Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Erschreckend - Aber trotzdem Plichtprogramm!, 21. Juni 2009
16 Jahre ist es nun her, dass Steven Spielberg diesen Film hier veröffentlichte. Nachwievor, ob vor 60 Jahren oder heute im Jahre 2009, ist "Schindlers Liste" ein Film den man einfach gesehen haben "muss".
Spielberg erzählt hier auf erschreckende und authentische Weise die Geschichte von Oscar Schindler - "seinen" Juden, wie er ihnen durch seine Fabrik das Leben rettete und wie er sich schließlich für sie aufopferte. Liam Neeson hätte für die Rolle nicht passender sein können. Es gibt Situationen da will man Schindler am liebsten für seine Einstellung und seinem Egoismus verachten. Doch man merkt das dieser Mensch etwas vollbracht hat, dass wohl in der Geschichte der "Menschheit" einzigartig war.
Die Darstellung des Amon Göth, wenn ich es so ausdrücken darf, ein wahres Monster wie es im Buche steht, ist ebenfalls sehr gelungen.
Ich denke niemand von uns, außer die die es selbst erlebt haben, haben eine Ahnung wie grausam diese SS-Leute damals waren. Spielberg aber hat es glaube ich geschafft uns ein wenig zu zeigen was damals vor sich ging und wie tief die Abgründe der menschlichen Seele sein können.
Ich habe mich oft gefragt wie dieser Film wohl "in Farbe" sein würde. Ich finde jedoch, dass Spielberg hier genau das richtige getan hat, denn in Schwarz/weiß wirkt die Geschichte, so glaube ich, noch um einiges intensiver. Er hat hier auf ausgefallene Tricktechnik und Spezial-Effekte voll und ganz verzichtet und an Original Schauplätzen gedreht. Mit diesem speziellen "Stil" ist ihm hier einfach etwas einzigartiges gelungen.
Ich finde den Film immer wieder sehr sehenswert, traurig, schockierend und vor allem - Augen öffnend! Vor allem in der heutigen Zeit ist es wichtig, sich immer wieder vor Augen zu führen was damals passierte.
Den "Klassischen" Soundtrack zum Film komponierte der Amerikaner John Williams. Allein dieser Score lässt einem in Anbetracht des Themas das Herz in die Hose rutschen.
Der Film ist freigegeben ab 12. Ich denke es war die Absicht, bereits auch "jüngeren" den Zugang zu diesem Film zu gewähren damit sie sehen wie es damals zuging. Vor allem heute, wo Jugendkriminalität groß geschrieben wird denke ich, dass dieser Film für die jüngeren eine "Pflichtlektüre" an Schulen darstellen sollte damit einfach mal gesehen wird, dass es auch andere Zeiten gab in denen nicht alles selbst verständlich war und das Überleben ein täglicher Kampf war! Das ist meine Meinung dazu...
Nichts desto trotz ist der Film aber wirklich sehr HART!
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32 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mitreißend, bewegend & zu Tränen rührend, 21. Januar 2002
Von Ein Kunde
Der Film, Schindlersliste von Steven Spielberg, ist in meinen Augen einer der besten und wichtigsten Filme, den man gesehen haben sollte, weil er eine Zeitepoche, die eine der Schlechtesten unserer deutschen Geschichte war, unglaublich authentisch darstellt. Auf mich wirkt der Film allein deshalb so authentisch, weil er mit hoch moderner Technik gedreht wurde, aber trotzdem ein schwarz-weiß Film ist. Es gibt genau zwei Szenen in dem Film, in denen gezielt Farbe eingesetzt wird, nämlich in Form eines roten Mantels von einem kleinen Mädchen, das Oskar Schindler in der ersten der beiden Szenen dabei beobachtet, wie es sich versucht vor den Nazis zu verstecken. Dadurch das Oskar Schindler in der zweiten der beiden Szenen den roten Mantel mit dem Mädchen bei einer Massenverbrennung sieht, wird die Tragik des Filmes sehr verstärkt. Dieser Trick gehört zu der übergeordneten Art und Weise, wie Spielberg den Film dreht. Spielberg stellt nämlich in dem Film nicht nur die eigentliche Handlung, die sich um Oskar Schindler dreht, dar, sondern führt die umgebende Handlung, die wegen der besonderen Zeitepoche sehr wichtig ist, sehr eindrücklich aus. Diese Methode wird zum Beispiel genau dadurch deutlich, das Oskar Schindler über mehrere Szenen ganz aus dem Blick verloren wird und man kann vielleicht sogar behaupten, dass Oskar Schindler zwischenzeitlich gar nicht mehr der