu erreichen. Seine Nachkriegsgeschichte wird kurz geschildert, in der er fast vollständig von den überlebenden Häftlingen auch finanziell abhängig war. Der Bericht beruht auf historischen Dokumenten. Es handelt sich nicht um einen spannenden Roman, sondern um eine Tatsachenschilderung. Das hat den Nachteil, daß erst ab ca. der 2. CD ein mitreißender Effekt eintritt. Es hat den Vorteil, daß den Akteuren keine Gefühle oder Motive "angedichtet" werden. Nach der Darstellung im Buch ist es unmöglich, die Motive Schindlers oder seine Gefühle festzustellen. Er scheint diese niemals offengelegt zu haben, oder er war sich ihrer nicht sicher. Dadurch daß immer nur Handlungen, nie Gefühle dargestellt werden, driftet das Werk nicht in Rührseligkeiten oder ähnliches ab, obwohl sich derartige Szenen aufgedrängt hätten. Damit wird es noch authentischer. Dem Hörer wird klar: Jeder hat die Pflicht, sich der Unmenschlichkeit entgegenzustellen. Und jeder, der das erkennt, findet auch Wege, wenigstens ein Weniges zu verwirklichen, vielleicht nur ein Menschenleben zu retten. Ob man damit, wie der zitierte Talmud meint, die ganze Welt rettet, halte ich für zweifelhaft. Aber man verhindert wenigstens, daß die Person, der man hilft, und man selbst sich in Unmenschlichkeit verlieren, zum Opfer der Verhältnisse werden. Man schafft ein Band zwischen Menschen, ein Zeichen dafür, daß es auch anders geht. Gelesen wird das Buch von der "Synchronstimme" von Ben Kingsley. Da dieser auch den Juden Stern im Film spielt, ist der erste Eindruck beim Hören der, als ob Stern die Geschichte erzählt. Das geht unter die Haut. Die Sprache ist vorzüglich, die Übersetzung hervorragend und somit ist dieses Werk ein Hörgenuß. Der 5. Stern fehlt nur deshalb, weil einige kleinere, angesprochene Punkte vom Autor nicht fortgesetzt wurden, die aber nicht sehr ins Gewicht fallen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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