Mittelpunkt des Filmes ist und sich der ganze Film nur noch um die Grausamkeiten, die Nazis verbrochen haben, dreht. Dieser Sachverhalt ist sicher einer der Gründe, warum dieser Film auf mich und auch auf Andere sehr authentisch und mitreißend wirkt. Zusätzlich dazu wird bei den Grausamkeiten kein „Blatt vor die Kamera“ genommen, denn sie werden in all ihrer Ausführlichkeit und Häufigkeit gezeigt. Steven Spielberg macht vor allen Dingen noch die Sinnlosigkeit des Denkens der Nazis deutlich, indem er Hinrichtungen von Juden ohne Vorbehalt zeigt, was bei dem Zuschauer zu der Frage führt, warum diese Hinrichtung gerade durchgeführt wurde und was der Nazi sich überhaupt dabei gedacht hat. Eins der besten Beispiele dafür ist, als die Bauherrin des Konzentrationslagers in Plaszow Amon Göth sagt, dass das Fundament neugebaut werden muss, sie daraufhin direkt hingerichtet wird und Amon Göth trotzdem alles neu bauen lässt, genau wie sie es gesagt hat. Solche Szenen lösen beim Zuschauer Unverständnis aus und verstärken um so mehr die Freude und Begeisterung für so einen Mann, wie Oskar Schindler. Der Zuschauer sympathisiert deshalb sofort mit Oskar Schindler und seine Gefühle werden sehr stark angeregt, weil die Kluft zwischen Gut und Böse so groß ist, dass der Zuschauer sich eigentlich nicht anders entscheiden kann, als Oskar Schindler wie einen Helden zu sehen. Ich finde es sehr gut, dass Steven Spielberg auf der einen Seite die Grausamkeiten des Nazi-Regimes so entsetzlich darstellt, weil es, glaube ich, verheerende Folgen haben könnte, wenn sie nicht so ausführlich beschrieben würden. Man sollte sich nur einmal versuchen vorzustellen, was es für die nächsten Generationen bedeuten könnte, wenn sie nicht das Gefühl gewinnen, dass die Nazis nicht absolut grauenhafte Geschichte für Deutschland und für die ganze Menschheit geschrieben haben. Auf der anderen Seite finde ich es ebenfalls sehr gelungen, dass Oskar Schindler's Zivilcourage derartig hervorgehoben wird und dass deutlich gemacht wird, dass er sich trotz großem Widerstand für die Juden eingesetzt hat, weil es den Zuschauer sehr stark anregt, genauso zu handeln. Vor allen Dingen regen Szenen, wie die der Verabschiedung von „seinen“ Juden, in der er den Ring mit den Worten „Wer nur ein Menschenleben rettet, rettet die ganze Welt“ bekommt und er anschließend zusammenbricht, stark die Gefühle der Nachahmung und Begeisterung an. Diese Begeisterung für derartige Zivilcourage ist sehr begrüßenswert, weil Menschen wie Oskar Schindler brauch die Menschheit und dazu lädt der Film sehr eindrücklich ein.
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89 von 115 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Wer nur ein Menschenleben rettet, rettet die ganze Welt!", 31. Januar 2004
Steven Spielberg ist mit der Schilderung des Lebens von Oskar Schindler ein Film gelungen, der weit mehr ist, als nur ein perfektes filmisches Meisterwerk, weit mehr als nur eine Geschichtsstunde, dieser Film ist Zeitgeschichte. Es spielt keine Rolle, ob man Deutscher ist oder nicht, ob man Jude oder Nichtjude ist, diesen Film sollte jeder gesehen haben, denn er zeigt, die Unmenschlichkeit, die nie vergessen werden darf und die Zivilcourage, die uns allen zum Vorbild unserer Menschlichkeit gereichen sollte.Ein solches Vorwort ist sicher nicht typischerweise Teil einer Rezension, aber im Falle von Schindlers Liste muss man dies voranstellen, weil dieser Film eben anders ist. Vollkommen zu Recht gilt Spielbergs „Schindlers Liste" als einer der bedeutendsten Filme überhaupt und wurde er mit 7 Oscars (u.a. als "Bester Film") ausgezeichnet. Geschildert wird das Leben des Oskar Schindler (Liam Neeson). Ein Lebemann, Frauenheld und Kriegsgewinnler, der stets nach seinem eigenen Vorteil trachtete und zunächst Günstling des Naziregimes war. In Angesicht der unbeschreiblichen Unmenschlichkeit, mit der die Nazis millionenfach Menschen industriell versklavten und schließlich töteten, zeigte er dann aber doch die Zivilcourage, die leider viel zu wenige Deutsche aufbrachten. Er nutzte seine Position als Fabrikbesitzer und zuvor aus Eigennutz gepflegten Kontakte zu Nazigrößen, um „seine Juden" zu retten. Zusammen mit seinem jüdischen Buchhalter Itzhak Stern (Ben Kingsley) erstellte er eine Liste, die „seine Juden", die Zwangsarbeiter in seiner Fabrik, vor der Vergasung im Konzentrationslager Auschwitz bewahrte. „Diese Liste ist das Leben und um sie herum ist nur Tod." Mit nahezu brutaler Authentizität, in quälenden, dokumentarisch anmutenden Schwarz/Weiß Bildern zeigt uns Spielberg, wie wahr diese Feststellung Sterns war. Es sind Bilder des Grauens, die man nicht vergessen kann, die sich einem in den Kopf hineinbrennen. Da ist der kleine Junge, der sich in einer Jauchegrube vor der Selektion versteckt und uns verloren und ängstlich anblickt. Da ist das berühmte kleine Mädchen im roten Mantel im Meer der farblosen Unmenschlichkeit des Gettos, dessen Schicksal uns Spielberg zunächst nur vermuten lässt, um uns die grausame Gewissheit ihres Todes später - scheinbar beiläufig und gerade so noch eindringlicher - unter die Augen zu reiben. Da sind die Bilder beiläufiger, grausamer Tötungen, deren Augenzeuge wir werden. Da sind die Minuten in den Duschen von Auschwitz, denen wir beiwohnen müssen Es gibt in diesem Film so viele Bilder und Schicksale, die unvergesslich sind, und das ist auch gut so, denn wir dürfen nicht vergessen. Das bezieht sich auf alle Menschen, nicht nur auf uns Deutsche. Denn die unfassbare Unmenschlichkeit, die das Naziregime in uns Deutschen frei setzte, ist die Unmenschlichkeit, die bei allen Menschen zu Tage treten kann, wenn Hemmschwellen fallen, wenn Unrecht zu Recht und Wegschauen zur Tugend erklärt wird und der Wert jeden einzelnen Lebens verkannt wird. Der besondere Wert von Schindlers Liste liegt darin, dass diesem Film das gelingt, was mit den vielen realen Dokumentaraufnahmen und sonstigen historischen Dokumenten nicht erreicht werden kann: Die Schicksale der Opfer werden durch die hervorragende Inszenierung und das ausgezeichnete Spiel der Darsteller lebendig. Es sind nunmehr nicht mehr gesichtslose Leichenberge, die wir sehen, sondern wir sehen jeden einzelnen Menschen unter diesen Opfern. Wir sehen in ihre Augen und Herzen, während sie von anderen Menschen abgeschlachtet werden wie Vieh. Lebendig wird also zugleich Menschlichkeit und Unmenschlichkeit. Die Kritik, die an Schindlers Liste von manchen Seiten geübt wurde und wird, und die auch in diesem Forum sicher noch zu Tage treten wird, ist für mich nicht nur haltlos, schlimmer noch, sie ist allzu oft der gefährliche Versuch, bewusst vom Thema des Films abzulenken. Sicher bedient sich Spielberg klassischer filmischer Mittel, um Emotionen bei den Zuschauern hervorzurufen, sicher entbehren einige Szenen nicht eines gewissen Pathosses, aber genau das ist notwendig, damit Geschichte lebendig wird, damit der Film jene zuvor beschriebene besondere Leistung erbringen kann. Völlig verfehlt ist auch die Kritik, Spielberg würde in der Charakterisierung von Tätern und Opfern Klischees bedienen und Schwarzweiß-Malerei betreiben. Genau in diese Falle tappt Spielberg eben nicht. Er zeigt Schindler nicht als fehlerlose Lichtgestalt, sondern er zeigt den Menschen in allen seinen Facetten. Er macht auch aus Schindler nicht den einzigen „guten" Deutschen, sondern er zeigt auch hier alle Facetten, die es in der deutschen Bevölkerung gab. Die Feigen und wenig Mutigen, die Gleichgültigen und die, die sich zumindest ein wenig Gutes taten. So vielschichtig, wie Spielberg die Deutschen zeigt, so vielschichtig und kritisch zeigt er auch die Juden. So verschweigt er nicht, dass es auch Kollaborateure und Gewinnler unter den Juden gab, sondern er macht auch das zum Thema im Film. Auch unter den Opfern zeigt er Menschen, die mal mehr, mal weniger sympathisch sind. Alles in allem kann und darf dieser Film nicht an einem vorbeigehen. Er muss immer wieder gezeigt und gesehen werden, damit wir Zivilcourage als Beispiel und Unmenschlichkeit als Abschreckung verinnerlichen. In Zeiten, in denen Unbelehrbare „Tätervolk" Diskussionen lostreten und andere mit der Angst vor Fremdem Wahlkampf betreiben, ist dieser Film wichtiger uns aktueller denn je.
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